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Potsdam-Mittelmark Neue Nachtroute sorgt für Unruhe in Teltow
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Nachtroute sorgt für Unruhe in Teltow
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19:11 07.07.2015
Der Flugkorridor rückt näher an Teltow heran. Quelle: Andrea Müller
Teltow

Die Empfehlung der Fluglärmkommission, die Abflüge von der Nordbahn des künftigen Flughafens BER in der Nacht auf einem nördlich von Blankenfelde-Mahlow befindlichen Korridor in westliche Richtungen zu führen, hat in Teltow erhebliche Unruhe ausgelöst. Für Starts in der Zeit von 22 bis 6 Uhr sei damit empfohlen worden, die nächtliche Flugroute direkt an Teltow entlang zu führen, kritisiert die Bürgerinitiative „Teltow gegen Fluglärm“. Damit sei die Route mit den meisten Lärmbetroffenen gewählt worden, obwohl gerade in der Nacht eigentlich eine Route mit den wenigsten Lärmgeschädigten genutzt werden müsste, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative.

Antje Aurich-Haider, Vorstandsvorsitzende von „Teltow gegen Fluglärm“, kommentierte die Empfehlung der Kommission so: „Dass insbesondere in der Nacht der Fluglärm unnötigerweise soweit nach Lichtenrade und Teltow verlegt wird, ist unfassbar.“ Zwischen 22 und 6 Uhr könnte praktisch jede Kurve nördlich um Blankenfelde-Mahlow geflogen werden, da keine unabhängigen Starts notwendig seien, sagte sie. Und: „Wir werden unsere Teltower Mitbürgerinnen und Mitbürger über diese Situation informieren und rechnen spätestens mit Eröffnung des BER mit einem Proteststurm der Betroffenen. Einstweilen werden wir weitere Schritte sorgfältig abwägen“, so Antje Aurich-Haider.

Diese von der Teltower Initiative scharf kritisierte Nachtroute ist ins Spiel gekommen, nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die geplante Nachtflugroute über die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow für rechtswidrig erklärt hat und damit eine Nordumfliegung dieser Kommune bestätigte.

Umfliegen die Maschinen sie im Norden, rückt allerdings die Flugroute automatisch auch näher an Teltow heran. Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) kann den Unmut der Fluglärmgegner verstehen. Er verweist aber auch darauf, dass die Fluglärmkommision ihre Empfehlung für die neue Route mit einer klaren Forderung verbunden hat. „Wir haben nur zugestimmt unter der Maßgabe, dass eine Flugfreigabe erst ab einer Höhe von 10 000 Fuß erfolgt“, sagte Schmidt.

Soll heißen: Erst wenn die Flugzeuge die genannte Höhe erreicht haben, dürfen sie ihre Spur verlassen. „Die 10 000 Fuß werden erst hinter Potsdam erreicht“, sagte Schmidt der MAZ. Bis dahin gilt ein enger Korridor. Halten sich die Fluggesellschaften an die Maßgabe, würden sie laut Bürgermeister südlich der Ortslage Teltow vorbeifliegen.

Er sprach von dem im Moment geringeren Übel. „Ohne diese Mindestforderung könnten die Flugzeuge schon ab 5000 Fuß den Korridor verlassen. Das hätte Teltow richtig getroffen. Das wäre der schlimmste anzunehmende Fall gewesen“, so Schmidt, der noch hinzufügte: „Wir müssen streng darauf achten, dass diese Maßgabe auch eingehalten wird. Sonst haben wir nachts einen Lärmteppich über der Stadt.“

Die Stunde der Wahrheit komme freilich erst mit der Inbetriebnahme des Flughafens. „Alles was jetzt ist, ist Prognose“, so Schmidt. Eine offene Frage ist zum Beispiel, ob sich die Fluggesellschaften an Maßgaben der Fluglärmkommission halten. Teltows Bürgermeister versicherte, „dass wir in der Fluglärmkommission nach wie vor bemüht sind, miteinander so zu sprechen und zu verhandeln, dass am Ende eine möglichst geringe Fluglärmbelastung für die Bevölkerung entsteht“.

Von Jens Steglich

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