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Neue Chance auf barrierefreien Bahnhof

Wilhelmshorst könnte von Bundesförderprogramm profitieren Neue Chance auf barrierefreien Bahnhof

Der Wilhelmshorster Bahnhof könnte von einem neue Förderprogramm aus dem Bundesverkehrsministerium profitieren. Verkehrsminister Dobrindt will 50 Millionen Euro bereitstellen, um kleine Bahnstationen in ländlichen Raum barrierefrei zu machen. Der Bahnhof Wilhelmshorst gehört zu den Vorschlägen, die das Land Brandenburg für das Programm beim Bund eingereicht hat.

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Der Bahnhofstunnel ist an seinen beiden Eingängen nur über Treppenstufen zu erreichen.

Quelle: Archiv/OM

Wilhelmshorst. Jahrelang haben die Wilhelmshorster vergeblich darum gekämpft, dass auf ihrem Bahnhof die Barrierefreiheit hergestellt wird. Jetzt eröffnen sich dafür neue Chancen. Wie Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein (SPD) mitteilte, gehört die Wilhelmshorster Station zu den 20 Problembahnhöfen, die Brandenburg an den Bund gemeldet hat. Es geht dabei um Geld aus einem Modernisierungsprogramm für Bahnstationen im ländlichen Raum, das Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am 31. Juli angekündigt hat. Der Bund will 50 Millionen Euro geben, um kleine Stationen mit weniger als 1000 Ein- und Aussteigern pro Tag barrierefrei zu machen.

Neues Programm für kleine Bahnhöfe

Zu den kleinen Bahnhöfen , die das Land Brandenburg beim Bund für die Herstellung von Barrierefreiheit angemeldet hat, gehören neben der Wilhelmshorster auch die Saarmunder und Seddiner Bahnstation.

Auf der Vorschlagsliste des Landes stehen außerdem unter anderem die Stationen in Baruth, Großbeeren und Thyrow im Landkreis Teltow-Fläming.

Die Länder müssen bis Herbst 2015 geeignete Projekte anmelden. Angesichts des enormen Investitionsbedarfes an Bahnhöfen im ländlichen Raum fordert Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein (SPD) schon jetzt, das 50-Millionen-Programm aufzustocken.

Bei Neu- und Umbauten von Bahnhöfen mit weniger als 1000 Nutzern je Tag muss die Deutsche Bahn n die Barrierefreiheit nicht herstellen. Deshalb sind es meist die kleinen Bahnhöfe, die voller Barrieren stecken. Die Deutsche Bahn hatte sich 2007 auch beim Bau des Fußgängertunnels am Wilhelmshorster Bahnhof auf diesen Richtwert berufen. Die Unterführung, die zu den Bahnsteigen führt, blieb daher wegen ihrer vielen Stufen am Ein- und Ausgang eine schwer zu nehmende Hürde für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen. Seit Jahren kämpfen die Wilhelmshorster um eine behindertengerechte Nachrüstung, zumal der Tunnel auch ein Weg ist, der den Norden des Ortes mit dem Süden verbindet. „Wir begrüßen das Programm sehr“, sagte Ortsvorsteher Gerd Sommerlatte. „Der Ortsbeirat hat die Verwaltung bereits beauftragt, Fördermittel zu beantragen.“ Zugleich sprach sich das Gremium dafür aus, in den Gemeindehaushalt 30 000 Euro einzustellen – für eine Untersuchung, welche Möglichkeiten es zur Herstellung der Barrierefreiheit gibt. Denkbar sind zwei Lifte – einer am Ein- und einer am Ausgang.

Andrea Wicklein hält die 50 Millionen Euro, die bundesweit eingeplant sind, freilich für eine zu geringe Fördersumme. „Hier muss vom Bundesverkehrsministerium nachgelegt werden“, sagte sie.

Von Jens Steglich

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