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Potsdam-Mittelmark Neue Gesichter an der Oderstraße
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15:48 23.10.2013
Victor Landeta hat das Porträt von Nelson Mandela fast fertig. Als nächstes will er Albert Einstein malen. Quelle: Laude
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Teltow

Victor Landeta malt, wenn nicht gerade auf Mauerelementen, bevorzugt großformatig auf Leinwand. Auch sehr ausdrucksstarke Fotos gibt es von ihm. Seit fünf Jahren lebt er in Berlin. Wenn er auch schon einige Werke verkauft hat, lebt er aber doch vorwiegend von dem Erbe, das ihm seine Großmutter hinterlassen hat. "Berlin ist gut für die Kreativität, aber nicht für den Verkauf von Bildern", so seine Erkenntnis. Ihm fehle noch das Netzwerk.

Victor Landetas Willy-Brandt- bzw Nelson-Mandela-Bild eingerahmt von Diktatoren. Auf dem Mauerteil-Gelände sind nämlich nämlich auch Darstellungen u.a. von Robert Mugabe (l), Kim Jong-Il (M.) und Mahmud Ahmadinedschad (r) abgestellt. Quelle: Laude

In Teltow betätigt er sich im Rahmen der Mauerteil-Bemalungsaktion der Klösters Baustoffwerke. Er hofft, dass die Willy-Brandt-Stiftung an seinem Porträt des 1992 verstorbenen früheren Bundeskanzlers interessiert ist. Für das Mandela-Bild würde er sich wünschen, dass es am Checkpoint Charlie in Berlin einen Platz fände. Nach Brandt und Mandela will Landeta nun den Physiker Albert Einstein malen.

Die nummerierten Mauerteile stehen weiteren Malern zur Verfügung, um dann möglichst verkauft zu werden. Vier von dem französischen Künstler Thierry Noir bemalte Elemente werden am 9. November im Freiheitspark der südkoreanischen Grenzstadt Uijeongbu aufgestellt. Noir wird gemeinsam mit Klösters-Geschäftsführer Elmar Prost, der die Idee zu der Bemalungsaktion hatte, bei der Zeremonie in Korea selbst dabei sein.

Prost ärgert sich sehr, dass auf dem Firmengelände nicht nur Leute tätig sind, die den nötigen Respekt vor den Werken anderer haben. Das Bild "Der Geschraubte" von Ekkehard Krauß ist mit Graffiti übersprüht worden. Prost will nun erreichen, dass Polizei und Ordnungsamt häufiger ein Auge auf das Gelände werfen.

Neben den weltweit geachteten Persönlichkeiten Brandt und Mandela finden sich auf dem Gelände auch Mauerporträts von Menschen, deren Ruf mehr als zweifelhaft ist, darunter des verstorbenen nordkoreanischen Herrschers Kim Jong-Il und des simbabwischen Staatschefs Robert Mugabe. Die Bilder, die eher Karikaturen sind, entstanden aber nicht im Rahmen der Bemalungsaktion. Prost zufolge standen die Mauerteile zwar früher schon in Teltow, danach aber in Berlin, von wo sie dann zurück transportiert wurden.

Die Bemalungsaktion ist zeitlich begrenzt. In der zweiten Hälfte kommenden Jahres soll mit dem Bau des Teltower Stadthafens begonnen werden. Dafür und für die geplante Ansiedlung von maritimem Gewerbe wird auch das Gelände mit den Mauerteilen benötigt.

TELTOWER MAUERTEILE BEMALEN

Jedes bemalbare Mauerteil in Teltow trägt eine Nummer.

Wer interessiert ist, ein Mauerteil zu bemalen, kann sich mit dem Onlineformular auf www.mauerteilebemalen.de um ein Segment bewerben. Nach Abschluss des beigefügten Mustervertrages und Akzeptanz des Verhaltens- und Regelkodex, erhält der Interessent ein Mauerteil zugewiesen.

Dieses Teil steht dem Interessenten für die Dauer von sechs Monaten zum Bemalen zur Verfügung. Er kann das Mauerteil so oft bemalen, wie er will und ist auch berechtigt, das Mauerteil zum Erwerb anzubieten. Ein Verkaufserlös wird geteilt, ein Drittel, mindestens jedoch 500 Euro, erhält als Eigentümer die Baustofffirma, zwei Drittel der Interessent.

Nach Ablauf von sechs Monaten erlischt das Nutzungsrecht, wenn das Mauerteil bis zu diesem Zeitpunkt nicht verkauft werden konnte.

Von Stephan Laude

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