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Potsdam-Mittelmark Neue Chronik zum Diakonissenhaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Chronik zum Diakonissenhaus
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21:10 21.08.2016
Autor Thomas Wieke. Quelle: Foto: Privat
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Teltow

Mit der Vorstellung des Buches „Alles kann anders kommen jederzeit“ am 31. August setzt das Evangelische Diakonissenhaus Berlin/Teltow/Lehnin die Veranstaltungsreihe anlässlich seines 175. Jahrestages fort.

In seinem Buch nimmt Autor Thomas Wieke den Leser mit auf eine wechselhafte und zuweilen abenteuerlich anmutende Reise durch die Geschichte des Hauses. Sie beginnt im Berlin des Jahres 1841, wo sich eine Gruppe engagierter Frauen um Prinzessin Marianne von Preußen für die Einrichtung eines Vereins zur „Besserung weiblicher Gefangener“ stark macht. Die Zeiten änderten sich, Kriege, Revolutionen und politische Systemwechsel veränderten auch die soziale Landschaft. Aus der Initiative, die sich um Häftlinge und Prostituierte kümmerte, ist das Evangelische Diakonissenhaus Berlin/Teltow/Lehnin geworden, das 175 Jahre später als großer Träger sozialer Arbeit in Berlin und Brandenburg in den Bereichen Altenhilfe, Gesundheit, Eingliederungshilfe und Bildung engagiert ist. Seinen Hauptsitz hat der Unternehmensverbund mit mehr als 2400 Mitarbeitern in der Lichterfelder Allee in Teltow.

Das Diakonissenhaus an der Lichterfelder Allee in Teltow. Quelle: C. Krause

Dem Buch als Auftragswerk liegen die vom Diakonissenhaus beauftragten Archiv- und Forschungsarbeiten zugrunde, die Rainer Bookhagen durchgeführt hat. „Bookhagen, Vorsteher von 1992 bis 2007, hat sich nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand mit Forschungsarbeiten zur Geschichte des Diakonissenhauses beschäftigt“, sagt Wieke. Außerdem konnte der Autor auf die Briefe und persönlichen Aufzeichnungen von Ulrich Scheel zurückgreifen, der von 1965 bis 1992 Vorsteher war. „Doktor Bookhagen stand für das Wissenschaftliche, ich für das Unterhaltsame. So habe ich versucht, keine Erfolgsgeschichte des 175 Jahre Schöner, Mehr, Größer und Besser zu erzählen, sondern eine Geschichte der Widersprüche, Um- und Beinahezusammenbrüche zu erzählen, durch die das Diakonissenhaus immer wieder zu neuer Stabilität gefunden hat“, so Wieke zur MAZ.

Thomas Wieke wurde 1956 in Erfurt geboren. Er studierte Musik, Ästhetik und Kulturwissenschaften. Er lernte die Arbeit im Hochschuldienst kennen, bei Zeitschriften und beim Defa-Spielfilmstudio. Seit 1984 ist er Autor und Redakteur. Seitdem publizierte er mehr als 50 Bücher, darunter zahlreiche Ratgeber, Sachbücher und Aufsätze für Zeitschriften und Rundfunkbeiträge: „Vom Etablissement zur Oper. Die Geschichte der Kroll-Oper“ (1993), „First Ladies“ (1994), „Mobilität“ (2000), „Tempel, Burgen Glaspaläste. Geschichte und Geschichten rund um das Gebäude“ (2011), „Vergiss Berlin. Eine Reisewarnung“ (2011), „Der Mensch isst nicht gern alleine. Eine kleine Kulturgeschichte“ (2013). Von 1982 bis 1994 hatte er seine „erste Berliner Periode“. Seit 1994 ist er Redakteur bei einem Ratgeber-Verlag in Hessen, seit 1998 freiberuflich tätig. Seit 2011 lebt und arbeitet er wieder in Berlin.

Info: Das Buch „Alles kann anders kommen jederzeit“ ist im Verlag für Berlin-Brandenburg erschienen und kann in der Lesung am 31. August, 18 Uhr, in der Lichterfelder Allee 45 in Teltow oder über den Buchhandel (9,90 Euro) erworben werden. Eintritt zur Lesung ist frei.

Von Claudia Krause

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