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Neue Busse auf der Strecke

Bad Belzig / Werder Neue Busse auf der Strecke

Neue Busse fürs neue Unternehmen: Die Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH löst dieses Jahr 18 ältere Wagen ab. Zunächst rollen jetzt in Dienst gestellte vier Neuwagen im Raum Werder/Havel. Offiziell wird die praktisch schon erfolgte Fusion der Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft sowie der Verkehrsgesellschaft Belzig zur Jahresmitte besiegelt – dann aber rückwirkend.

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Quelle: privat

Bad Belzig. Die Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH hat nach ihrer Fusion aus den Vorgängerunternehmen Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft (BVSG) sowie Verkehrsgesellschaft Belzig mbH (VGB) jetzt erstmals eigenständig neue Busse in Dienst gestellt. Zunächst gehen vier Mercedes-Citaro-Busse im Raum Werder/Havel auf die Strecke für das neue Konzept „Powerbus“ zur schnellen Verbindung mit der Landeshauptstadt Potsdam. Rund um Werder/Havel erwartet das Unternehmen angesichts „der deutlich steigenden Fahrgastzahlen seit Konzeptstart im Januar“ weitere Kapazitätserweiterungen, kündigt Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer der Regiobus GmbH an.

In diesem Jahr werden nach seinen Angaben noch weitere 14 neue Busse des gleichen Typs folgen. Diese kommen auf allen Betriebshöfen des Verkehrsunternehmens zum Einsatz. Die Neufahrzeuge mit einem Stückpreis von rund 250 000 Euro für Zweiachser mit bis zu 100 Plätzen beziehungsweise rund 350 000 Euro für Dreiachser mit bis zu 155 Plätzen lösen ältere Busse ab und ersetzen teils Mietfahrzeuge.

Größte Verkehrsgesellschaft des Landes

Für die Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH sind etwa 160 größere und kleinere Busse auf der Strecke.

Pro Jahr sollen die Busse insgesamt rund 9,5 Millionen Fahrplankilometer absolvieren.

Mit der Fusion will das Verkehrsunternehmen an all ihren Betriebshöfen in Potsdam, Bad Belzig, Beelitz und Brandenburg an der Havel sowie weiteren Standorten in Werder/Havel und Stahnsdorf festhalten.

Die Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH entwickelt sich zur größten Verkehrsgesellschaft des Landes Brandenburg mit rund 360 Mitarbeitern.

Die Frage des künftigen Hauptsitzes für den fusionierten Verkehrsbetrieb als Tochter des Kreises ist noch nicht abschließend geklärt.

Mit den Neuanschaffungen setze das Unternehmen die Optimierung seiner Strukturen fort. So sollen möglichst einheitliche Fahrzeugtypen die Effizienz erhöhen, indem unter anderem der Aufwand für die Werkstattlogistik reduziert wird. Ausgemustert werden auch ungeeignetere Hochbodenbusse, die von Niederflurtechnik abgelöst werden. Von der Strecke genommen werden zudem Wagen mit schlechteren Abgasnormen der Stufen 3 oder 4, erklärt der Geschäftsführer.

Jährlich rollen neue Busse auf die Höfe

Für die Effizienz-Optimierung rückt der Manager immer stärker „die Gesamtkosten über die ganze Lebensdauer und nicht nur die Anschaffungskosten“ in den Mittelpunkt. Bei der Verkehrsgesellschaft Belzig habe diese Strategie, die in der Betriebswirtschaft als „Total Cost of Ownership“ bezeichnet wird, in den vergangenen Jahren bereits „sehr gute Erfahrungen und Kennziffern zur Folge gehabt“, sagte Hennig weiter.

In der Regel schafften die bislang eigenständigen Verkehrsgesellschaften jährlich einige neue Busse an. „Im Zuge der Aufspaltung hatte die BVSG im Jahr 2015 allerdings mal ausgesetzt“, erklärt Hans-Jürgen Hennig der MAZ. Die abgelösten Fahrzeuge waren oft bis zu 15 Jahre lang im Dienst. In Einzelfällen werden sie auch früher abgelöst.

Fusion wird demnächst rückwirkend besiegelt

Die im Landkreis Potsdam-Mittelmark und in die Landeshauptstadt Potsdam verkehrenden Busse rollen bereits seit Mitte des vorigen Jahres mit grünen und blauen Farbelementen im neuen Design des Labels Regiobus Potsdam Mittelmark. Auf dem Papier lässt aber der ursprünglich zum 1. Januar geplante Zusammenschluss der Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB) mit der Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft BVSG zur neuen Regiobus-Gesellschaft noch auf sich warten. Sie soll aus juristischen und steuerlichen Gründen im ersten Halbjahr 2017 über die Bühne gehen – dann allerdings rückwirkend zum 1. Januar 2017.

Verfolgt wird das Ziel der Fusion bereits seit dem Jahre 2014. Seinerzeit ist die Havelbus-Verkehrsgesellschaft (HVG) aufgeteilt worden. Seither fahren die Mittelmärker eigene Wege. Der mittelmärkische Teil der HVG ging am 1. Januar 2015 auf die BVSG als damalige Konzerntochter über. Mit der nun laufenden Fusion mit der VGB entsteht das größte Nahverkehrsunternehmen des Landes Brandenburg.

Von Thomas Wachs

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