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Potsdam-Mittelmark Neue Friedhofsordnung bringt Unruhe
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Friedhofsordnung bringt Unruhe
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08:16 04.10.2017
Sabine Borchert leitet den Gemeindekirchenrat. Quelle: Andreas Koska
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Borkheide

Für den Borkheider Friedhof gilt eine neue Ordnung. Um Missverständnissen vorzubeugen hat der Gemeindekirchenrat zum Informationsnachmittag geladen. Über Hintergründe informiert Sabine Borchert, Vorsitzende des Gemeindekirchenrats.

Weshalb wurde eine neue Kirchenordnung notwendig?

Borchert: Um sie dem neuen Kirchengesetz der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg /Schlesische Oberlausitz anzupassen, das zum 1. Januar in Kraft trat. Auch die Gebührenordnung beruht darauf. Sie wurde neu beschlossen.

Was ist alles neu?

Vor allem die Verkürzung der Ruhefrist auf 20 Jahre. Das gilt für eine Reihengrabstätte, in der Erd- wie auch Urnenbeisetzung stattfinden können. Bei Wahlgrabstätten gelten ähnliche Regeln. Allerdings ist diese beliebig verlängerbar. Außerdem gibt es zwei Sonderformen, eine Urnengemeinschaftsanlage und eine Baumbestattung.

Worin besteht der Vorteil der beiden letzten Arten?

Hier wird die Pflege von der Gemeinde übernommen und es gibt nur einen zentralen Gedenkort, wo der Grabschmuck abgelegt werden kann. Übrigens konnten wir die Gebühren annähernd beibehalten, darin sind auch Wassernutzung und Müllentsorgung eingeschlossen.

Es gibt also genügend Platz?

Nicht ganz, das Baumfeld ist fast voll, so dass wir nach weiteren Orten suchen. Außerdem wollen wir noch weitere Bestattungsarten gestatten. So wird auch über einen Familienbaum diskutiert, um den herum eine Familie das Bestattungsrecht erwerben kann.

Was meinen Sie damit?

Obwohl es ein kirchlicher Friedhof ist, schauen wir nicht nach der Konfession, es ist ein Friedhof für aller Borkheider, also auch Atheisten, Juden oder Muslime. Hier kann jeder nach seiner Tradition beigesetzt werden. Wir werden dann entsprechende Areale ausweisen.

Warum gab es den Informationstag?

Die neue Ordnung sorgte für Unruhe. Deshalb haben wir den Tag veranstaltet, der gut angekommen ist. Es gab viele Fragen. So konnten wir Missverständnisse ausräumen. Kommunikation bringt durchaus mehr Ruhe. Das Schöne war, dass vorher ein Open Air-Gottesdienst mit einer Taufe unter den Rhododendronbüschen stattfand.

Sie wollen also auf jedem Fall den Friedhof behalten?

Ein klares Ja, der Gemeindekirchenrat will es. Es ist auch eine der wenigen Möglichkeiten, mit nicht Kirchengliedern ins Gespräch zu kommen.

Dazu passen ja auch die Besitzverhältnisse

Ja, sie sind durchaus selten. Wir sind als Pächter nur die Betreiber des Friedhofs. Grund und Boden gehören der Gemeinde Borkheide.

Von Andreas Koska

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