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Potsdam-Mittelmark Netzenerin gewinnt Käsekuchen-Wettbewerb
Lokales Potsdam-Mittelmark Netzenerin gewinnt Käsekuchen-Wettbewerb
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18:05 08.03.2018
Karin Raschinsky und Gewinnerin Ilona Mielke (rechts) mit der Urkunde für den Spitzen-Käsekuchen. Quelle: Foto: Marion von Imhoff
Netzen /Lehnin

Bei einem Käsekuchenwettbewerb in Berlin hat Ilona Mielke aus Netzen den ersten Platz abgesahnt. In allen Kategorien heimste der Käsekuchen der 70-jährigen Landfrau die höchste Punktzahl ein. „Äußeres Erscheinungsbild, Krumenstruktur, Konsistenz und Geschmack: Es ist ein harmonisches Gesamtkunstwerk“, preist Karin Raschinsky, die Erfinderin des ihren Angaben nach einzigen Käsekuchenwettbewerbs in Deutschland das Backergebnis.

Ilona Mielke ist sprachlos. Nie hätte sie gedacht, dass ihr Werk derart hohe Weihen erfährt. „Ich backe ihn für jeden, der ihn haben will“, sagt die gelernte Landwirtschaftskauffrau, die bei den Netzener Landfrauen aktiv ist. Deren Leiterin Doris Triebsch ist es zu verdanken, dass der Käsekuchen jetzt in den Blick der Öffentlichkeit gerückt ist. „Wir sind so stolz“, sagt Doris Triebsch. Sie hat Ilona Mielke, die sie nur Itze nennt, ermutigt, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Die lacht glücklich:. „Das ist ja super! Ich fasse es nicht“, und hört nun staunend von der „feinen Harmonie“ zwischen dem Boden ihres Kuchens und der Käsemasse.

Der Gewinnerkuchen bei der Verkostung. Quelle: privat

„Nicht zu fade, nicht zu süß, nicht überwürzt“, erläutert Karin Raschinsky das Traum-Rezept. „Ein sehr angenehmes Mundgefühl, das haben alle Juroren bestätigt.“ Ergebnis: „Null Fehler!“

Zwei weitere erste Plätze gab es, es war eine harte Konkurrenz. Erste Plätze gingen auch nach Königs Wusterhausen und Thüringen.

Das Rezept des Sieger-Käsekuchens

Der Boden besteht zu je 75 Gramm Margarine und Zucker, 200 Gramm Mehl, ein Ei und ein Teelöffel Backpulver. Alles zu einem Teig kneten und in eine Springform füllen, den Teig am Rand erhöhen.

Für die Füllung 500 Gramm Quark, 150 Gramm Zucker, je einen Beutel Vanillezucker und Vanillepuddingpulver, eine Tasse Sonnenblumenöl, ein Ei und zwei Eigelb miteinander verrühren. In die Masse Zitronensaft, abgeriebene Schale einer Zitrone und einen halben Liter Milch geben und auf dem Teig verteilen.

Alles bei 160 Grad Umluft 50 Minuten backen. Zwei Eiweiß mit zwei Esslöffeln Zucker zu Schnee schlagen, über den Kuchen geben und weitere zehn Minuten fertig backen.

Ilona Mielke, die in Netzen auch geboren ist, wirkt durch und durch bescheiden. Zur Preisverleihung jetzt im Klostercafé Fiedler in Lehnin wäre sie gar nicht erschienen, hätte Doris Triebsch ihre Freundin nicht kurzerhand dorthin gefahren. Sechs Mal im Monat backe sie, berichtet Ilona Mielke. „Nein! Das ist untertrieben, du backst viel, viel mehr“, kontert Doris Triebsch. „Wenn jemand im Freundeskreis Geburtstag hat, Itze backt.“

Den Wettbewerb gibt es für professionelle Bäcker wie Michael Fiedler. Der Lehniner gewann mit seinem Käsekuchen im vorigen Jahr den zweiten Platz in Berlin und Brandenburg und mit seiner Eierschecke 2016 sogar den ersten Platz. Den zweiten Platz in der Kategorie Eierschecke holte sich in diesem Jahr der Wiesenburger Bäckermeister Hilmar Bärmann.

Ilone Mielke schätzt das „Cremige“ an ihrem Kuchen

Aber für auch Hobby-Bäcker wie Ilona Mielke hat Karin Raschinsky einen Wettbewerb ausgerufen. Sie selbst liebt an ihrem Sieger-Kuchen „das Cremige und die Konsistenz“.

Kornelia Hurttig, Geschäftsführerin des Kreislandfrauenverbandes Potsdam-Mittelmark, beschreibt das Geschmackserlebnis so: „Er ist nicht wie Pudding, sondern schon schnittfest, aber eben auch nicht trocken.“ Die Jury mit Konditor- und Bäckermeistern und Geschmacksexperten einer Kaffeerösterei waren sich einig: Es sei das Einfache, das „schwer zu machen ist“, sagt Karin Raschinsky.

Die Kunde machte per Whatsapp bei den Landfrauen die Runde

„Fest, aber beim Essen weich. Er ist wirklich toll“, schwärmt Doris Triebsch. Bei den Landfrauen im In Potsdam-Mittelmark ist Ilona Mielkes Familienrezept bereits der Renner, jede zweite backt den Käsekuchen mittlerweile so. Als die Nachricht vom Sieg die Landfrauen erreichte, „machte die Kunde per Whatsapp die Runde“.

Der Wettbewerb soll das Handwerk des Kuchenbackens würdigen, egal ob vom Profi oder daheim am Backofen. Die Landfrauen hatten 2017 zu ihrem 25-jährigen Jubiläum einen privaten Wettbewerb ausgerufen und die Bäcker der Region mit ihren Kuchen herausgefordert. „Leider haben die Bäckermeister gewonnen“, erinnert sich Kornelia Hurttig.

Von Marion von Imhoff

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