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Neue Broschüre zum Jubiläum geplant

Heimatverein Geltow Neue Broschüre zum Jubiläum geplant

Vor 25 Jahren hat sich der Heimatverein Geltow auf die Fahne geschrieben, den Ort, der manchmal im Schatten von Potsdam untergeht, bekannter zu machen. Daran halten die 18 Mitglieder auch heute noch fest. Für Geltows 1025. Geburtstag im kommenden Jahr ist eine neue Broschüre geplant. Aktuell zeigt der Verein, wie viel Kreativität in den Dorfbewohnern steckt.

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Hartmut Wiegemann teilt sich den Vorsitz des Heimatvereins Geltow seit Herbst 2016 mit Lisa Stoof.

Quelle: Luise Fröhlich

Geltow. Historisch gesehen war Geltow schon immer ein wichtiger Punkt auf der Landkarte, denn der Ort bildete den Abschluss der Insel Potsdam. Heutzutage stehe das Dorf mit knapp 4000 Seelen aber häufig im Schatten des großen Bruders. „Wir wollen Geltow wieder bekannter machen und es aus diesem Schatten herausholen“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, Hartmut Wiegemann. Seit Herbst vergangenen Jahres leitet er den Verein gemeinsam mit der Gemeindevertreterin Lisa Stoof. Der Vorgänger war das Gründungsmitglied Manfred Uhlemann, der den Vorsitz altersbedingt aufgegeben hat. „Ich bin aus Wildpark-West, deshalb habe ich gesagt, dass noch jemand aus Geltow dabei sein muss“, so Wiegemann. Lisa Stoof erklärte sich bereit.

Am 16. März 1992 fanden sich in der damaligen Gaststätte „Grüner Baum“ 28 Menschen zusammen, um einen Heimatverein für Geltow zu gründen und ihm eine Satzung zu geben. Der heutige Ortsvorsteher Heinz Ofcsarik hat ihn ins Leben gerufen. Fünf Gründungsmitglieder sind jetzt noch aktiv dabei, haben den Aufbau und die Entwicklung des Vereins mitgestaltet und sind mit ihm 25 Jahre älter geworden. Derzeit hauchen 18 Mitglieder dem Verein Leben ein. Die Tendenz ist sinkend, wie Hartmut Wiegemann berichtet. „Viele Ältere sind nicht mehr dabei. Oft ist es ja so, dass man erst im Rentenalter auf die Idee kommt, sich zu engagieren“, sagt er. Interessierte seien daher gern gesehen und es müssen nicht nur Ur-Geltower sein. „Neue Leute bringen neue Ideen mit“, sagt Wiegemann Er selbst ist seit etwa sechs Jahren dabei und war vor zehn Jahren nach Wildpark-West gekommen. Davor lebte er in Kyritz.

Seltene Hobbys und Handwerke aus Geltow

Der Heimatverein bezog vor vier Jahren seinen Raum neben der Gaststätte „Grashorn“. Einst war dort die Bäckerei von Alwine Rottstock ansässig. Der Frau soll auch die Mühle auf dem benachbarten und gleichnamigen Berg gehört haben. Vorher war die Vereinsstätte im Gemeindehaus. Etwas beengt stehen nun auf der einen Seite des Raumes Exponate, also historische, gesammelte Werke wie Geschirr oder Kleider. Auf der gegenüberliegenden Seite zeigt eine aktuelle Ausstellung Teile der Mineraliensammlung des Geltowers Klaus Franke. Neben farbenfrohen Kieselsteinen, deren vielfältige Musterungen einzigartig sind, zeigt er auch eine Laborschleifmaschine und Schleifmittel. Damit behandelt Klaus Franke die Steine. Diese Ausstellung reiht sich in die Serie „Seltenes Hobby in Geltow“ des Heimatvereins ein und ist noch bis zum 3. Oktober immer sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Im vorigen Jahr stellte der Verein mit Arbeiten aus der Kunstgusswerkstatt von Jürgen und Andreas Wurziger „Seltenes Handwerk in Geltow“ aus. Gerne würde der Heimatverein auch an zwei Tagen in der Woche die Türen für Besucher öffnen, aber das sei zu aufwendig und von den ehrenamtlichen Mitgliedern nicht zu stemmen. Allein jemanden für die Betreuung am Sonntag zu finden, sei schon manchmal schwierig.

Der Sitz des Heimatvereins

Der Sitz des Heimatvereins.

Quelle: Luise Fröhlich

Für das kommende Jahr, wenn Geltow 1025 Jahre alt wird, plant der Verein bereits eine besondere Veröffentlichung, mit der die Heimatgeschichte wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden soll, so Hartmut Wiegemann. Eine Broschüre mit dem Namen „Die Glanzlichter Geltows“ sollen die schönsten Sehenswürdigkeiten in Wort und Bild zusammenfassen. Während der Heimatverein Ferch zur 700-Jahr-Feier eine neue Auflage der Chronik herausgibt, entschied man sich in Geltow dagegen. „Es ist schon so viel geschrieben worden, wir wollten eher mal zeigen, was hier im Ort sehenswert ist“, berichtet Wiegemann. Mit dabei sein werde auf jeden Fall die Baumgartenbrücke, der Gallin in Wildpark-West und auch die Entstehung von Neu-Geltow. Mit solchen Jubiläumsfeiern hat man in Geltow schon Erfahrungen gesammelt. Denn der erste Höhepunkt des Vereins war die Vorbereitung und Mitgestaltung der Feier anlässlich des 1000-jährigen-Bestehens im Juni 1993. Dazu gab es eine Fotoausstellung, die einen Einblick in das Leben der Geltower gewährte, und ein Büchlein mit dem Titel „Geliti – Geltow, 1000 Jahre Geltow, Heimatgeschichtliche Betrachtungen“.

Ausstellung der Mineraliensammlung

Ausstellung der Mineraliensammlung

Quelle: Luise Fröhlich

Enge Verbindung zur Grundschule

Seit 2007 besteht eine enge Verbindung zwischen Heimatverein und der örtlichen Meusebach-Grundschule. Mittlerweile sei es zu einer Tradition geworden, dass Schüler und Lehrer zum Heimatverein kommen, sagt Hartmut Wiegemann. Andererseits besuchen Mitglieder des Vereins auch die Veranstaltungen der Schule und leisten ihre Beiträge dazu. „Die Kinder lassen sich auch noch gut begeistern“, berichtet Wiegemann.

Wie alles begann

Zunächst hatte der Verein keine eigene Heimstatt. Zwischen 1992 und 1995 waren die Mitglieder und interessierte Bürger zu fünf historisch-naturkundlichen Rundgängen durch den Ort und Wildpark-West eingeladen.

1997
kam dann die Wende für den Heimatverein. Nach dem Umzug des Bürgermeisters in das neue Ortszentrum in Geltow wurden die Räume frei, nämlich im Mittelgeschoss der Hauffstraße 40, dem ehemaligen Sitz der Gemeindeverwaltung. Vier Räume wurden in Eigeninitiative der Mitglieder hergerichtet und mit Exponaten ausgestattet.

Von Luise Fröhlich

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