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Viel Licht, Farbe und gutes Raumklima

Kleinmachnower Schulneubau pünktlich fertig Viel Licht, Farbe und gutes Raumklima

Der Neubau der Kleinmachnower Grundschule Auf dem Seeberg hat nicht nur eine bunte Fassade, sondern sieht auch innen farbenfroh aus. Dank der vielen Fenster ist es im Schulhaus ziemlich hell. Am Montag nehmen die rund 270 Schüler den Neubau am Adolf-Grimme-Ring in Besitz.

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Offenes Foyer mit Willkommensgruß: Projektbegleiter Joachim Mielke ist froh über die Kosten- und Termintreue.

Kleinmachnow. Schon jetzt drücken sich Passanten, vor allem Eltern von Erstklässlern, die Nase platt an den Fensterscheiben des Neubaus der Grundschule „Auf dem Seeberg“, der am Adolf-Grimme-Ring entstanden ist. Aber Rektorin Christiane Spaltmann bleibt hart: „Vortritt haben die Kinder. Am Montagnachmittag gibt es drei Besichtigungstermine für Eltern.“

7, 1 Millionen Euro hat der Schul-Neubau gekostet

7, 1 Millionen Euro hat der Schul-Neubau gekostet.

Quelle: Claudia Krause

Am Donnerstagnachmittag durften sich dennoch Journalisten und Gemeindevertreter das zweigeschossige Gebäude schon einmal ansehen. Es besticht durch Farbigkeit, freundliches Kiefernholz, viel Tageslicht und klare Raumstrukturen. Es ist komplett barrierefrei mit Aufzug und Behindertentoiletten ausgestattet. Getragen wird es von einem Stahlbeton-Skelett. Die Fassade besteht aus gedämmten Holzrahmenelementen mit sogenannter hinterlüfteter Fassadenbekleidung aus farbigen Faserzementplatten. Es gibt eine Fußbodenheizung, und zwei Gas-Wasserpumpen sorgen für gesundes Raumklima durch vorgewärmte Frischluft- und automatische Abluftregelung. Die LED-Lampen im Haus sind präsensgesteuert; heißt, wenn niemand mehr im Raum ist, schaltet sich das Licht nach wenigen Minuten selbst ab, erklärt Joachim Mielke, der das Projekt von Kleinmachnower Verwaltungsseite aus begleitet hat. In der Mensa, wo ein Caterer das Mittagessen ausreicht, kann die transportable Bühne aufgestellt werden. Jeder Raum im Schulhaus hat einen Bewegungsmelder, der bei ungebetenen Gästen in der Nacht Alarm schlägt und diesen zum Wach- und Schließdienst weiterleitet. Allerdings könne es auch einen Fehlalarm geben, wenn ein Blatt von der Wand fällt, räumt Mielke augenzwinkernd ein.

Das Grüne Klassenzimmer ist an der Seite zum Hochwald „eingerichtet“

Das Grüne Klassenzimmer ist an der Seite zum Hochwald „eingerichtet“.

Quelle: Claudia Krause

Dreimal vier Klassenräume bilden mit je zwei Förderräumen eine Einheit im Obergeschoss. Die Klassenzimmer bekamen Akustikdecken und Linoleum. Die sechs Förderräume sind mit Textilbelag ausgelegt, was für hörschwache Schüler besser sei. Noch lernen zwar keine derart gehandicapten Kinder in der Schule, aber als Inklusionseinrichtung müsse man gerüstet sein, so Mielke. Neue Garderobenschränke – im Unterricht trägt man dort nämlich Hausschuhe – und Behälter zum Mülltrennen sind angeschafft. Besonders stolz ist Schulleiterin Christiane Spaltmann auf die zwei elektronischen (interaktiven) Tafeln, in deren Bedienung sich die Lehrerkollegen gerade eingefuchst hätten. „Alle sind begeistert“, so Spaltmann. Das gesamte neue Schulhaus mache sie glücklich: „Es ist alles wunderbar", lobt die Rektorin, die zuvor zehn Jahre lang die Grundschule auf dem Seeberg geleitet hat. Dort hatte die kommunale Grundschule nun ausziehen müssen, weil der Eigentümer – die Berlin-Brandenburg International School – Eigenbedarf angemeldet hat.

Umgezogen zum neuen Standort ist man mit dem alten Mobiliar; nur die beiden ersten Klassen bekamen neue Möbel. Für einen sicheren Schulweg sollen ein neuer Geh- und Fahrradweg entlang der Förster-Funke-Allee, drei Zebrastreifen vor dem Schulhaus und die Einbahnstraßenregelung im Straßeneingangsbereich sorgen. Der Schulhof ist zwar jetzt etwas kleiner als der auf dem Seeberg, dafür gibt es neben der alten Tischtennisplatte auch neue Klettergeräte. Ein Novum an der Schule wird zudem ein Sozialarbeiter sein, der ein schickes Büro bekommt, in dem er sich Zeit für individuelle Schülergespräche nehmen kann. Die Stellenausschreibung läuft noch.

Aus dem neuen Bio- und Physikraum hat man einen guten Blick hinüber zum Kleinmachnower Rathaus mit Bibliothek

Aus dem neuen Bio- und Physikraum hat man einen guten Blick hinüber zum Kleinmachnower Rathaus mit Bibliothek.

Quelle: Claudia Krause
Die Garderobenschränke warten darauf, gefüllt zu werden

Die Garderobenschränke warten darauf, gefüllt zu werden. Die Schüler tragen im Schulhaus Hausschuhe. Im alten Schulgebäude hatten sie Kleidungsschränke aus Metall.

Quelle: Claudia Krause

Noch nicht gänzlich fertig sind die Außenanlagen rund um die Schule. Sie erhalten in den nächsten drei bis vier Wochen ihren letzten Schliff, kündigte Mielke an. Bis zum Samstag ist aber ein kleiner Wasserschaden im Toilettenraum des Hort-Bereiches beseitigt. Am Freitag verschwinden dort noch die Bautrockner. Katja Gruber, die Leiterin des Hortes „Am Hochwald“ mit 160 Kindern, freut sich besonders, dass sie nun acht Gruppenräume, einen mehr als früher, hat und zudem drei Nebenräume für Sport und Musik. Jetzt kann jede 4. Klasse nachmittags ihren eigenen Raum nutzen.

Fakten zum Neubau

Der Zweigeschosser ist etwa 93 Meter lang, 21 Meter breit und acht Meter hoch. Er wurde in 13 Monaten termingerecht fertiggestellt.

Das Gebäude verfügt über eine Fußbodenheizung, betrieben von zwei Gas-Wärmepumpen mit je 40 KW.

Der Neubau hat wie geplant 7, 1 Millionen Euro gekostet.

Die Schule verfügt über 12 Klassen-, sechs Förderräume sowie Fachräume für Naturwissenschaften, Computer, WAT/Kunst und Musik. Der Hort hat jetzt acht Gruppenräume.

 

Verantwortlich für den kosten- und termingetreuen Schulhausbau ist die Berliner Anes Bauausführung. Sie hatte sich als einziger Interessent auf die europaweite Ausschreibung gemeldet. Es war laut Mielke die erste ihrer Art für einen öffentlichen Bau in der Gemeinde Kleinmachnow. Mit Anbietern etwa aus Spanien hatte man ohnehin gerechnet, aber mit der hohen Bausumme war eine europaweite Ausschreibung Pflicht. Anes baute in Potsdam beispielsweise das Filmgymnasium Babelsberg und Verwaltungsgebäude für die Schlösserstiftung.


Schulleiterin Christiane Spaltmann vor der freundlichen Fassade „ihrer“ Schule „Auf dem Seeberg“

Schulleiterin Christiane Spaltmann vor der freundlichen Fassade „ihrer“ Schule „Auf dem Seeberg“. Noch werden restliche Pflasterarbeiten ausgeführt, Fahrradständer installiert und die Außenanlagen fertiggestellt.

Quelle: Claudia Krause

Der Einschulung der 42 Erstklässler am 29. August steht nun nichts mehr im Wege. Um 9.30 und 10.30 Uhr finden die Feierstunden im Bürgersaal des Rathauses statt, danach geht’s rüber ins neue Schulhaus. Dessen offizielle Einweihung soll am 9. September mit allen Beteiligten gefeiert werden.

Kleiner Wermutstropfen in Kleinmachnow: Offensichtlich haben Skateboarder schon die Mauerkonsolen vor dem Schulhaus als Rampen für ihren Sport entdeckt. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen, denn die Beschädigungen dürfen nicht weiter gehen“, sind sich Schulleiterin und Projektbegleiter einig.

Von Claudia Krause

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