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Neuer Anlaufpunkt für Kinder und Eltern

Brück Neuer Anlaufpunkt für Kinder und Eltern

Der Kinderförderverein „Wir“ investiert in Brück 750 00 Euro in Projekte zur Erziehungshilfe sowie in einen zusätzlichen Kindergarten. Dazu wird derzeit direkt gegenüber der Lambertuskirche ein ehemaliges Wohn- und Geschäftsgrundstück hergerichtet.

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Noch viel zu tun: Die Pädagogen Hans Tabel und Manuela Schmidt beraten mit Bauleiter Reiner Fester und Handwerkern des Wir-Vereins (v.r.) die beiden Brücker Projekte zur Kinderbetreuung.

Quelle: Thomas Wachs

Brück . Die Infrastruktur der Stadt Brück zur Kinderbetreuung erhält zusätzliche Standbeine. Der Kinderförderverein „Wir e.V.“ erweitert dafür seine Aktivitäten im Fläming. An der Straße des Friedens 101 werden eine Tagesstätte zur Erziehungshilfe sowie ein Kindergarten etabliert. „Insgesamt investieren wir dort inklusive Ankauf und Umbau rund 750 000 Euro“, erklärte Hartmut Schultz, Geschäftsführer des Kinderfördervereins mit Hauptsitz in Brandenburg an der Havel, bei der Vorstellung des Projektes am Dienstagabend in der Sitzung des Brücker Ausschusses für Kinder-, Jugend, Familien- und Sozialpolitik. Vorbereitende Arbeiten laufen bereits.

Auftraggeber ist das Jugendamt des Kreises

Am ehemaligen Wohn- und Geschäftssitz einer Trockenbaufirma direkt gegenüber der Lambertuskirche schafft der Kinderförderverein auf dem 1700 Quadratmeter großen Grundstück zunächst die Tagesstätte zur Erziehungsbetreuung von Kindern aus der Stadt und dem Umland. Hans Tabel zeichnet für diese Einrichtung mit neun Plätzen und drei Pädagogen verantwortlich. „Im Auftrag des Jugendamtes der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark betreuen wir dort als teilstationäre Einrichtung Kinder im Grundschulalter, deren Eltern Erziehungshilfe benötigen“. Das Einzugsgebiet soll dafür künftig über die Stadt hinaus bis nach Borkheide und Borkwalde sowie nach Treuenbrietzen und Niemegk erweitert werden. „Dort werden die Klienten per Bus nach der Schule abgeholt, wochentags bis 17 Uhr bei Hausaufgaben und in Gruppenarbeit betreut sowie anschließend nach Hause gefahren“, erklärte Hans Tabel zum Konzept. „Zudem gibt es im Hause dann eine Ferienbetreuung mit Ausflügen und Fahrten sowie ganzjährig Bildungsangebote für Eltern“, so der Koordinator. „Der Start für diese Säule des neuen Angebotes des Wir-Vereins ist möglichst nach Ostern geplant“, erklärte Hartmut Schultz vor den Stadtverordneten.

Wir-Handwerker Jens Meyer bringt Farbe in die künftige Tagesstätte

Wir-Handwerker Jens Meyer bringt Farbe in die künftige Tagesstätte.

Quelle: Thomas Wachs

Ein paar Monate länger werde indes das zweite Standbein benötigen. Manuela Schmidt aus Linthe, die bislang den Paradieshort der Kleinen Grundschule Dippmannsdorf geleitet hatte, zeichnet für den Aufbau einer Kindereinrichtung mit insgesamt 30 Plätzen verantwortlich. Sie verteilen sich auf eine Eltern-Kind-Gruppe mit zwölf Plätzen sowie einen klassischen Kindergarten mit 18 Plätzen.

Café „Blubberlutsch“ gehört wie immer dazu

„In der Eltern-Kind-Gruppe geben die Experten des Wir-Vereins den betreffenden Eltern während der gemeinsamen Kinderbetreuung Unterstützung und Anleitung zur Erziehung“, erklärt Manuela Schmidt. „Dabei könnten Eltern mit Unterstützung der Arbeitsagentur Maia auch Arbeitsstrukturen vermittelt werden“, sagt die Pädagogin.

Stetig gewachsen

Der Kinderförderverein „Wir“ ging nach der politischen Wende 1990 in der Stadt Brandenburg an der Havel aus einer Elterinitiative zur Kinderbetreuung im Umfeld der evangelischen Kirche hervor.

Erstes Projekt war eine Tagesstätte in einem Wohngebiet der Havelstadt.

Der Verein ist in seiner 25-jährigen Entwicklung stetig gewachsen. Heute betreibt er in der Stadt Brandenburg und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark elf Einrichtungen mit insgesamt 650 Kindern sowie eine kleine Schule und Tagesstätten zur Erziehungshilfe.

Im Hohen Fläming ist der Wir-Verein Träger von Kindereinrichtungen in Bad Belzig und Lütte.

Für die Eltern-Kind-Gruppe und den Kindergarten müssen zunächst noch rückwärtige Gebäude auf dem Grundstück saniert und im Hof ein Neubau geschaffen werden. Geplanter Start soll im Januar 2018 sein. „Wir hoffen daher auf eine zügige Bearbeitung der Baugenehmigung in der Kreisverwaltung“, sagt Wir-Geschäftsführer Hartmut Schultz.

Wie bereits an den übrigen Standorten im Kreis Potsdam-Mittelmark sowie der Stadt Brandenburg an der Havel werde es auch in Brück künftig im Sinne eines Familienzentrums ein Café „Blubberlutsch“ geben, kündigte Schultz an. Dieses dient mit wechselnden Angeboten als Begegnungsstätte für alle Generationen. Diese gibt es bereits auch in Bad Belzig. „Im Haus können Senioren dann auch mal Skat spielen“, so Schultz. Teil des Konzeptes sei es, die vielfach mit Fördergeld finanzierten Objekte auch öffentlich nutzbar zu machen.

Von Thomas Wachs

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