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Neue Königin freut sich auf Kirschtanz

Traditioneller Machtwechsel am Jahnufer Neue Königin freut sich auf Kirschtanz

Als neue Glindower Kirschkönigin wird die 22jährige Maria Kneiphoff auf dem 19. Kirsch- und Ziegelfest am 4. und 5. Juli gekürt. Das Festkomitee stellte die Majestät in ihrem neuen Gewand am Dienstag vor. Zum Fest erwarten die Obstbauern der Region eine Kirschernte ohne große Verluste.

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Die hübsche Maria Kneiphoff ist Glindows neue Kirschkönigin.

Quelle: Julian Stähle

Glindow. Also zimperlich ist sie nicht, die neue Glindower Majestät. Bei strömenden Regen und gerade mal 12 Grad Celsius präsentierte die zarte 22-Jährige am Dienstag auf dem Obsthof Lindicke in Werder ihr neues Kleid. Auf dem 19. Kirsch- und Ziegelfest vom 4. bis 5. Juli wird Maria Kneiphoff offiziell gekürt. Die Fotografen konnten am Dienstag nicht genug von Werders einstiger Karnevalsprinzessin Maria bekommen. Und sie hielt trotz der Kälte tapfer durch.

In den Plantagen vor dem Zelt tropfte der Regen von den Früchten. Der Kirsch-Schmuck am neuen Kleid konnte also nicht in der Sonne glitzern, denn von Klärchen war weit und breit nicht ein Strahl zu sehen. Die hübsche Königin lächelte trotzdem und Fred Witschel vom Festkomitee war stolz, die neue Hoheit der Presse vorstellen zu können. Die zahnmedizinische Fachangestellte aus dem Ortsteil Petzow hatte sich wie zwei andere junge Frauen beworben und letztendlich vor der Glindower Jury durchgesetzt. Sie löst Sandra Große ab, die bis zur Wiederwahl Glindow in der Region und weit darüber hinaus vertreten hat.

„Ich freue mich auf den Kirschtanz, das neue Amt und für Glindow zu werben“, sagte Maria Kneiphoff, die sich sichtbar wohlfühlte in dem wunderschönen Gewand. Manuela Giese aus Glindow hat es wieder meisterhaft verstanden, das Kleid in den Farben der Gemeinde Grün und Rot zu gestalten. Und was das Beste daran ist, das gute Stück lässt sich in Minuten verwandeln, mal lang, mal mini oder zum roten, zart glänzenden Party-Knaller. Da waren die Kirschen im Korb an ihrer Hand fast Nebensache. Ihr Herz schlägt sowieso nicht nur für die Früchte, auch für die Feuerwehr und das Tanzen. „Und Camping-Urlaub mit in unserem alten Feuerwehr-Robur, den ich mit meinem Vater umgebaut habe, sind immer ein besonderes Erlebnis“, gesteht die Glindower Hoheit.

Kirsch- und Ziegelfest mit Umzug

Das 19. Kirsch- und Ziegelfest in Glindow wird am 4. Juli um 9 Uhr auf dem Sportplatz eröffnet. Zum Markttreiben wird ab 11 Uhr auf der Festwiese eingeladen.

Der Festumzug ab 14.15 Uhr wird vom Spielmannszug Werder angeführt.

Zum Programm gehören unter anderem Musik, Tanz, Kirschkernweitspucken, Ziegelsteinwerfen, Kirschtanz. Ausklang, 5. Juli, 17 Uhr in der Kirche.

So hübsch wie die Königin, so knackig waren am Dienstag die Kirschen in ihrem Korb. Dafür hatte der Gastgeber und Werderaner Obstbauer Stefan Lindicke mit seiner Familie gesorgt. „Obwohl es lange trocken war, jetzt reichlich regnet, hoffen wir auf eine Ernte ohne große Verluste“, sagte Lindicke. „Und bisher sieht es gut aus.“ Die neuen Kirschsorten, ob „Burlat“ oder „Bellise“, kämen bei den Kunden gut an. Die Preise mit fünf bis sechs Euro je Kilo sind nach seinen Worten insgesamt leicht gestiegen, weil durch Zahlungen von Mindestlohn und mehr Aufwendungen für die Unternehmen die Kosten gestiegen sind. Der Familienbetrieb bewirtschaftet wie weitere Höfe des Obst- und Gartenbauvereins Werder unter anderem insgesamt acht Hektar Erdbeerfelder und Kirschplantagen. „Durch Bewässerung aus unserem Brauchwasserwerk Glindow haben die Kulturen die Trockenheit gut überstanden. Wenn es nun nicht zu nass wird, können wir bis zu acht Tonnen Süßkirschen je Hektar ernten.“ Die gefürchtete Essigfliege bereitet gegenwärtig keine große Sorge. „Aber wenn der Schädling, der noch nicht ausreichend erforscht ist, in den Plantagen steckt, sind die Verluste dramatisch“, sagte Lindicke.

Von Regine Greiner

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