Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Neue Friedhofsordnung bringt Unruhe

Borkheide Neue Friedhofsordnung bringt Unruhe

In der Gemeinde Borkheide gibt es starken Informationsbedarf zur neuen Friedhofsordnung. Der Gemeindekirchenrat stillte diesen kürzlich bei einem Treffen mit Bürgern. Viele Fragen wurden geklärt. Zudem gab es spannende Neuigkeiten zu erfahren.

Voriger Artikel
Vier-Etappen-Fahrt durch den Regen
Nächster Artikel
Anwohner sollen über Gehweg abstimmen

Sabine Borchert leitet den Gemeindekirchenrat.

Quelle: Andreas Koska

Borkheide. Für den Borkheider Friedhof gilt eine neue Ordnung. Um Missverständnissen vorzubeugen hat der Gemeindekirchenrat zum Informationsnachmittag geladen. Über Hintergründe informiert Sabine Borchert, Vorsitzende des Gemeindekirchenrats.

Weshalb wurde eine neue Kirchenordnung notwendig?

Borchert: Um sie dem neuen Kirchengesetz der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg /Schlesische Oberlausitz anzupassen, das zum 1. Januar in Kraft trat. Auch die Gebührenordnung beruht darauf. Sie wurde neu beschlossen.

Was ist alles neu?

Vor allem die Verkürzung der Ruhefrist auf 20 Jahre. Das gilt für eine Reihengrabstätte, in der Erd- wie auch Urnenbeisetzung stattfinden können. Bei Wahlgrabstätten gelten ähnliche Regeln. Allerdings ist diese beliebig verlängerbar. Außerdem gibt es zwei Sonderformen, eine Urnengemeinschaftsanlage und eine Baumbestattung.

Worin besteht der Vorteil der beiden letzten Arten?

Hier wird die Pflege von der Gemeinde übernommen und es gibt nur einen zentralen Gedenkort, wo der Grabschmuck abgelegt werden kann. Übrigens konnten wir die Gebühren annähernd beibehalten, darin sind auch Wassernutzung und Müllentsorgung eingeschlossen.

Es gibt also genügend Platz?

Nicht ganz, das Baumfeld ist fast voll, so dass wir nach weiteren Orten suchen. Außerdem wollen wir noch weitere Bestattungsarten gestatten. So wird auch über einen Familienbaum diskutiert, um den herum eine Familie das Bestattungsrecht erwerben kann.

Was meinen Sie damit?

Obwohl es ein kirchlicher Friedhof ist, schauen wir nicht nach der Konfession, es ist ein Friedhof für aller Borkheider, also auch Atheisten, Juden oder Muslime. Hier kann jeder nach seiner Tradition beigesetzt werden. Wir werden dann entsprechende Areale ausweisen.

Warum gab es den Informationstag?

Die neue Ordnung sorgte für Unruhe. Deshalb haben wir den Tag veranstaltet, der gut angekommen ist. Es gab viele Fragen. So konnten wir Missverständnisse ausräumen. Kommunikation bringt durchaus mehr Ruhe. Das Schöne war, dass vorher ein Open Air-Gottesdienst mit einer Taufe unter den Rhododendronbüschen stattfand.

Sie wollen also auf jedem Fall den Friedhof behalten?

Ein klares Ja, der Gemeindekirchenrat will es. Es ist auch eine der wenigen Möglichkeiten, mit nicht Kirchengliedern ins Gespräch zu kommen.

Dazu passen ja auch die Besitzverhältnisse

Ja, sie sind durchaus selten. Wir sind als Pächter nur die Betreiber des Friedhofs. Grund und Boden gehören der Gemeinde Borkheide.

Von Andreas Koska

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg