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Neue Plusbus-Linie im Hohen Fläming

Nahverkehr in Potsdam-Mittelmark Neue Plusbus-Linie im Hohen Fläming

Die Belziger und die Beelitzer Verkehrsbetriebe planen eine Neuordnung des Busverkehrs in der Region. Davon profitieren vor allem die Schüler. Doch auch Pendler und Touristen können sich freuen: zwischen Bad Belzig, Niemegk und Treuenbrietzen soll eine neue Plusbus-Linie den Verkehr aufnehmen.

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Die mittelmärkischen Verkehrsplaner setzen auf weitere Plus-Busse, um den Hohen Fläming besser zu erschließen.

Quelle: Mischa Karth

Beelitz. Die Verkehrsbetriebe in der Region wollen das Angebot an Plusbussen ausbauen und den Schülerverkehr reformieren. Das hat Hans-Jürgen Hennig, Chef der Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB) und der Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft (BVSG) am Mittwoch im Verkehrsausschuss des Kreises angekündigt.

Den Plänen zufolge soll zum Fahrplanwechsel 2017 im Hohen Fläming eine neue Plusbuslinie Bad Belzig, Niemegk und Treuenbrietzen verbinden. Die Linie 582 wird dafür in Treuenbrietzen um einige Haltestellen ergänzt, die Strecke über das Berliner Dreieck hinaus bis zum Krankenhaus verlängert.

Mit dem Plusbus durchs Land

Um sich Plusbus nennen zu dürfen, muss eine Linie mehrere Qualitätskriterien erfüllen: sie muss an Werktagen mindestens von 6 bis 18 Uhr stündlich verkehren, einen zeitnahen Umstieg zu Bahnlinien ermöglichen und auch an den Wochenenden fahren.

Bislang unterhält die Verkehrsgesellschaft Belzig drei der Plusbus-Linien. Sie verkehren jeweils stündlich und verbinden Bad Belzig mit Brandenburg an der Havel und Potsdam sowie Brandenburg an der Havel mit Lehnin.

Die Busse bieten einen niedrigen Einstieg – so sind sie auch für weniger mobile Fahrgäste gut zu erreichen. Einige Fahrzeuge sind mit WLAN und USB-Steckdosen ausgestattet.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.plusbus-hoherflaeming.de oder unter 0800/00 99 101.

Die Verbindung soll an den Werktagen bis 19 Uhr stündlich verkehren, zudem sind eine Abendfahrt und mehrere Touren am Wochenende geplant. Sie soll guten Anschluss an die Züge der Linien RE 7 und RB 33 erhalten; zudem werden wichtige Arbeitgeber wie das Gerätewerk und das Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen besser angebunden. Die Stichfahrt nach Grabow entfällt, sie soll von den Schulbussen abgedeckt werden.

Hans-Jürgen Hennig, der seit Donnerstag die VGB und BVSG leitet, zeigte sich im Ausschuss begeistert von der Planung: „Wir haben hier einen Planungsstand aus einem Guss, der ein gutes Angebot für die Fahrgäste und ein wirtschaftliches Angebot für den Hauptkostenträger, den Landkreis, darstellt.“ Die beiden Unternehmen werden im Januar 2017 zur neuen Gesellschaft Regiobus Potsdam-Mittelmark fusionieren und damit das größte Busunternehmen des Landes bilden.

Umstellung im Schülerverkehr

Mit der Einführung der Plusbuslinie geht eine Umstellung im Schülerverkehr einher. Rückläufige Schülerzahlen und die komplexen Ströme der Schüler seien die Ursache dafür, heißt es von den Verkehrsbetrieben. Hier soll die Niemegker Schule der zentrale Umsteigepunkt für alle Schüler der Region werden. Einzelne Fahrten, die wenig bis gar nicht nachgefragt würden, sollen künftig entfallen. „Konkret geht es da um den Abschnitt zwischen Hohenwerbig und Lobbese sowie um Wüstemark“, erläutert ein VGB-Sprecher auf Nachfrage.

Konkret soll für viele Schüler eine Verbesserung erreicht werden. „Ein Viertel der Schüler kann nach dieser Umstellung deutlich später aus dem Haus gehen, mehr als ein Drittel kommt früher nach Hause“, sagt ein Sprecher der VGB. Lediglich ein Prozent der Schüler müsste eine deutlich spätere Ankunft zu Hause in Kauf nehmen, davon sei wiederum nur ein verschwindend geringer Teil tatsächlich täglich von der Verschiebung betroffen.

Bessere Verzahnung der Angebote

Erreicht werden soll die Optimierung des Schülernetzes, die auch den Abbau der vielen Parallelfahrten verschiedener privater Subunternehmer vorsieht, durch eine bessere Verzahnung der Angebote der privaten Dienstleister und der Verkehrsbetriebe. Die Gespräche hierzu seien bereits abgeschlossen, die Zustimmungserklärungen der Unternehmen lägen vor, hieß es im Ausschuss.

So würden die Subunternehmer durch die Umstellung zwar wegen der wegfallenden Parallelfahrten zunächst Kilometer auf ihren Konzessionen einbüßen, doch sie sollen andere Fahrtleistungen übernehmen. Laut Planungsunterlagen werden so im Fläming am Ende mehr als 50000 Kilometer mehr von den Bussen des ÖPNV gefahren. Dies verursacht Mehrkosten in Höhe von rund 100.000 Euro für den Landkreis.

Neben den Veränderungen im Fläming ist eine Netzoptmimierung in Werder vorgesehen. Dort soll der Service für Schüler aus den umliegenden Gemeindeteilen und Ortschaften verbessert werden. Zudem sind eine Vereinheitlichung des Streckennetzes und eine Vereinfachung der komplizierten Tarife geplant. Die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich den Plänen gegenüber aufgeschlossen.

Von Saskia Kirf

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