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Neuer Kommandant auf Truppenübungsplatz

Bastian Schad löst André Becker in Brück ab Neuer Kommandant auf Truppenübungsplatz

Mit Schießlärmproblemen ist Hauptmann Bastian Schad bisher noch nicht konfrontiert worden. „Wenn es solche gibt, dann wäre es schön, wenn sie direkt an mich herangetragen werden“, sagt der neue Kommandant des Truppenübungsplatzes Lehnin/Brück. Seit November ist er in Brück und hat die Leitung von seinem Vorgänger, Hauptmann André Becker, übernommen.

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Bastian Schad leitet von Brück aus den Truppenübungsplatz.

Quelle: A. Koska

Lehnin. Dieser war rund ein Jahr lang Chef auf dem weitläufigen Trainingsgelände mit Schießbahnen und Übungsanlagen für diverse militärische Einsätze der Bundeswehr und internationaler Truppen. Wie sein Vorgänger ist auch Schad Fachmann für Muni tionskunde. „Dies ist eine Voraussetzung für diesen Posten“, sagt Hauptmann Schad.

Der in Franken geborene Offizier verfügt über Auslandserfahrung in Lettland und Afghanistan, wo er ein halbes Jahr in Kundus stationiert war. Seit knapp acht Jahren wohnt er in Brandenburg. „Wir sind in Wittstock zu Hause“, berichtet er. In der Prignitz fühle er sich wohl. Zumindest jedes Wochenende fährt der 33-Jährige nach Hause zu seiner Frau und den drei Kindern.

Die jüngste Tochter ist gerade acht Monate alt. Der Vater genießt es, jetzt so nah an der Familie stationiert zu sein. „Meine letzte Verwendung war in Hammelburg in Unterfranken, da waren es mehr als 400 Kilometer bis nach Hause“, erzählt Schad.

Für eine Offizierslaufbahn entschied er sich während des Wehrdienstes. „Die Kameradschaft innerhalb der Truppe hat mich sehr beeindruckt und deshalb habe ich mich entschieden, zu bleiben“, sagt er. Bis heute habe er seinen Entschluss nicht bereut. Hammelburg und Brück haben für Schad Gemeinsamkeiten.

„Hier und dort findet eine gute infanteristische Ausbildung statt“, hat er inzwischen festgestellt. Das reizt den Offizier besonders. Denn „die Arbeit am und mit dem Gewehr“ sieht er als „Grundlage des Soldatenberufs“. Auf dem Truppenübungsplatz Lehnin/Brück hat ihn die Ortskampfanlage besonders beeindruckt. „Sie ist wohl ein Unikat innerhalb der Bundeswehr“, sagt der Hauptmann. Stolz mache ihn, dass auch zivile Organisationen den weitläufigen Platz für Übungen nutzen.

Für seine Dienstzeit in Brück will Bastian Schad die Tradition der Nachbarschaftstreffen mit Vertretern umliegender Kommunen fortführen. „Es ist wichtig, miteinander zu reden und nicht übereinander“, so seine Devise. Deshalb strebe er eine gute Zusammenarbeit mit Menschen rund um den Übungsplatz an. Gespannt ist Bastian Schad auf die Natur im Sperrgebiet. „Ich hoffe, auch mal einen Wolf zu Gesicht zu bekommen“, sagt der Hauptmann.

„Anders als Kamerad Becker bin ich nicht Leiter sondern Kommandant“, betont der Offizier. Nach einer Umstrukturierung in der Bundeswehr sind die Standortältesten der Truppenübungsplätze nun nicht mehr Leiter sondern Kommandanten der Areale.

Von Andreas Koska

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