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Neuer Chef, mehr Personal

Marko Wilke leitet Arbeitsagentur in Bad Belzig Neuer Chef, mehr Personal

Führungswechsel in der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle am Rollberg. Von Montag an steht Marko Wilke an deren Spitze. Er tritt die Nachfolge von Silvia Hoff an. Die 60-Jährige wechselt nach fünf Jahren auf dem hiesigen Posten als Teamleiterin nach Potsdam.

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Marko Wilke leitet jetzt die Arbeitsagentur-Geschäftsstelle Bad Belzig.

Quelle: MAZ

Bad Belzig. Ihr Nachfolger hat schon einige Erfahrungen gesammelt. Er war im Arbeitgeber-Service Königs Wusterhausen und seit 2013 in Brandenburg an der Havel, einschließlich Bad Belzig, tätig. Wohnhaft in Borkheide, kennt er sich im Südwesten des Kreises Potsdam-Mittelmark demzufolge gut aus. Davon verspricht sich Ramona Schröder einige Vorteile.

Nach Ansicht der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Potsdam sei das Territorium überschaubar genug, um die behördenintern traditionelle Trennung von Arbeitgeber- und -nehmer-Begleitung aufzuheben. Das ist ihrer Aussage nach einmalig in Berlin-Brandenburg. „Wer den direkten Kontakt zu beiden Seiten hat, weiß Angebot und Bedarf effektiv zusammenzuführen“, wünscht sich die Chefin nun vom Team in der Kur- und Kreisstadt.

Denn ungeachtet der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt im Hohen Fläming könnten noch Reserven erschlossen werden. So wird in den eigenen Reihen von sechs auf zehn Stellen aufgestockt. „Denn nur weil die Konjunktur läuft und die Quote daher gut ist, können die Hände nicht in den Schoß gelegt werden“, erklärt Ramona Schröder. Vielmehr sei es heutzutage anspruchsvoller denn je, Personal zu vermitteln. Die Zusammenarbeit mit den Nachbardienststellen in Lutherstadt Wittenberg und Dessau-Roßlau soll intensiviert werden.

Quote: 8,4 Prozent

Aktuell gibt es im Hohen Fläming lautStatistik 1745 Arbeitslose. Die Quote liegt bei 8,4 Prozent.
Lediglich 13 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind in einem Großunternehmen angestellt.
Im Frühjahr hatte die Arbeitsagentur-Geschäftsstelle Bad Belzig 332 offene Lehrstellen zu bieten. Allerdings nur 137 junge Leute waren auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz gewesen.

Vor allem wird jedoch das Augenmerk auf die Fachkräftesicherung gelegt. „Das ist dringend nötig“, sagt Marco Wilke. Das Problem sei hinlänglich bekannt. Noch werde aber gerade bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht genügend gegengesteuert. „In Potsdam-Mittelmark ist die Ausbildungsquote mit 3,3 Prozent am geringsten. In Berlin-Brandenburg liegt sie bei 3,7 Prozent, bundesweit ist sie deutlich besser“, weiß der Fachmann.

Ungeachtet der bestehenden Initiativen in den Oberschulen Bad Belzig und Brück, Kooperationen mit Patenbetrieben und dem Austausch in Arbeitskreisen gebe es Bedarf, die Berufswahlkompetenz zu stärken. Der 47-Jährige sieht dabei nicht nur die Jugendlichen in der Pflicht. „Mitunter heißt das für Wirtschaft und Gesellschaft, von althergebrachten Standards abrücken zu müssen“, sagt er.

Von René Gaffron

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