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Neu in den Kammerspielen: „Binas Nacht“

Kleinmachnow Neu in den Kammerspielen: „Binas Nacht“

Die Neuen Kammerspiele in Kleinmachnow haben eine neue Talkreihe erfolgreich gestartet. Erste Gäste in „Binas Nacht“ waren Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und die Synchronsprecherin Susanne Geier. In die Talkrunde sollen interessante Gäste aus der Region eingeladen werden, die nicht prominent sein müssen, aber etwas Besonderes zu erzählen haben.

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Haben in den Neuen Kammerspielen Kleinmachnow eine neue Talk-Reihe erfolgreich gestartet: Moderatorin Sabina Schalla, Geschäftsführerin Carolin Huder, Bürgermeister Michael Grubert und Synchronsprecherin Susanne Geier (v. l).

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Kleinmachnow. Mit großem Erfolg starteten die Neuen Kleinmachnower Kammerspiele jetzt ihre neue Talk-Reihe „Binas Nacht“. Sabina Schalla, bekannt als Sängerin, bat am Dienstag mehrere regionale Persönlichkeiten zum Gespräch, unterstützt von ihrer Begleiterin, der Putzhilfe Frau Kratzert (Brigitte Scherbau), und begleitet von musikalischen Zwischenspielen. Das Publikum – das Foyer war bis auf den letzten Platz gefüllt – erwies sich dabei als pflegeleicht und machte begeistert mit.

Interessiert hörte es zu, als Synchronsprecherin Susanne Geier von ihrem Weg vom Model zur MTV-Nachrichten- und Synchronsprecherin erzählte, wie sie schilderte, dass sie an einem einzigen Arbeitstag oft unterschiedlichste Rollen spricht und wie sie erklärte: „Ich habe einen Riesenrespekt vor Rollen wie der Mutter, deren Tochter entführt wurde – weil ich selbst Mutter bin.“ Natürlich wurde eine Sprechprobe gefordert, und so verwandelte sie sich in die mädchenhafte Starfire aus „Teen Titans“, bevor sie noch ganz seriös Frau Kratzert ihre Stimme für eine Szene aus „Romeo und Julia“ lieh.

„Ihr bringt ja in den Kammerspielen einiges durcheinander?“, eröffnete „Bina“ Schalla das Gespräch mit der Künstlergruppe ArtEvent, denn das Künstlerkollektiv eröffnet am Freitag um 19 Uhr mehrere Installationen in dem Veranstaltungshaus. Wandinstallationen, „Kammerflimmern“ im Kassenhäuschen, ein Kunstautomat und mehr erwartet die Gäste. Ilona Nymoen unterhielt mit einer Arie aus „Aida“ und dem Song „Summertime“, was Schalla im Anschluss mit: „Ich glaube, jeder von uns wünscht sich, mal alles einfach so rausschreien zu dürfen“ kommentierte.

Schließlich durfte noch Bürgermeister Michael Grubert (SPD) an den Kinotresen, der an diesem Abend als Bühne diente. Er erzählte von zahlreichen Umzügen in der Kindheit, seiner Zeit in Südafrika und wie er schließlich in Berlin und später in Kleinmachnow landete. Als Bürgermeister versuche er ein Lebensgefühl zu geben, „große politische Statements höre ich lieber von Herrn Gauck oder Politologen.“ Mit seiner bisherigen Amtszeit sei er insgesamt zufrieden. „Ich meine, irgendwann, wenn wir wählen, werdet ihr mir ja sagen, ob ihr das genauso seht.“

Fotos von seiner Einschulung, der Familie und als Punk – „eine kurze rebellische Phase, die eine Partynacht lang gedauert hat“ – rückten Grubert noch ein Stück näher zum Publikum, der auf dem Tresen ein bisschen wie ein Schuljunge wirkte, etwas zappelig, fast schüchtern, die Augen beim Antworten oft geschlossen, ein Mensch zum Anfassen, kein unnahbarer Bürgermeister. Dass seine Frau ihn gut erden würde, wenn er wieder einmal zu abgehobene Ideen hätte, und er dann „zu Hause schon eine gute Ansage“ bekäme, sorgte im Publikum für Sympathiebekundungen. Seine Beteiligung an der „Vom Winde verweht“-Szene stellte dann den Schlusspunkt des Abends dar: Als Rhett Buttler durfte er Scarlett O’Hara (Frau Kratzert) stürmisch umarmen und küssen. Ende der Show. Zumindest bis zum
15. November, wenn in „Binas Nacht“ die nächsten Gäste aus dem Nähkästchen plaudern dürfen.

Talkshow soll ab 2017 monatlich kommen

„Binas Nacht“ wird von der Sängerin und Schauspiel-Dozentin der Musical Manufaktor, Sabina Schalla, moderiert.

Die Talkshow findet wieder am 15. November statt und soll ab 2017 monatlich einen Platz im Veranstaltungskalender bekommen.

Als Gäste sollen Menschen aus der Region eingeladen werden, die Tolles erlebt haben, etwas Besonderes erzählen können und nicht unbedingt prominent sein müssen, sagt Kammerspiele-Geschäftsführerin Carolin Huder.

Von Konstanze Kobel-Höller

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