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Potsdam-Mittelmark Naturschutzbund kauft 1,3 Hektar großes Areal
Lokales Potsdam-Mittelmark Naturschutzbund kauft 1,3 Hektar großes Areal
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16:24 16.02.2018
Zwischen Dahlen und Werbig erwirbt der Naturschutzbund eine besonders schutzwürdige Fläche am Verlorenwasserbach. Quelle: Jürgen Neuendorf
Bad Belzig

Der Naturschutzbund-Regionalverband „Hoher Fläming-Planetal“ (Nabu) will ein 1,3 Hektar großes Areal am Verlorenwasserbach kaufen – zu einem kleineren fünfstelligen Betrag. Weil dies der Verband nicht hat, bemüht er sich um Geld aus dem eigens dafür eingerichteten Fonds der märkischen Naturschutzstiftung. Das sagt Nabu-Chef Uwe Stahn. Ihm zufolge erfolgt der Erwerb der Flächen zwischen Werbig und Dahlen in Abstimmung mit der Naturpark- Verwaltung Raben.

Wie Stahn bei der Mitgliederversammlung jetzt im Gastaus „Alter Brauhof“ informierte, soll so eine ökologische Bewirtschaftung des Waldes garantiert werden. Denn die ohnehin unter Schutz stehenden Quellmoore, -wiesen und -erlenbrüche an dem Gewässer bieten unter anderem Lebensraum für Moorfrosch und Eisvogel, seltene Fledermaus- und Libellenarten.

Naturschutz durch Landkauf und nötigenfalls aufwendige Landschaftspflege ist ein seit mehr 100 Jahren praktiziertes Prinzip. In der Region ist der Nabu nach eigenen Angaben im Besitz von insgesamt 80 Hektar. Das Eigentum verpflichtet ihn. Das ist mit den Folgen der jüngsten Stürme deutlicher denn je geworden.

Insbesondere in dem 10-Hektar-Revier am Rande von Raben sind demnach erhebliche Schäden zu beklagen. Besonders schmerzt der Verlust von fünf entwurzelten mindestens 100 Jahre alten Eichen. Daneben gibt es noch zahlreiche abgebrochene Kiefern und umgestürzte Fichten. Deren Bergung und Vermarktung soll in Abstimmung mit Förster Wolfgang Wolfgramm erfolgen. Ein schonender Einsatz von Harvestertechnik nötigenfalls zu erhöhten Kosten ist jedenfalls erwünscht. Wobei – durchaus konventionell – die Preisentwicklung zu beachten sei. Wegen des Windbruchs und des daraus folgenden Überangebots sind die Preise auf dem Holzmarkt gegenwärtig im Keller, heißt es. Langfristig ist die Verjüngung des Bestandes im Planetal und Ergänzung mit Laubbäumen vorgesehen.

Ein neues Betätigungsfeld entsteht für den Nabu-Regionalverband in der Naturschutzstiftung Wiesenburg/Mark. Dank der Zahlung von 400 000 Euro von der Wienerberger-GmbH für Versäumnisse bei der bisherigen Tagebaurekultivierung am Ziegelwerk Reetz werden dort zusätzliche Maßnahmen zum Erhalt von Flora und Fauna in der Umgebung möglich. Wo und wie das konkret geschehen wird, ist noch zu klären. Zunächst einmal müssen die Formalien der Stiftungsgründung erledigt werden.

Von René Gaffron

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