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Neuer Betreiber will Bismarckhöhe beleben

Werder Neuer Betreiber will Bismarckhöhe beleben

Seit mehr als zehn Jahren gestaltet die Berliner Agentur Wohlthat das Blütenfest in Werder mit annähernd 400 000 Besuchern. Nun will die Gesellschaft auch die legendäre Bismarckhöhe in der Blütenstadt im Auftrag der Stadt betreiben. Der neue Pächter möchte dem Denkmal mit weiteren Angeboten mehr Leben einhauchen.

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Veranstaltungen für alle Generationen finden im Großen Saal der legendären Ausflugsgaststätte hoch über Werder statt.

Quelle: Christel Köster

Werder. Das alljährliche Blütenfest in Werder ist legendär. Auch die Bismarckhöhe soll mehr als bisher wieder zu den beliebtesten Anziehungspunkten in der Stadt werden. „Nicht nur für mich ist der Saal der größte und schönste im Land Brandenburg. Da lohnt es sich, Visionen zu verwirklichen“, sagt Rainer Wohlthat, Geschäftsführer der gleichnamigen renommierten Berliner Veranstaltungsagentur. Der Chef kennt sich aus im Metier seit zwei Jahrzehnten und mehr als zehn Jahren als Partner der Stadt Werder wenn es um die Ausgestaltung des Blütenfestes geht.

Die Gesellschaft hat sich nach einem Interessenbekundungsverfahren der Stadt Werder nun als Pächter für das Traditionshaus zwischen Friedrichshöhe, den Schuffelgärten und Werders Weinbergen beworben. Den Vertrag mit Ronny Pietzner hat die Stadt nicht verlängert. So mancher Gast in der Stadt hatten vom bekannten Koch und seiner Servicegesellschaft mehr erwartet.

„Der neue Vertrag mit der Stadt Werder wird gerade erarbeitet. Ich bin zuversichtlich, dass wir ihn noch in diesem Jahr unterschreiben können“, sagt Wohlthat. Worauf er sich einlässt, weiß er zu gut, denn seine Gesellschaft hat in diesem Jahr bereits die Brandenburger Jungweinprobe, den Baumblütenball mit Heino und den stimmungsvollen Abi-Ball gastronomisch betreut. Nun steht in Werder die Karnevalsaison vor der Tür und wenn die Narren auf der Bismarckhöhe feiern, geht richtig die Post ab. „Der erste Blick in die Speisekarte hat schon ordentlich Appetit gemacht“, freut sich Bernd Neumann, Pressesprecher des Karnevalsclubs Werder.

Die Berliner Agentur gibt sich startklar, denn in den vergangenen Wochen hat sie mehre 10 000 Euro in die Erneuerung der Küche investiert. „Bisher sind alle Veranstaltungen gut gelaufen“, versichert Wohlthat. „Dass zum ersten Familien-Pfingstfest auf der Bismarckhöhe in diesem Jahr das Wetter mehr als miserabel war, hatten weder die Werderaner noch wir verdient. Aber auch damit muss man klar kommen“, sagt Wohlthat, der auch das Café & Restaurant Fredersdorf am Neuen Palais in Potsdam betreibt. Die Gesellschaft erhofft sich von der 700-Jahr-Feier Werders im nächsten Jahr mit Konzerten, Festen und Kulturveranstaltungen wertvolle Impulse für die Zukunft. „Im Saal können sich schließlich bis zu 500 Gäste amüsieren. Mit ausgewählten Veranstaltungen wollen wir künftig mehr Besucher anlocken. Ab Ostern soll der Biergarten freitags bis sonntags öffnen“, sagt Wohlthat. Er will die Küche und den Kiosk noch ausbauen lassen, die Bestuhlung im Außenbereich erneuern und schließt später eine kleine Gaststätte im Ensemble nicht aus. „Aber drei Jahre werden wir brauchen, bis alles geschafft ist“, gesteht der Chef. Mit dem Verein Bismarckhöhe will die Gesellschaft eng zusammenarbeiten und Veranstaltungen der Werderaner gerne gastronomisch bereichern. Die Stadt als Eigentümer des Denkmals müsse aber noch einige Reparaturen im Saal und Außenbereich erledigen. Dies bestätigt der 1. Beigeordnete Christian Große (CDU) auf Nachfrage der MAZ. „Die Stadt erwartet, dass mit dem neuen Pächter das Schmuckstück an Ausstrahlung gewinnt. Und das für Einheimische und Gäste gleichermaßen.“

Beste Aussicht seit 1896

Seit 1896 prägt die Bismarckhöhe als Ausflugslokal mit bester Aussicht das Antlitz der Stadt mit.

Die Stadt kaufte das Denkmal nach der Wende für einen symbolischen Preis.

Der Verein Bismarckhöhe unterstützt die Stadt bei der Erhaltung und Sanierung.

Die Wohlthat Entertainment GmbH veranstaltet seit Jahren die Silvesterfeier am Brandenburger Tor in Berlin und die Schlössernacht in Potsdam.

Von Regine Greiner

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