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Neue Pläne für Caputher Mitte

Eigentümer will an Investor aus Neuruppin verkaufen Neue Pläne für Caputher Mitte

Ungeduldig erwarten die Caputher den Baustart von annähernd 100 Wohnungen auf dem einstigem gut sieben Hektar großen Gärtnereigelände in der Ortsmitte. Nun soll es aber überraschend einen Eigentümerwechsel geben. Lothar Hardt plant einen Verkauf an die interessierte Prima-Unternehmensgruppe in Neuruppin. Die Wohnungen sollen bis Ende 2018 fertig sein.

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Lothar Hardt (r.) bei der Grundsteinlegung für den Markt 2013.

Quelle: Stähle

Caputh. Unweit von Caputher Schloss und See sollen seit 2014 auf einstigem Gärtnereigelände annähernd 100 Wohnungen für Familien, Singles und Senioren entstehen. Auch Geschäfte und eine Begegnungsstätte sind vorgesehen. Der Baustart im Anschluss an den neuen Rewe-Markt wird in der Gemeinde bereits ungeduldig erwartet. Doch nun ist überraschend ein Eigentümerwechsel im Gespräch, wie Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) auf Nachfrage der MAZ bestätigt. Der Eigentümer Lothar Hardt war gestern für eine Erklärung nicht erreichbar. Der Gemeinde hat aber die Prima-Unternehmensgruppe aus Neuruppin ihr großes Interesse bekundet, die Grundstücke von Hardt zu erwerben, das Areal zu erschließen und mit Wohnungen zu bebauen.

Die Verhandlungen sind offenbar schon weit vorangeschritten. Der Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft der Gemeindevertretung Schwielowsee beauftragte in der Sitzung am Mittwochabend die Verwaltung, eine Änderung des Städtebaulichen Vertrags der Gemeinde voranzutreiben, damit die noch zu gründende Prima Caputh GmbH in den nächsten Monaten das Gebiet erschließen und ab Januar 2017 die Wohnungen bauen kann. Maßgebend für die Bebauung bleibt der von den Gemeindevertretern 2013 beschlossene B-Plan. Ende 2018 soll das geplante Blütenviertel zum größten Teil fertig sein.

Eine Ansiedlung im neuen Viertel planen auch die Mittelbrandenburgische Sparkasse und weitere Geschäfte im Ort. Darüber hinaus sollen auch Kinderspielplätze das neue Wohngebiet bereichern. Für den Bau der ursprünglich geplanten Doppelhäuser interessiert sich die Beelitzer Firma Schielicke, die auch das entsprechende Grundstück erwerben will.

Hardt hatte in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Mittel in der Gemeinde investiert, aber nicht alle Vorhaben wie von ihm geplant umgesetzt. Die Bergmann-Villa an der Caputher Fähre ließ der Geschäftsmann mit viel Liebe zum Detail sanieren, doch das beabsichtigte Wohnhaus hat der Pendler zwischen Dubai und Schwielowsee dann nur selten genutzt – und schließlich verkauft. Für den Kauf des Blütenviertels hat er mehrere Monate mit der Bodenverwertungsgesellschaft des Bundes gekämpft, dann 2012 gesiegt und wie den Caputhern versprochen, zuerst den Rewe-Markt gebaut. Mit dem Architekturbüro Graft aus Berlin ließ er namhafte Entwickler das Blütenviertel auf dem Papier gestalten. Nun deutet alles darauf hin, dass die Prima-Unternehmensgruppe aus Neuruppin der Siedlung am Caputher See ein unverwechselbares Gesicht geben will. Auch der Bahnhof Geltow gehört Hardt. Er lässt ihn seit mehreren Jahren sanieren. Ob dort wie geplant ein Lokal und ein kleines Kunstmuseum entstehen kann, steht in den Sternen.

Von Regine Greiner

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