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Potsdam-Mittelmark Neue Ausstellung im Bergmann-Klinikum
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Ausstellung im Bergmann-Klinikum
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18:30 23.03.2018
Ausstellungseröffnung im Bad Belziger Klinikum: Akkordeonspieler Vladislav Urbansky, Winfried Ryzlewicz, Sven Christian Schmidt, die Galeristin Friederike Sehmsdorf und Werner Rudolf Götz (v.l.). Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

„Schlafender Vulkan“, „Traumtanz“ oder „Das jüngste Gericht“ heißen die Werke von Werner Rudolf Götz, die aktuell im Ernst von Bergmann-Klinikum in Bad Belzig ausgestellt sind. Ein gutes Dutzend Kunstinteressierter hatte sich dieser Tage auf den Weg dorthin gemacht, um den Mann kennen zu lernen, der seinen Computer als digitale Staffelei nutzt.

Seit 2010 ist der 67-jährige Berliner nach einem zweiten Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt. Die rechte Hand, die ihm seitdem noch gehorcht, lässt die Werke entstehen. Angetrieben von einem Geist, den er als wacher als je zuvor beschreibt.

Blühende Wiesen, Bergmassive und das Meer

„Kreativität ist eben nicht an gesunde Knochen und Glieder gebunden. Kreativität ist eine große Kraft des Geistes“, so Friederike Sehmsdorf von der Galerie Kunst-Kontor am Potsdamer Jungfernsee in ihrer Laudatio. Die Worte lassen die Augen von Werner Rudolf Götz auf besondere Weise strahlen, ein zufriedenes und glückliches Lachen umspielt seine Mundwinkel.

Dann rücken die Computergemälde des Künstlers, Musikers und Architekten in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. „In seine Kunst fließt ein ganzer Kosmos ein“, so Sehmsdorf während des Rundgangs. Der führt an blühenden Wiesen und Bergmassiven vorbei – bis ans Meer. Es sind von einem Farbrausch getragene, ausdrucksstarke und verträumte Werke voller Erinnerungen – die jedoch nicht nur im Leben des Künstlers eine Rolle gespielt haben müssen.

Werke von Werner Rudolf Götz hängen jetzt in den Fluren des Klinikums. Quelle: Christiane Sommer

Vielmehr zeigen die Computermalereien eine Welt voller Farben, die kein geschlossenes System darstellt, das am Bilderrahmen endet. Die Werke mit ihren weichen Konturen speisen die Fantasie des Betrachters. Es ist ein Farbspiel, welches erfreut und zugleich ermutigt.

Ein Mehrwert, von dem jetzt auch die Patienten des Bad Belziger Klinikums profitieren sollen. „Kunst in der Kombination mit Krankenhaus ist kein Selbstzweck“, gesteht dann auch Sven Christian Schmidt, der die Ausstellung eröffnet. Das Kunsterlebnis soll, so der Mediziner, Kraft schenken. Götz’ Werke, die für Lebensfreude, Hoffnung, Wärme und Geborgenheit stehen, sind dafür eine gute Wahl.

Bilder sind am Computer entstanden

Mit Blick auf das Besondere der Bilder, die ausnahmslos mit der Maustaste des Computers gemalt und mit hoher Auflösung auf besonderem Papier, so genannten Bütten gedruckt wurden, zieht der Arzt Winfried Ryzlewicz folgenden Vergleich: „Diese Technik ist etwas besonderes, fast wie in der Chirurgie.“

1951 in Bamberg geboren, fühlte sich Werner Rudolf Götz anfangs von der Schauspielerei und der Musik angezogen. Als 16-Jähriger lernte er Querflöte, Saxofon und Bassgitarre spielen. Er ging nach Berlin und stand als Bassgitarrist mit der Band „Ton Steine Scherben“ auf der Bühne. Die wilden Zeiten endeten, als die Band Mitte der 1970er Jahre nach Schleswig-Holstein zog.

Götz hielt der Stadt jedoch die Treue und arbeitete als Fotograf und Bauhandwerker. Dann studierte er Architektur – die Mutter aller Künste – und gründete mit Ehefrau Martina das Architekturbüro „Götz Architekten“. Ihre Handschrift spiegelt sich in der hiesigen Region unter anderem im Landhaus „Alte Schmiede“ in Lühnsdorf und im Niemegker „Kastanienhof“, einer barrierefreien Wohnanlage, wieder.

Von Christiane Sommer

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