Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Symbiose aus Architektur und Kunst

Stahnsdorf Symbiose aus Architektur und Kunst

„Durchzug“ hat die Künstlergruppe „ArtEvent“ ihre aktuelle Ausstellung überschrieben, die seit Samstag in Stahnsdorf, Ruhlsdorfer Straße 1, zu sehen ist. Der Titel ist zweideutig, denn die Künstler ringen derzeit darum, das Haus als Kulturstätte nutzen zu können. Bei der Vernissage am Samstag gab es noch keine eindeutigen Hinweise auf die künftige Nutzung des Gebäudes.

Stahnsdorf, Ruhlsdorfer Straße 1 52.39179 13.2216
Google Map of 52.39179,13.2216
Stahnsdorf, Ruhlsdorfer Straße 1 Mehr Infos
Nächster Artikel
Subbotnik im strömenden Regen

Ein Brecht-Gedicht hat die Künstlerin Frauke Schmidt-Theilig (nicht im Bild) in einem Raum des Hauses an die Wand gebracht.

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Stahnsdorf. . Von einer „Symbiose aus alter Architektur und zeitgenössischer Kunst“ sprach Doris Patzer, Kulturreferentin für Potsdam-Mittelmark, bei der Eröffnung der Ausstellung „Durchzug“ der Künstlergruppe „ArtEvent“ am Samstag in der Ruhlsdorfer Straße 1 in Stahnsdorf. „Zukunft braucht Herkunft“, erklärte sie in Bezug auf den Spielort der Künstler, die vor zwei Wochen begonnen hatten, das umstrittene Gebäude mit Kunst zu füllen. Vom Keller bis zum Dachgeschoss wurden Spuren hinterlassen, Wände bemalt, Löcher geschlagen, Installationen aufgehängt, auch Performances finden statt. Kunst und Kultur seien ein wichtiger Bildungsauftrag, und solche Orte der Reflektion und Selbstreflektion seien heute auch Orte der Integration, so Patzer. „Die Künstler haben einen solchen Ort gesucht und ihn diesmal hier in Stahnsdorf gefunden.“ Bereits zum 17. Mal präsentiert die Künstlergruppe „ArtEvent“ sich und ihre Werke in der Region. Neun ständige Mitglieder und drei Gäste sind in diesem Jahr mit dabei.

Noch ist allerdings komplett unklar, ob es sich tatsächlich nur um einen vorübergehenden „Durchzug“ der Kultur in dem Gebäude handelt, oder ob sie dort eine längerfristige Heimat finden wird. Die Gemeinde hatte das leerstehende Haus an einen Privaten verkaufen wollen, doch immer wieder waren verschiedene Nutzungsmöglichkeiten durch die Kommune selbst in die Diskussion gebracht worden, etwa auch als Seniorentreffpunkt. Aktuell wird überprüft, ob die Kreisvolkshochschule (KVHS) in dem Haus ihr Zuhause finden könnte. Indra Kühlcke, Leiterin der Bildungseinrichtung, die sich bei der Vernissage von „Durchzug“ einen ersten Eindruck von den Räumen machte, fand diese charmant und erklärte, dass der Prüfvorgang derzeit aber noch ganz am Anfang und noch länger keine Entscheidung zu erwarten seien. Auch Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) ließ bei seiner Eröffnungsrede alles offen, erklärte aber: „Wir werden sehen, welche Rolle in der Kunst dieses Haus in Zukunft in Stahnsdorf noch spielen wird.“ Gegenüber der MAZ betonte er, dass die Gemeinde auf jeden Fall auf die Möglichkeit einer gelegentlichen künstlerischen Nutzung bestehen werde – auch wenn das Haus verkauft werden sollte. Bei einer Nutzung durch die KVHS bleibe es öffentlich zugänglich. „Aber jetzt sollen sich erst einmal alle Stahnsdorfer ein Bild von dem Haus machen und dann sehen wir, wie diese es an- und wahrnehmen.“

Die Ausstellung findet bis 28. Mai statt und kann von Freitag bis Sonntag sowie an Christi Himmelfahrt von 15 bis 19 Uhr besucht werden. Außerdem nach Vereinbarung unter der Rufnummer 0177/5 27 77 04. Freitag, 19., und Samstag, 20. Mai: Clubfilmabend (19 Uhr); Samstag, 27. Mai: Duke Brass Konzert (19 Uhr); Sonntag, 28. Mai: Finissage (15 Uhr) mit „Gebietsneurose“ Performance von Gunhild Kreuzer.

Von Konstanze Kobel-Höller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg