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Potsdam-Mittelmark Neue Rettungswache bezogen
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Rettungswache bezogen
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00:31 28.03.2018
Start der Rettungswache Kleinbeeren: Stellvertretend für alle 13 Kollegen bekam Wachenleiter Christian Holl Bumen, links neben ihm Rettungsdienst-Chef Denny Mieles. Quelle: Foto: Abromeit
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Kleinbeeren

Glückliche Gesichter rundum am Freitagnachmittag in Kleinbeeren: Die neue Rettungswache auf dem Hof Dorfstraße 22 geht offiziell in Betrieb. 13 Rettungssanitäter und -assistenten haben dort nun ihr Domizil. Auf zwei Etagen stehen ihnen neben den Garagen Aufenthalts- und Sanitärräume auf 200 Quadratmetern zur Verfügung. Rund um die Uhr fahren sie von dort mit zwei Rettungswagen medizinische Noteinsätze in Groß- und Kleinbeeren, in Heinersdorf, Diedersdorf, Neubeeren und im GVZ.

Zwar war erst vor zwei Jahren die Rettungswache in Großbeeren eröffnet worden. Doch der Standort an Ärztehaus und Einkaufszentrum erwies sich als ungünstig, auch Anwohner beschwerten sich. „Obwohl die Kollegen sich so leise wie möglich verhalten“, sagt Denny Mieles, Werkleiter des Rettungsdienstes Teltow-Fläming. Er und Wachenleiter Christian Holl führen die Gäste durch die Räume, erklären, wo was untergebracht wird. Vieles funktioniert noch provisorisch, weil Möbel fehlen. Auch die Apotheke ist noch nicht komplett.

Wache nach Rettungsdienst-Wünschen hergerichtet

Mieles erzählt, die Wache sei nach den Wünschen des Rettungsdienstes hergerichtet, der Mietvertrag für vorerst zehn Jahre unterzeichnet. „Eine Baustelle erledigt“, konstatiert Mieles. „Für viele andere Wachen haben wir noch ein dickes Hausaufgabenheft abzuarbeiten“, sagt er.

Auch Kreis-Beigeordnete Dietlind Biesterfeld (SPD) und Gesundheitsamtsleiterin Silke Neuling freuen sich, andere Rettungswachen im Kreis sind wesentlich spartanischer untergebracht. Dietlind Biesterfeld vergewissert sich noch einmal: „90 Sekunden Zeit vom Piepen bis zum Losfahren? Das ist sportlich.“ Sie bekennt, das wohl nicht auf Anhieb zu schaffen. Christian Holl erklärt, wo was zu tun ist, und dass die meisten Kollegen weniger Zeit für die Notruf-Routine brauchen.

Trotz kleiner Feierstunde geht der Dienst weiter: Eine Rettungswagen-Besatzung kommt vom Einsatz: Ein Kind in Blankenfelde-Mahlow war nach einem Fieberkrampf bewusstlos. Es musste mit dem Rettungshubschrauber nach Berlin geflogen werden.

„55 Sekunden, alle Achtung“

Dann geht der Pieper erneut: Die Rettungsassistentinnen Isabell Stange und Maja Püschel lassen alles stehen und liegen, drücken den Knopf als Signal an die Zentrale, dass der Notruf angekommen ist, flitzen zu ihren Jacken, ziehen ihre Schuhe an und sind weg. „55 Sekunden, alle Achtung“, sagt Beigeordnete Biesterfeld. Um was für einen Hilferuf es sich handelt, das erfahren die beiden Rettungsdienst-Kolleginnen unterwegs.

Auf dem Hof kommt eine junge Mutter mit ihrem Söhnchen an. Dass sie jetzt die Rettungswache auf dem Hof hat, stört sie überhaupt nicht. „Die schalten doch das Signal nicht hier an, da würde es auch gar nichts nützen, sondern erst auf der Straße“, sagt die junge Frau. Außerdem seien die Anwohner Martinshörner seit DDR-Zeiten gewohnt. „Wir haben doch die Feuerwehr nebenan. Und das ist doch jetzt ganz praktisch: Wenn mit dem Kleinen was ist, haben wir’s nicht weit.“

Von Jutta Abromeit

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