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Neubau für Wiesenburger Bauhof vorgesehen

Provisorium seit fünf Jahren Neubau für Wiesenburger Bauhof vorgesehen

Der Wiesenburger Bauhof soll ein neues Domizil bekommen. Seit fünf Jahren müssen sich die Kollegen beispielsweise mangels Umkleideraum in einem Provisorium zwischen Werkbänken und Lager arrangieren. Dennoch ist zumindest die im Etat dafür geplante Summe von 440.000 Euro nicht unumstritten.

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Die Bauhof-Mitarbeiter Rainer Birkefeld und Erwin Böttcher müssen sich seit langem im Provisorium arrangieren.

Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. Die Bedingungen für die Mitarbeiter des kommunalen Bauhofes sind augenscheinlich eine Zumutung. Aufenthalts- und Umkleideraum sind praktisch nicht vorhanden. Zwischen Werkbänken und Lager müssen sich Wolfgang Eilert und seine sechs Kollegen jeweils zu Dienstbeginn und -ende arrangieren. Seit fünf Jahren hält sich das Provisorium nahe dem Bahnhof am Park inzwischen schon.

Seinerzeit hatte die kommunale Einrichtung ihren angestammten Sitz im Gewerbegebiet der „Perle des Flämings“ aufgegeben. Zum einen war die dort genutzte Lagerhalle, die dem Landgut Reppinichen gehört, einsturzgefährdet. Zum anderen sollte der Bürocontainer für dessen Biogas-Anlage weichen, deren Errichtung nun nicht mehr aktuell ist.

Fast eine halbe Million Investitionen

Nun also soll für die Brigade in Orange ein ordentlicher Betriebshof hergerichtet. 440.000 Euro sind dafür im Haushaltsplan der Gemeinde Wiesenburg/Mark vorgesehen. Es ist die größte Investition in dem Doppeletat für 2015/16. Den hat das Parlament bereits bestätigt. Die Genehmigung der Aufsichtsbehörde im Landratsamt Bad Belzig steht noch aus.

So sehr wohl Einigkeit über den Bedarf besteht, so fühlt sich insbesondere Bernd Müller (SPD) doch überrumpelt. „Darüber hätte erst einmal separat beraten und abgestimmt werden müssen“, beklagt der Wiesenburger Ortsvorsteher. Die Argumentation, dass für etwa drei Viertel des Betrages eine Förderung aus Fonds der Europäischen Union erwartet und nur dann gebaut wird, überzeugt ihn nicht. Vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage warnt er vielmehr: „Mit dieser Summe lässt sich ja schon ein stattliches Gebäude herrichten“, findet der selbstständige Unternehmer. „Dabei warten die Abgeordneten seit einem Jahr auf das Konzept, wie und wo der Bauhof in Zukunft überhaupt tätig werden soll“.

Förderung noch ungewiss

Allerdings steht der 63-Jährige mit seiner Kritik allein. Ansonsten gibt es ausschließlich Zustimmung zum Investitionsplan der Kommune. Er sieht außerdem 330.000 Euro für die Modernisierung des Fuhrparks der freiwilligen Feuerwehren vor. Denn es ist beispielsweise nur eine Frage der Zeit, dass das eigentlich schon ausrangierte LF 16, das zur Katastrophenschutzausrüstung des Bundes gehört, endgültig verschrottet werden muss. Außerdem sind ein W 50 zu ersetzen und ein Kleinbus für Mützdorf nötig. Ob es eine Förderung dafür geben wird, ist noch ungewiss. Darüber hinaus herrschen in Reihen der Floriansjünger einmal mehr unterschiedliche Auffassungen, welche Autos am besten zu den Aufgaben passen. „Das Geld für den Brandschutz zu reservieren, findet meine volle Zustimmung“, sagte Robert Pulz. „Wofür es ausgegeben wird, sollte aber nicht allein der Gemeindewehrführung überlassen werden“, hofft der Medewitzer auf parlamentarische Mitbestimmung.

Brandschutz- und energetischer Sanierung in der Wiesenburger Grundschule „Am Schlosspark“ ist hingegen vorerst eine Pause verordnet. Die insbesondere in den Umland-Dörfern mit Verwunderung registrierten Planungen für die Sanierung des Friedhofes in der Schlamauer Straße sind sogar erst einmal in eine Schublade gewandert, hat Marko Beckendorf (Die Linke) bestätigt.

Der Bürgermeister betont, dass nirgendwo Luxus bezahlt werde. Bei der Umsetzung des Gefahrenabwehrplanes gehe es vielmehr um die Erfüllung einer Pflichtaufgabe und die Ausstattung des Bauhofes sei ebenfalls nur zeitgemäß. „Umkleiden und Frühstücken in der Garage mit Streugutlager sind es definitiv nicht.“

Von René Gaffron

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