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Neue Schule und Radwege

Gemeinde Schwielowsee Neue Schule und Radwege

Die Gemeinde Schwielowsee kann trotz Haushaltsvolumen von 21 Millionen Euro nicht aus dem Vollen schöpfen. Für den Ausbau der Geltower Schule ist eine Kreditaufnahme notwendig. Um Defizite auszugleichen, muss die Gemeinde in die Rücklage greifen. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Schwielowsee wird sich in diesem Jahr auf 651 Euro verdoppeln.

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Wie die Holzbrücken müssen auch die Radwege in der Gemeinde Schwielowsee in den nächsten Jahren erneuert werden.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Schwielowsee. Die Radwege am Schwielowsee gehören zu den beliebtesten in der Region. Im Wissen darum, will und kann es sich die Gemeinde Schwielowsee als Erholungsort nicht leisten, die Strecken nicht zu erhalten und zu erneuern. In der gegenwärtigen Haushaltsdebatte hat die Gemeinde in den nächsten drei Jahren die Erneuerung der Wege einschließlich Brücken für 1,4 Millionen Euro eingeplant. Dabei setzt man aber auf eine Förderung von 1,1 Millionen Euro.

Doch die Kommune muss selbst bei einem Haushaltsvolumen von annähernd 21 Millionen Euro in diesem Jahr den Gürtel enger schnallen als in der Zeit zuvor. Zwar ist der Haushalt noch nicht beschlossen, es zeichnet sich aber ab, dass ein Loch im Etat mit einem Griff auf annähernd 1,2 Millionen Euro aus der Rücklage gestopft muss. Bis 2020 wird die Gemeinde auch auf Gelder aus der Rücklage angewiesen sein.

Um bei der Sanierung und beim Ausbau der Meusebachschule in Geltow voranzukommen, bleibt der Kommune aller Voraussicht nach nicht erspart, einen Kredit von vier Millionen Euro aufzunehmen. Die Kosten insgesamt liegen bei 6,2 Millionen Euro. Vergeblich hatte die Gemeinde auf umfangreiche Fördermittel für die Bildungseinrichtung in Geltow gehofft.

Mit den Vorhaben und den finanziellen Verpflichtungen verdoppelt sich die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde Schwielowsee auf 651 Euro. Dabei lag der Wert mit 328 Euro im Vorjahr auf dem absoluten Tiefstand seit 2005. Erschwerend kommt hinzu, dass die Schlüsselzuweisung im Vergleich zu 2016 um 200 000 Euro gesunken und gleichzeitig die Gelder an den Kreis um fast 700 000 Euro gestiegen sind.

„Aus Eigenmitteln der Gemeinde allein können unter diesen Umständen keine größeren Vorhaben finanziert werden“, sagt Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Für investive Maßnahmen stehe eine Investitionspauschale von 214 100 Euro im Planansatz. Neben der Erneuerung der Schule und von Radwegen hat die Gemeindevertretung beschlossen, dem SV Caputh einen Zuschuss von 100 800 Euro für einen Hybridrasenplatz zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus legte die Gemeinde anhand einer Analyse in der Haushaltsplanung fest, welche Straßen in den nächsten fünf Jahren abschnittsweise zu sanieren sind. Dabei schlagen allein in diesem Jahr der erste Bauabschnitt für den Kreuzungsbereich bis zum Gertrud-Feiertag-Weg unter Berücksichtigung eines sicheren Schulwegs mit Kosten von 723 000 Euro zu Buche. Auch die Straße Am Pappeltor und der Bereich Hoher Weg/ Karl-Schuch-Weg stehen auf der Liste der Straßenbaumaßnahmen.

Bei der Gewerbesteuer schließt die Gemeinde im Vergleich zum Vorjahr 500 000 Euro weniger Einnahmen nicht aus. Der hohe Ertrag im Vorjahr ergab sich durch Einmalzahlungen und Nachzahlungen von sechs Firmen aus dem Immobiliensektor, so dass die Kommune mit Fortzahlungen nicht rechnen kann.

Nach der Vorberatung in den Fachausschüssen und der Gemeindevertretung am 22. Februar, hofft Bürgermeisterin Hoppe, dass der Haushalt am 1. März beschlossen wird. Darin eingeschlossen sind Ausgaben von 80 000 Euro für die Ausgestaltung der 700-Jahr-Feier von Caputh und Ferch in diesem Jahr.

Von Regine Greiner

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