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Potsdam-Mittelmark Neue Kinderärztin will langfristig bleiben
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Kinderärztin will langfristig bleiben
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00:19 15.10.2017
Yvonne Kuhn leitet seit Montag das Team der Kinderarztpraxis in Treuenbrietzen, zu dem auch die beiden Schwestern Inga Klose (links) und Anja Paul gehören. Quelle: Victoria Barnack
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Treuenbrietzen

Ein wenig erinnern die Worte von Yvonne Kuhn an ein Deja-Vu. „Ich plane, lange als Kinderärztin in Treuenbrietzen zu bleiben“, sagt sie. Auch ihre Vorgängerin Gabriele Lange hatte Ähnliches angekündigt, nachdem sie die Praxis 2016 übernommen hatte. Anfang 2017 erklärte Lange in der MAZ, mindestens fünf weitere Jahre an dem Standort zu bleiben, der Teil des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Teltow-Fläming ist. Wie die Geschäftsführung des MVZ nun mitteilte, ist Gabriele Lange bereits wenige Monate später auf eigenen Wunsch vorzeitig in den Ruhestand gegangenen.

Problematisch war die Situation vor allem deshalb, weil Lange die Praxis bereits Anfang des Jahres wegen einer ansteckenden Krankheit für mehrere Wochen hatte schließen müssen (MAZ berichtete). Nun soll sich die Situation mit der Übernahme durch die junge Kinderärztin Yvonne Kuhn dauerhaft entspannen. „Auch für uns ist es wichtig, die Kinderarztpraxis in Treuenbrietzen langfristig zu etablieren“, erklärte MVZ-Geschäftsführer Enrico Ukrow.

Yvonne Kuhn ist 38 Jahre alt. Eine halbe Stunde lang fährt sie nun täglich zu ihrem neuen Arbeitsplatz. „Ich wohne in Wittenberg, wo ich bis 2016 im Krankenhaus tätig war“, sagt sie. Die gebürtige Altenburgerin hat in Leipzig studiert und ist Mutter von drei Kindern. „Der Fall meiner Vorgängerin zeigt, dass man nie genau weiß, was kommt“, gesteht sie ein, „aber ich habe vor lange in Treuenbrietzen zu bleiben.“

Neue Sprechstundenzeiten für kürzere Wartezeiten

Für die neue Kinderärztin wurden deshalb die Praxisräume umgestaltet, die Wände bekamen einen frischen Anstrich. „Schon auf den ersten Blick war mir die Situation hier zu eng“, erklärt sie. Am Montag startete Kuhn mit hellen Farben und offenen Räumen ihre neue Arbeit. Das Team ihrer Vorgängerin, bestehend aus zwei Schwestern, übernahm sie ebenso wie alle Patienten. „Für neue Patienten wäre allerdings noch Platz“, sagt sie.

Mit Yvonne Kuhn kommt auch in die Sprechstundenzeiten der Treuenbrietzener Kinderarztpraxis neuer Wind. „Wir bieten nun immer vormittags eine Akutsprechstunde an“, erklärt die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin. Damit wurden die Öffnungszeiten für Patienten ohne Termin zwar verringert. Kuhn und ihr Team erhoffen sich davon jedoch mehr Ruhe für die Patienten und generell kürzere Wartezeiten. „Das heißt nicht, dass Eltern nicht mehr kurzfristig mit ihren kranken Kindern herkommen können“, erklärt sie. Ein kurzer Anruf genüge bereits. „Die Patienten bekommen dann sofort gesagt, ob sie besser sofort oder erst in drei Stunden zu uns kommen sollten“, sagt Kuhn.

Kinderärzte sind im Durchschnitt weiblich und über 50 Jahre alte

18 Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin waren zum Jahresbeginn im Kreis Potsdam-Mittalmark tätig. Vor zehn Jahren gab es 22 Ärzte für diesen Fachbereich.

Etwa die Hälfte der Kinder- und Jugendärzte im Kreis sind 50 Jahre oder älter. Nur ein Facharzt war zum Stichtag am 31. Dezember 2016 jünger als 40 Jahre.

Die meisten Kinder- und Jugendärzte sind weiblich. Im Kreis Potsdam-Mittelmark liegt die Frauenquote wie im gesamten Land Brandenburg bei über 70 Prozent.

Von Victoria Barnack

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