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Neue Sporthalle mit Vereinsraum und Terrasse

Nuthetal Neue Sporthalle mit Vereinsraum und Terrasse

Die Gemeinde Nuthetal baut für knapp 3,3 Millionen Euro eine neue Sporthalle. Um das Projekt war zuvor länger gerungen worden. Nun soll es in geänderter Version umgesetzt werden. Der neue Entwurf von zwei Berliner Architekten wartet mit ein paar kleinen Überraschungen auf und stößt allgemein auf Wohlwollen.

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Mit gewölbten Dach und Terrasse: So soll Nuthetals neue Sporthalle aussehen.

Quelle: Planungsbüro

Nuthetal. Die Weichen sind jetzt endgültig gestellt: Die Gemeinde Nuthetal baut für 3,28 Millionen Euro eine neue Zwei-Feld-Turnhalle auf einem Areal hinter der Aula der Otto-Nagel-Grundschule im Andersenweg in Bergholz-Rehbrücke. „Der Bauantrag wurde Ende September gestellt“, sagte Bauamtsleiter Rainer vom Lehn. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr noch loslegen können“, so vom Lehn. Er spricht von einer „Zwei-Feld-Schulsporthalle mit teilweiser Nutzung durch Vereine der Gemeinde“, realisiert werden soll das Vorhaben nun in einer geänderten Form, die allgemein auf Wohlwollen stößt. Anders als bisher ist jetzt geplant, den Vereins- und Mehrzweckraum nicht mehr in einem gesonderten Anbau unterzubringen, sondern in einer zweiten Etage über dem Sozialtrakt. In dieser oberen Etage entsteht zudem eine Terrasse mit Blick auf den Fest- und auf den Fußballplatz in der Nachbarschaft sowie eine Galerie, von der aus Besucher in die Turnhalle schauen können.

Neu ist auch, dass der Aushub, der beim Bau der Bodenplatte anfällt, energiesparend beim Turnhallenbau eingesetzt wird. Die Erde soll an der Halle angeschüttet werden und als zusätzliche Wärmedämmung dienen. „Wir sparen Abfuhr und Entsorgung des Aushubs und Energie beim Betrieb der Sporthalle“, sagte der Bauamtschef. Der neue Entwurf, der nun realisiert wird, stammt von den Berliner Architekten Ellwanger und Menzel. Sie bekamen den Zuschlag in einer zweiten Ausschreibung, nachdem die Kommune das Vergabeverfahren neu aufrollen musste – wegen der Insolvenz der Firma, die den ursprünglichen Siegerentwurf erarbeitet hatte.

In der neuen Sporthalle sollen 199 Zuschauer Platz finden. In der unteren Etage werden Umkleidekabinen, Duschen und Technikräume untergebracht. Zwischen diesem Sozialtrakt und der Zwei-Feld-Turnhalle wird es einen transparenten Gang geben, von dem aus man das Geschehen in der Halle mit verfolgen kann. Ins Obergeschoss führt ein kleiner Aufzug, damit auch Rollstuhlfahrer hoch zum Mehrzweckraum und zur Terrasse kommen. Weil die Zinsen derzeit äußerst niedrig sind, nimmt die Kommune für das 3,3-Millionen-Euro-Projekt einen Kredit auf. Etwa die Hälfte der Summe soll über das Darlehen finanziert werden, sagte vom Lehn. „So haben wir Geld frei für weitere Vorhaben.“ Der Bauamtschef rechnet für die Turnhalle mit einer Bauzeit von einem Jahr.

„Der neue Entwurf ist gut, er ist auch besser als der alte“, sagte Wilfried Jahnke (Bürger für Nuthetal), Vorsitzender des Ortsentwicklungsausschusses. Er lobte unter anderem, dass der Mehrzweckraum in die Halle integriert wird.

Um den Hallenbau war lange gerungen worden. Die neue Sporthalle wird dringend gebraucht – für den Schul- und Vereinssport. Die alte Halle ist zu klein, um den hohen Bedarf zu decken. Was nach dem Neubau aus ihr wird, steht noch nicht fest.

Von Jens Steglich

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