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Neue Chefs für die Hasenbande

Brück Neue Chefs für die Hasenbande

Die seit sieben Jahren von einem christlichen Elternverein geführte Kindertagesstätte „Hasenbande“ in Brück erhält auf eigenen Wunsch einen neuen Träger. Ab Januar 2018 soll die Johanniter-Unfallhilfe dort Regie führen. Die Pläne zum Ausbau des Dachgeschosses in der kommunalen Immobilie werden unvermindert weiter verfolgt.

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Engagierte Eltern in der Brücker Kita „Hasenbande“: Beim Tag der offenen Tür voriges Jahr lässt sich Lydia Leisker (5) von Kathrin Stumpp, einer Mutter, schminken.

Quelle: Thomas Wachs

Brück. Ab Januar soll die Johanniter-Unfallhilfe in der Brücker Kindertagesstätte „Hasenbande“ Regie führen. Das ist der Wunsch des christlichen Elternvereins, der seit 2010 die stetig gewachsene Tagesstätte betreibt. Die Elterninitiative hatte sich voriges Jahr bewusst auf die Suche nach einem professionellen Träger begeben. Bislang laste die Hauptarbeit auf dem vierköpfigen, ehrenamtlichen Vorstand sowie auf Kita-Leiterin Ulrike Junge, die entlastet werden sollen. „Diese Lösung soll für Eltern, Erzieher und Kinder mehr Kontinuität und Sicherheit in der täglichen Arbeit bringen“, sagte Almut Kautz, die Vorsitzende des seit 2009 aktiven Trägervereins „Elterninitiative Christliche Kindertagesstätte Brück“ schon im April gegenüber der MAZ. Von da an wurden Gespräche mit mehreren Interessenten aus kirchennahen Stiftungen sowie Verbänden gesucht.

Personal und Konzept bleiben erhalten

Maßgabe waren die Übernahme des Personals und die Fortführung des bisherigen Konzeptes. „Das ist bei der Johanniter-Unfallhilfe gegeben“, sagte Almut Kautz jetzt in der Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend-, Familien- und Sozialpolitik der Stadt. „Ein christlicher Wohlfahrtsverband und eine christliche Kindertagesstätte passen auch für uns gut zusammen“, sagte Ralf Boost aus Potsdam, Regionalvorstand der Johanniter-Unfallhilfe. Nach der Prüfung von Unterlagen und Wirtschaftlichkeitsanalysen im zurückliegenden Jahr werde nun eine konkrete Trägervereinbarung angestrebt, um das Haus am 1. Januar 2018 zu übernehmen, erklärte er in Brück.

Vereinschefin Almut Kautz (li) und Kita-Leiterin Ulrike Junge führen den christlichen Kindergarten „Hasenbande“ in Brück bisher

Vereinschefin Almut Kautz (li.) und Kita-Leiterin Ulrike Junge führen den christlichen Kindergarten „Hasenbande“ in Brück bisher.

Quelle: Thomas Wachs

Im Land Brandenburg betreibt die Johanniter-Unfallhilfe nach Angaben von Ralf Boost bereits mehr als 20 Kindertagesstätten. Im Hohen Fläming führt der Verein seit 2006 den Kindergarten „Spatzennest“ und den Hort in Niemegk.

Eng eingebunden sei der künftig Betreiber bereits jetzt auch in die seit einiger Zeit verfolgten Pläne zum Ausbau des Dachgeschosses in der christlichen Tagesstätte in Brück. Damit soll die Kapazität um sechs Plätze erweitert werden.

Immobilie bliebt in Regie der Stadt

Finanziert wird die vom Elternverein betriebene christliche Tagesstätte „Hasenbande“ in Brück aus gesetzlich fixierten Zuschüssen des Landes, des Kreises und der Kommune zu Personalkosten sowie über Elternbeiträge.

Für die Immobilie der ehemaligen kommunalen Kita „Am Sonnenberg“ in der Straße der Jugend ist die Stadt zuständig.

Betreut werden im Krippenbereich bis zu 19 Kleinkinder. Im Kindergartenbereich werden 33 Jungen und Mädchen in offener Arbeit betreut.

Zum Team der Hasenbande zählen aktuell sechs Erzieherinnen, eine Verwaltungskraft sowie eine Köchin und ein Hausmeister.

Die Stadt Brück steht dem Trägerwechsel in ihrer weiterhin kommunalen Immobilie offen gegenüber. Immerhin trage die Kita mit aktuell 52 Plätzen dazu bei, den Engpass an Betreuungsplätzen abzufedern. Anträge für eine Baugenehmigung sowie eine umfangreiche Förderung des Projektes hat die Kommune eingereicht.

Kitaplätze werden in Brück immer knapper

Immerhin drängt die Zeit. Das machte Carola Tietz in der Ausschusssitzung deutlich. Sie ist in der Amtsverwaltung Brück für die Planung von Kindergartenplätzen zuständig. „Wir benötigen dringend Plätze, weil ab Januar 2018 alle Einrichtungen ausgelastet sein werden“, sagte Tietz. Denn die Stadt registriere viele, bislang in dem Maße nicht kalkulierte Zuzüge von Familien mit kleinen Kindern. Zudem werde mit den Entwicklungen am Immobilienmarkt in Brück-Ausbau sowie im Baugebiet „Gänsematen“ der Bedarf wachsen. Der kommunale Kindergarten „Planegeister“ fährt mit seinen 98 belegten Plätzen an der Kapazitätsgrenze. Um den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Platz zu erfüllen gebe es im Amtsgebiet lediglich noch wenige Plätze in der Kita Cammer. „Doch ist diese nicht für alle in der als zumutbar geltenden Fahrzeit von 20 Minuten zu erreichen“, erklärte Carola Tietz.

Auch die rund zur Hälfte schon mit Brücker Kindern belegten 65 Plätze der Einrichtung in Linthe seien langfristig ausgereizt, sagte die Koordinatorin. Das Problem sei auch, „dass demnächst nur wenige Kinder in die Schule wechseln.“ Zudem gebe es in Linthe schon sechs Anmeldungen allein aus der Gemeinde Mühlenfließ, für deren Kinder die Gemeinde Linthe ihr Haus voriges Jahr per Beschluss eigens wieder geöffnet hatte.

Hoffnung setzt Carola Tietz nun auch in die Pläne des Kinderfördervereins „Wir“. Er möchte an der Straße des Friedens in Brück eine Kinderbetreuung mit 30 Plätzen etablieren.

Von Thomas Wachs

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