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Neuer Bildband zeigt alte Postkarten

Caputh Neuer Bildband zeigt alte Postkarten

Der Caputher Heimatverein und der Autor Heinz-Günter Steinhardt erinnern mit 204 Bildern in einem neuen Buch an die Dorfgeschichte. Schon die erste Veröffentlichung sorgte für großes Interesse bei Einheimischen und Gästen. Der neue Bildband bietet einzigartige Motive aus dem Ort, während der Betrachter gleichzeitig Interessantes über die Geschichte erfährt.

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Die Eisenbahnbrücke zu Beginn der 20er-Jahre – sie dient noch heute als Zugstrecke über das Caputher Gemünde.

Quelle: Privat

Caputh. Zu einem besonderen, anschaulichen Spaziergang durch das historische Caputh laden der Heimatverein Caputh als Herausgeber und Autor Heinz-Günter Steinhardt ein. Mit dem Bildband „Caputh wie es früher war“ wollen sie auf ihre Art die 700-Jahr-Feier des Ortsteils von Schwielowsee in diesem Jahr bereichern. Der Verkaufsstart des Buches ist für März geplant. Es ist nicht die erste Publikationen vom Verein und von Steinhardt. Bereits 2012 sorgte das Buch „Was uns die Heimat erzählt“ für großes Interesse bei Einheimischen und Gästen.

Blick vom Krähenberg nach Caputh und Potsdam um 1836 von Johann Heinrich Hintze

Blick vom Krähenberg nach Caputh und Potsdam um 1836 von Johann Heinrich Hintze.

Quelle: Roland Handrick, Schlösserstiftung Berlin – Brandenburg

Doch wer geglaubt hatte, dass der 75-Jährige nach der Arbeit an der eigenen Familienchronik und der Ortsgeschichte keine Lust mehr auf Archive und Geschichten verspürte, wurde eines Besseren belehrt. Der Kfz-Ingenieur im Ruhestand und Nachfahre aktiver Schiffer scheute erneut keine Mühen für die Geschichtsarbeit und erarbeitete einen Bildband über Caputh und zugleich seine Heimat. Unzählige alte Postkarten hatte Steinhardt zu sichten, bevor 204 Motive ausgewählt waren, die nun die Neuerscheinung schmücken.

Gaststätten, Strandbad und Schiffanleger prägten Caputh

Mit dem Blick vom Krähenberg auf Potsdam und Caputh wird der Betrachter und Leser auf einen vielseitigen Ausflug entlang der Havel und ihrer Seen eingestimmt. „Die herrliche Lage von Caputh machte schon vor mehr als hundert Jahren den Ort zu einem willkommenen Ausflugsort“, sagt Steinhardt. „Und das insbesondere als die Eisenbahnstrecke Potsdam-Beelitz am 1. Oktober 1908 fertiggestellt war, so konnten Potsdamer und Berliner Ausflügler Caputh bequem mit der Bahn erreichen.“

Wichtige Verkehrsader in Caputh ist bis heute die frühere Chausseestraße (jetzt Straße der Einheit)

Wichtige Verkehrsader in Caputh ist bis heute die frühere Chausseestraße (jetzt Straße der Einheit).

Quelle: Privat

Auch mit Fahrgastschiffen kamen viele Besucher in den heutigen Erholungsort. So prägten schon weit vor Beginn des Ersten Weltkrieges einige Ausflugsgaststätten, das Strandbad und mehrere Schiffsanleger das Antlitz von Caputh. „In dieser Zeit gab es auch schon die ersten Ansichtskarten von Caputh, die von Besuchern verschickt wurden und uns noch heute interessante Einblicke in das Geschehen früherer Jahre geben“, sagt Steinhardt.

Erinnerungen an die Geschichte des Gemündes

Der Bildband erinnert auch an die Geschichte des Gemündes, das schon zu früheren Zeiten für Caputh und den Schiffsverkehr auf der Havel sehr bedeutsam war. „Bis zur Eröffnung des Sacrow-Paretzer Kanals 1875 führte der gesamte Schiffsverkehr in Richtung Berlin durch diese Engstelle“, erzählt Steinhardt. 1853 nahm die Fähre ihren Betrieb auf und ihre Nachfolger der Neuzeit tuckern bis heute zwischen Caputh und Geltow.

Caputher Schätze mit Wort und Bild aufbewahrt

Zu den schönsten Lokalitäten am Wasser und am Caputher Gemünde gehörte neben dem bis heute beliebten Fährhaus das um 1910 von Paul Schmidt gebaute „Wirtshaus am Schwielowsee“.

Es war ausgestattet mit
schönen Veranda, einem Garten mit 60 Plätzen und einer Dampferanlegestelle.

1944
wurde es bei einem Flugzeugabsturz zerstört.

Die Weberstraße und der Krughof gehören, wie alte Landkarten zeigen, zu den ältesten Orten von Caputh.

Die Kirche wurde 1852 eingeweiht und das Schloss war seit dem 16. Jahrhundert in kurfürstlichem Besitz. Das Strandbad verdankt seine Existenz dem Bau der Bahnstrecke, die 1908 fertig war.

Von Regine Greiner

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