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Potsdam-Mittelmark Netzwerk ist Vorreiter regionaler Entwicklung
Lokales Potsdam-Mittelmark Netzwerk ist Vorreiter regionaler Entwicklung
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07:35 18.08.2016
Ein Bildhauerseminar im Wiesenburger Bahnhof: ein weiterer Teil des Netzwerks. Quelle: Dirk Fröhlich
Bad Belzig

25 Jahre nach ihrer Gründung ist die Bad Belziger Ökokommune Zegg weit über den Ort hinaus zu einem einflussreichen Netzwerker geworden. Beim diesjährigen Sommercamp stand gar ein ganzer Seminartag im Zeichen der Zusammenarbeit in der Region; Partner und Freunde aus dem Netzwerk Fläming gestalteten an diesem Tag das Programm.

Dabei ist das Netzwerk aus unterschiedlichsten Bausteinen entstanden. Ehemalige Zegg-Bewohner, Seminarbesucher und Freunde des Bildungsträgers gehören dazu, andere Kommunen und Kulturschaffende in der Region. Gemeinsam geben sie einen Newsletter heraus, in dem sie per E-Mail über ihre Aktionen und Aktivitäten informieren.

Sauna, Konzerte, Politik

Jeden zweiten Sonntag öffnet zum Beispiel die Sauna im Zegg, am Wochenende gibt es Konzerte in Mal’s Kulturscheune in Wiesenburg, Kinoabende im Wohnzimmer und Geburtstagsfeste. Zudem Arbeitsgruppen zu Themen wie Energieversorgung oder Antirassismus, die Interessierte auch politisch vernetzen. Im vergangenen Jahr entstand ein Treffpunkt, bei dem sich Flüchtlinge mit Deutschen zum Austausch treffen.

„Neu Hinzugezogene berichten, dass sie das Angebot wesentlich reichhaltiger finden als in einer Großstadt“, sagt Barbara Stützel, die selbst seit 2001 im Zegg lebt und beispielsweise in Kooperation mit der Wiesenburger Grundschule „Am Schlosspark“ dort den Theater-Nachwuchs betreut.

Sie lobt die Qualität des Netzwerks: „Es ist eine Kultur von gemeinschaftlichem Miteinander entstanden, die auf Freundschaft aufbaut, eine Kultur, in der Selbstverantwortung und gegenseitige Unterstützung Ausgangspunkte sind für einen anderen Umgang mit der Welt.“ Mithin sind wirtschaftliche Unternehmungen wie das Ökokombinat Bad Belzig oder die Genossenschaft des Bahnhofs am Park Wiesenburg mit von diesem Gemeinschaftsgedanken inspiriert.

Auch die Politik lobt das Zegg

Die Zegg-Bewohner und ihre Unterstützer sehen ihre Entwicklung als Symptom für eine nachhaltige Regionalentwicklung an. Und die Politik sieht das ebenfalls so: So sprach beim 25-jährigen Bestehen Ende Juni der stellvertretende Landrat des Kreises Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), über die Vorreiterrolle der Öko-Siedlung in Sachen erneuerbare Energien für den Fläming.

Der Vizelandrat lobte die Bewohner für ihren Ideenreichtum und die Zähigkeit, mit der neue Projekte angegangen würden. 100 Prozent des Wärmebedarfs und 85 Prozent des Strombedarfs produzieren die Menschen im Zegg selbst aus erneuerbaren Energien. Zudem stammt gut die Hälfte an Obst und Gemüse, die Bewohner und Gäste verzehren, aus dem eigenen Garten.

„Wenn der ganze Landkreis ökologisch so handeln würde, wie Sie es hier tun, hätten wir deutlich weniger Probleme“, sagte Stein damals. Christian Kirchner, Geschäftsführer der Bad Belzig Kur GmbH, hob in seiner Rede die Zahl der Übernachtungen und die damit einhergehenden Einnahmen für die Stadt hervor, die das Zegg mit sich bringe. „Doch vor allem“, so Kirchner, „ist es eine Bereicherung für das Denken der Menschen in diesem dünn besiedelten Landstrich.“

Von Saskia Kirf

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