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Potsdam-Mittelmark Neue Ausstellung in Lehnin zur Reformation
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Ausstellung in Lehnin zur Reformation
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00:18 26.06.2017
Ausstellungsmacher Harald Schwillus (links) und Schirmherr Ulrich Lilie (2. v. l.) bei der Ausstellungseröffnung Quelle: Christine Lummert
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Lehnin

Für die neue Sonderausstellung im Museum auf dem Klostergelände in Lehnin hat man gleich zwei Schirmherren gefunden, die sich dem historischen Ort besonders verbunden fühlen. Pfarrer Ulrich Lilie, der Präsident von Diakonie Deutschland, hob das Kloster als geschichtlich-bedeutenden Ort hervor, der „eine beeindruckende Atmosphäre verströmt, weil er tief in der Vergangenheit verwurzelt ist“. Sein Ko-Schirmherr und ehemaliger Brandenburger Landesvater Manfred Stolpe war bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch im Festsaal des Elisabethhauses noch überschwänglicher. „Ich bin ein Fanatiker für das Kloster Lehnin, das zum Loccum des Ostens werden sollte.“

So viel Enthusiasmus sei auch den Besuchern gewünscht, wenn sie die neue Sonderausstellung unter dem Motto „Liebe deinen Nächsten!“ wieder verlassen und das Gesehene einen bleibenden Eindruck hinterlassen oder gar ein Anstoß zum eigenen, zukünftigen Handeln ist.

Blick in den Stiftskindergarten um 1930. Quelle: Sammlung Hesse

Der Untertitel der Ausstellungüberschrift lautet „Ein christliches Gebot, die Reformation und das Kloster Lehnin“ und fasst die dreigliedrige Konzeption der neuen Schau zusammen, die vom Lehniner Museumsleiter Stefan Beier und Harald Schwillus, Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, erarbeitet worden ist.

Schau läuft bis zum 30. November

Die Ausstellung ist bis zum 30. November im Museum auf dem Klostergelände zu sehen.

Das Museum im ehemaligen Amtshaus ist täglich geöffnet, zu finden auf dem Klosterkirchplatz in Lehnin.

Weitere Informationen zum Museum unter www.diakonissenhaus.de

„Das christliche Gebot der Nächstenliebe ist mit dem Kloster Lehnin fest verbunden“, erklärte Schwillus. Die Zisterzienser verstanden das Bibel-Gebot als Anlass zur Hilfe für die Menschen in der Region. „Das heutige Königshaus auf dem Klostergelände diente den Mönchen damals wahrscheinlich als Hospiz oder Hospital und dieser Aspekt findet heute auf dem Klostergelände in vielfältiger Weise seine Fortsetzung.“

So geht der Blick in der Ausstellung im Zisterzienser-Museum auch zuerst auf die Bibelworte und die Geschichte vom guten Samariter. Die praktische Umsetzung wurde bis zur Reformation und der Auflösung des Klosters von den Zisterzienser-Mönchen geleistet.

Das Tetzeltor war einst der Eingang zum Kloster, hier um 1930. Quelle: Sammlung Hesse

Die Wiederbelebung dieser Hilfe für den Nächsten setzte mit der Gründung des Diakonissenhauses Luise-Henrietten-Stiftes im Jahre 1911 wieder ein und als Beispiel steht symbolisch ein Fahrrad in der Ausstellung mit dem die Diakonissen zu hilfebedürftigen Menschen unterwegs waren.

Wie die Nächstenliebe heute auf dem Klostergelände gelebt wird, erzählen in audiovisuellen Installationen fünf Frauen, die in Hospiz, Krankenhaus, Kindergarten, Altenhilfezentrum und Diakonischem Werk tätig sind.

Die Ausstellung soll aber auch ein Aufruf zum Dialog sein, denn die Frage „Wer ist mein Nächster?“ wird auch den Museumsbesuchern gestellt. „An einer Pin-Wand haben wir einige Interpretationsbeispiele gegeben und wir hoffen, dass einige Besucher sich die Zeit nehmen und selbst eine Antwort an diese Wand heften“, sagte Schwillus.

Von Christine Lummert

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