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Neu und schick gegen alt und marode

Mörzer wollen einen neuen Gemeindetreff Neu und schick gegen alt und marode

Die Diskussion währte zwar nicht lange, war aber dafür um so heftiger. Nun steht fest: Die Mörzer bekommen mit einem neuen Gemeinderaum, was sie sich wünschen. Das bislang als Gemeindehaus dienende, ehemalige Schule kann dafür verkauft werden und soll etwas Geld in die Gemeindekasse spülen.

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Nur Ja-Stimmen für den neuen Gemeinderaum.

Quelle: FOTO: U. Klemens

Mörz. Genau drei Wochen lang wurde im Ortsteil Mörz der Gemeinde Planetal um das Schicksal des alten Gemeindehauses debattiert. Dass sich die Einwohner am Ende ganz ohne Gegenstimme für den Bau eines gänzlich neuen Gemeinderaumes entscheiden würden, war deshalb eine kleine Sensation. Mit 19 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen votierten sie am Mittwochabend zur einberufenen Einwohnerversammlung für diesen Schritt.

Die Einsicht, dass man sich Tradition in Zeiten leerer Gemeindekassen nicht um jeden Preis leisten könne, war stärker als der Wunsch, das über einhundert Jahre alte Gebäude weiterhin in kommunaler Hand zu behalten.

Gleich zu Beginn der Versammlung hatte sich Amtsdirektor Thomas Hemmerling dafür entschuldigt, die Mörzer mit einer Beschlussvorlage über den Verkauf des alten Gemeindehauses überrumpelt zu haben. „Eigene Betriebsblindheit“ nannte Hemmerling die Eile, den zweiten vor dem ersten Schritt zu tun. Denn das Gemeindehaus, das teils als Wohnhaus vermietet, teils als Gemeinderaum genutzt wird, könne und solle natürlich nur dann verkauft werden, wenn es einen würdigen Ersatz gäbe.

Ausführlich erläuterte Hemmerling noch einmal die Nachteile , die die zwingend notwendige Sanierung des Gebäudes mit sich brächten. Mindestens 100.000 Euro seien für die dringendsten Arbeiten notwendig. Auch dann habe man nur einen relativ kleinen und nur über Treppen erreichbaren Gemeinderaum.

Heiß diskutiert wurden Hemmerlings erste Gedankenspiele zum Neubau. „Für 70 000 Euro ist der nicht zu haben“, lautete der Einwand mehrerer Mörzer.. Auf 90.000 Euro schätzt Bürgermeisterin Karin Commichau (parteilos) die Bausumme. Das sei zum einen immer noch günstiger als die Sanierung, zum anderen wäre der acht mal zehn Meter große Neubau nicht nur größer, sondern auch zweckmäßiger, befanden am Ende fast alle.

Auch der Mörzer Gemeindevertreter Reinhard Benke (CDU), der bis zum Schluss heftig für die Sanierung des alten Gebäudes und damit der dörflichen Tradition plädiert hatte, lenkte am Ende ein. Seinen Einwand, beim Gemeindezusammenschluss sei die Unveräußerlichkeit vertraglich vereinbart worden, konnte Thomas Hemmerling widerlegen. Vereinbart sei der Erhalt eines Gemeinschafstraumes. Dem trage der Neubau Rechnung.

In der anschließenden Gemeindevertretersitzung wurde einstimmig der Beschluss zum Neubau verabschiedet.

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Von Uwe Klemens

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