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Potsdam-Mittelmark Neuer Fantasy-Roman aus Wiesenburg
Lokales Potsdam-Mittelmark Neuer Fantasy-Roman aus Wiesenburg
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00:17 25.03.2017
Swetlana Neumann als „Lana Morgenstern“, Autorin der Fantasy-Reihe „Weltensymphonie“. Quelle: Wiesengrund-Verlag
Wiesenburg

Manche Umwege sind schon seltsam. Eigentlich wollte Swetlana Neumann immer einen Fantasy-Roman schreiben. Um das Projekt von vornherein auf die richtigen Füße zu stellen, hat sie 2013 den „Wiesengrund-Verlag“ in Wiesenburg gegründet. Doch dann kam dieses dazwischen und jene Idee dazu, gefielen ihr Kinderbücher, fand sie Freude an historischen Romanen und wollte sie anderen Autoren Gelegenheit geben, Bücher zu publizieren. Jetzt aber ist Swetlana Neumann dort, wo sie immer sein wollte: in der Fantasy-Ecke der Literatur. Und damit von Donnerstag bis Sonntag in Leipzig auf der Buchmesse.

„Weltensymphonie“ heißt die Reihe, die Swetlana Neumann unter ihrem Pseudonym Lana Morgenstern verfasst. Oder eigentlich zum großen Teil schon verfasst hat. Das Manuskript für die Geschichte liege schon lange vor, „jedenfalls ein sehr großer Teil“, sagt sie. Es sei einfach bislang nicht die Gelegenheit da gewesen, die Reihe zu beginnen. Reihe? „Bestimmt zehn Teile könnten es werden“, erläutert sie. Wie es sich für eine gute Fantasy-Reihe gehört, will sie ihre Leser in ihre Welt führen und sie lange, lange darin behalten. Das sei es, was sie selbst an gute Fantasy-Romanen schätzt.

Szenische Lesungen in Kostümen

Für szenische Lesungen schlüpft Swetlana Neumann in die passenden Rollen – oft zusammen mit Ehemann Sirko in entsprechenden Kostümierungen.

Als Fee Lana erzählt sie von Marienkäfer Paule und bastelt mit ihren jungen Zuhörern.

Helene Krause verkörpert sie, wenn die Geschichte des Vagabunden August Krause im Mittelpunkt steht.

Bei Wilderer Jahnslieb nimmt sie die Rolle dessen Schwester Johanna Sophia an.

In ihrem Gewand als Gräfin Christine von Lindau führt sie durch die „Kaiser-Trilogie“, die in unter anderem in Wiesenburg spielt.

Lana Morgenstern im weißen Gewand ist sie, wenn es um die nun gestartete Fantasy-Reihe „Weltensymphonie“ geht.

Teil 1 heißt „Das Kind der Welten“. Er erzählt von der Elbin Anysa, die in der magischen Welt Landory geboren wird. Eine Welt, die vor unglaublich langer Zeit eins war mit der Erde. Nun bedrohen finstere Dämonen Landory. Anysa muss in Sicherheit gebracht werden – durch ein Zeitportal auf die Erde. Die Kleine wächst in Berlin auf, die Handlung spielt in der Gegenwart. Die Pflegefamilie, die Anysa für ihre wahren Eltern hält, kümmert sich liebevoll. Bis eines Tages Elben auftauchen und Anysa nach Landory bringen. Oder entführen? Weil sie die Auserwählte ist, die ihre Welt zu retten vermag? „Es ist der Auftakt für lange, lange Reihe“, sagt Swetlana Neumann.

Dass zeitgleich ein neues Kinderbuch von ihr erscheint, sei der neuen Zeichnerin zu verdanken, die ihr in Berlin über den Weg gelaufen ist. „Ein Pony sucht den Schnuck“ heißt das 60-seitige Buch, das Christine Koba gestaltet hat. Die Geschichte hatte Neumann bereits geschrieben. Als Koba wie im Handumdrehen „die vielen schönen Bilder vorgelegt hat, musste das Buch auch hergestellt werden“, sagt die 37-jährige Autorin.

Autorin und Verlegerin Swetlana Neumann Quelle: Heiko Hesse

In Leipzig kann die Wiesenburgerin mit einer stattlichen Palette aufwarten. 33 Bücher und Hörbücher bietet sie an, die meisten davon aus ihrer Feder. Dazu gehören die Vagabunden-Romane über das Fläming-Original August Krause und über Jahnslieb, den Wilddieb aus der Sächsischen Schweiz. Mit „Kaiserkind“ startete sie im vorigen Jahr eine Trilogie über ein Mädchen, das Ende des 19. Jahrhunderts im Brandenburgisch-Preußischen zwischen die politische Mühlsteine gerät. „Kaiserwaise“ soll zum Jahresende folgen, im Jahr darauf der dritte Teil.

Ein Ziel des Messe-Auftrittes sei es, mit Verlagsvertretern ins Gespräch zu kommen. „Wenn mich ein Verlagsvertreter in sein Programm aufnimmt, komme ich besser in viele Buchhandlungen.“ Bislang vertreibe der Wiesengrund-Verlag seine Bücher vor allem über das Internet und auf Märkten. Über die Region hinaus bekannt zu werden, „ist sehr mühselig“, sagt sie. Und um die Strategie gleich abzurunden: „Im Herbst bin ich auch auf der Frankfurter Buchmesse dabei.“

Überhaupt wolle sie in diesem Jahr einige neue Märkte ausprobieren. An bewährten Präsentationen halte sie fest. „Der Töpfermarkt zu Ostern in Görzke und der Weihnachtsmarkt in Lühnsdorf sind nicht nur wirtschaftlich gut gelaufen, ich fühle mich dort auch immer unglaublich wohl“, schwärmt Swetlana Neumann. Auch auf Umwegen gibt es eben feste Plätze, auf die man sich verlassen kann, egal, wohin es morgen geht.

Von Heiko Hesse

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