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Neuer Chef für die Feuerwehr

Werder Neuer Chef für die Feuerwehr

Robert Teschke (39) aus Potsdam hat am Dienstag als hauptamtlicher Stadtwehrführer Werders die Nachfolge des Ehrenamtlers Lothar Boreck angetreten, der im April 2015 in Rente gegangen war. Seitdem suchte die Stadt nach einem Kandidaten und fand ihn nun in Teschke. Am Dienstag bezog er sein Revier und verriet der MAZ, dass er sich für eins besonders einsetzen will.

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Werders neuer Stadtwehrführer Robert Teschke.

Quelle: Julian Stähle

Werder. In der Werderaner Feuerwehr weht ab sofort frischer Wind: Robert Teschke, neuer Stadtwehrführer, trat am Dienstag sein Amt in der Blütenstadt an. Nachdem Stadtbrandmeister Lothar Boreck im April 2015 in Rente ging, suchte die Stadt lange nach einem Nachfolger. Mit Teschke stellte Werder den Feuerwehrchef erstmals hauptamtlich an. Der 39-jährige Mann aus Potsdam-Drewitz hat sich vor seinem Antritt einige Gedanken gemacht und will vor allem eins: das Ehrenamt attraktiver machen.

An seinem neuen Arbeitsplatz angekommen

An seinem neuen Arbeitsplatz angekommen: Robert Teschke im Gerätehaus.

Quelle: Julian Stähle

Schon in der Schulzeit interessierte sich Teschke für die Feuerwehr und besuchte die Arbeitsgemeinschaft Brandschutz. Seine Mutter war viele Jahre bei der Feuerwehr in Wildenbruch tätig. Mit Beginn der Lehre zum Heizungsbauer im Alter von 16 Jahren trat er der Freiwilligen Feuerwehr in Drewitz bei und baute dort die Jugendfeuerwehr mit auf. Noch immer ist Teschke in Drewitz Ortswehrführer. „Das mache ich jetzt hobbymäßig“, sagt er im Gespräch mit der MAZ. „Es war immer mein großer Traum, zur Berufsfeuerwehr zu kommen, aber das hat leider nie geklappt“, erzählt Teschke. Der Posten in Werder sei eine gute Alternative.

Angemessene Würdigung für die Ehrenamtler

Der gebürtige Potsdamer ist verheiratet und hat zwei Töchter (7 und 13 Jahre alt). „Ohne den Rückhalt meiner Frau würde ich das hier nicht schaffen“, gibt Teschke zu. Am Dienstag bezog er seine beiden Büros im alten Rathaus auf der Insel und im Feuerwehrdepot in der Kemnitzer Straße. Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) begrüßte Teschke gemeinsam mit seinen künftigen Stellvertretern. „Sie hat mir viel Glück gewünscht und gesagt, dass sie sich freut, dass ich da bin“, berichtet Teschke. Dank seiner verzahne sich die Arbeit der Feuerwehr besser mit jener der Verwaltung, so Werders Pressesprecher Henry Klix. Auch deshalb sei es wichtig, einen hauptamtlichen Stadtwehrführer zu haben. Das Aufgabenspektrum ist breit gefächert. „Angefangen damit, einen Einsatz zu leiten bis hin zum Abrechnungen schreiben und Lehrgänge organisieren, ist eigentlich alles dabei“, erzählt Teschke.

Insgesamt zählt die Werderaner Wehr mit allen Ortswehren 120 Mitglieder, die im vergangenen Jahr zu knapp 200 Einsätzen ausrückten. „Ohne das Ehrenamt wäre das alles nicht möglich“, sagt Teschke. Die Werderaner Feuerwehr gelte als gut aufgestellt und schlagfertig. Das habe der neue Stadtwehrführer, seit er bei der Feuerwehr in Potsdam tätig ist, ständig gehört. Um die Arbeit der Freiwilligen mehr zu würdigen, hat er sich die Förderung des Ehrenamtes auf die Fahne geschrieben. Dafür gebe es, abgesehen von Medaillen, verschiedene Modelle. „Mit einer Ehrenamtskarte zahlen die Kameraden zum Beispiel weniger, ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder im Kino“, berichtet er. Derzeit sei er auf der Suche nach Firmen und Partnern.

Von Luise Fröhlich

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