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Neue Säle braucht der Ort

Fichtenwalde Neue Säle braucht der Ort

Fichtenwalde soll ein neues Begegnungs- und Veranstaltungszentrum bekommen. Die Räume im Hans-Grade-Haus sind nicht uneingeschränkt nutzbar, weil es bei Veranstaltungen immer wieder zu Konflikten mit den Mietern der darüber liegenden Wohnungen kommt. Ein Fichtenwalder Architekt hat jetzt einen Entwurf für einen Neubau erarbeitet.

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So könnte das Gemeindehaus aussehen. Der Ortsbeirat möchte aber gern noch eine Etage oben drauf haben.

Quelle: Architekturbüro Kasten

Fichtenwalde. Das bald 3000 Einwohner zählende Fichtenwalde braucht dringend ein neues Begegnungs- und Veranstaltungszentrum. Als das Hans-Grade-Haus am Marktplatz um die Jahrtausendwende gebaut und eröffnet wurde, war wohl noch nicht abzusehen, wie schnell Wohnungen im Dachgeschoss über den beiden Veranstaltungsräumen zu Konflikten zwischen Mietern und Veranstaltern führen würden. Immer wieder muss sich Ortsvorsteher Tilo Köhn (GfB/SPD) mit Beschwerden befassen. Die Gesellschaftsräume sind deshalb nur eingeschränkt nutzbar.

Darum hat der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis) den Fichtenwalder Architekten Benjamin Kasten gebeten, in Anlehnung an frühere Pläne im rechten Winkel zum Hans-Grade-Haus ein eingeschossiges Gebäude zu entwerfen. Ursprünglich sollte das Haus von zwei Seitenflügeln flankiert werden. Im Neubau sollen zwei unterschiedlich große Gemeindesäle und mehrere Funktionsräume wie eine Küche und eine Theke, ein Lager und Sanitärbereiche untergebracht werden.

„Es ist erst einmal nur eine Vision“, sagt Bürgermeister Knuth. Mit der Debatte zum Doppelhaushalt 2019/2020 Mitte dieses Jahres sollen die Beelitzer Stadtverordneten auch über dieses Projekt eingehender diskutieren. Stimmen sie dem Vorhaben prinzipiell zu, will Knuth so schnell wie möglich eine Baugenehmigung erwirken. „Die gilt dann für etwa sechs Jahre. Das verschafft uns etwas Luft, um auch die finanziellen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen“, sagt der Bürgermeister. Wie viel der Neubau kosten wird, hängt von der endgültigen Planung ab. Ein sechsstelliger Eurobetrag gilt allerdings als wahrscheinlich. Knuth ist aber zuversichtlich, das Projekt gefördert zu bekommen.

Der Fichtenwalder Ortsbeirat begrüßte in seiner ersten Sitzung in diesem Jahr den Vorstoß des Verwaltungschefs. Er schlägt allerdings ein zweigeschossiges Gebäude vor, um weitere Nutzungsoptionen zu eröffnen. „Wir bräuchten im Zentrum ein Café, und eine Tierärztin möchte in Fichtenwalde ebenfalls eine kleine Praxis eröffnen“, sagt Ortsvorsteher Köhn. Außerdem suchten etliche Fichtenwalder nach geeigneten Räumen für Familienfeiern, die aus den genannten Gründen im Hans-Grade-Haus nicht durchgeführt werden können.

Die Ortsbeiratsmitglieder haben darüber hinaus vorgeschlagen, für die endgültige Planung des neuen Gebäudes einen Ideenwettbewerb auszuschreiben, um so die optimale Lösung aus den Architekturentwürfen auswählen zu können.

Von Heinz Helwig

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