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Potsdam-Mittelmark Neue Chance für Werders altes Kino
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Chance für Werders altes Kino
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17:11 14.07.2015
Gösta Oelstrom will das Kino schon im Oktober wieder eröffnen. Quelle: Köster
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Werder

Er gehörte zu den Mitbegründern von TV Berlin, dreht für die ARD-Fernsehsendung „Brisant“, ist bei der Berlinale und beim Filmfestival in Cannes fest etabliert. Nun aber ist Fernsehproduzent Gösta Oelstrom vor allem am Umziehen, denn er will Werders historischem Kleinstadtkino nach monatelanger Auszeit wieder neues Leben einhauchen. „Ich habe das Haus zu einem fairen Preis ab Juli mieten können und mir damit einen lang gehegten Wunsch erfüllt“, sagt Oelstrom.

Das Gebäude stand sogar zum Verkauf, doch Oelstrom war in erster Linie wichtig, das Kino zu erhalten und zu betreiben. Dem Charme des 1940 erbauten Denkmals und dessen Einrichtung in den ehemaligen Fontane-Lichtspielen konnte er einfach nicht widerstehen, auch wenn vor der Eröffnung noch viel Arbeit zu erledigen ist. Und bis dahin müssen mindestens 10 000 Euro in die Umgestaltung investiert werden.

„Zuerst möchte ich die Küche erneuern und im Foyer das Mediencafé öffnen. Im Oktober soll die erste Veranstaltung im künftigen Kulturpalast über die Bühne gegen“, sagt der sympathische überhaupt nicht abgehobene Fernsehproduzent. Auf das Kino sei er gestoßen, als er mit seiner Freundin im Internet eine neue Wohnung suchte, denn das Paar erwartet im August Nachwuchs. Entdeckt hat der künftige Papa am Computer sein Kino mit besonderem Flair, die richtige Wohnung für Drei fanden er und seine Freundin nicht. „Ich bin gerade dabei eine Firma zu gründen, denn ich will das Haus als Kulturpalast führen und nicht nur Filme zeigen“, sagt Oelstrom. Er schließt nicht aus, dass er alsbald auch mit seiner Firma in Blankenfelde-Mahlow nach Werder zieht, weil sich das Kulturhaus und die Fernsehproduktion an einem Standort optimaler führen lassen.

Noch stapeln sich hinter der markanten Fassade mit Rundbögen und großzügiger Freitreppe in der Eisenbahnstraße die Kisten. Denn der bisherige Betreiber Knuth Steenwerth ist noch nicht ganz ausgezogen und der neue Mieter nicht komplett angekommen. Für die Umgestaltung sucht der neue Mieter noch Förderer und hofft, dass auch die Stadt Werder sich für seine Pläne begeistern lässt.

Weil der Fernsehproduzent seit Jahren im In- und Ausland dreht und nicht wenige prominente Künstler kennt, will er diese auch gerne nach Werder locken, zum Filmgespräch, Konzert, Comedy-Veranstaltung oder zur Lesung. Auch ein Fernsehstudio unter dem Dach der alten Lichtspiele hält er neben vielen Filmvorführungen für nicht ausgeschlossen. Bei so vielen neuen Ideen können es die Werderaner kaum erwarten, dass sich nach Monaten der Stille im Denkmal wieder der Vorhang auf der Bühne öffnet.

Der bisherige Betreiber hatte bis zum Schluss gehofft, mit einem Kulturverein und Unterstützung der Stadt das Kino wirtschaftlich unterhalten und die Sanierungen finanzieren zu können. Doch im Herbst 2014 dann die Botschaft, dass der Förderverein den Betrieb einstellt. Das Kino stand seit dem zum Verkauf, bis es der Fernsehproduzent Gösta Oelstrom bei seiner Wohnungssuche entdeckt hat. Nun soll alles ganz schnell gehen. Oelstroms will, dass sein Traumkino nicht länger leer steht, es bei den Werderanern nicht in Vergesenheit gerät und die Stadt wieder um eine Attraktion reicher wird.

Von Regine Greiner

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