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Neuer Lesesteinweg an der Fläming-Bibliothek

Rädigke Neuer Lesesteinweg an der Fläming-Bibliothek

„Ein Haus ohne Bücher ist arm“, sagte einst Hermann Hesse. Angesichts ihrer mehr als 4000 Bücher ist die Rädigker Fläming-Bibliothek in Rädigke demnach ziemlich wohlhabend. Seit dem Wochenende schmückt sich die Dorfbibliothek noch mit einem anderen Highlight: die Mitglieder des Lesezirkels eröffneten einen neuen Lesesteinweg für Kinder.

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Kleine Künstler: Marie, Johann, Anna und Jan haben den ersten Lesesteinweg für Kinder in Rädigke gestaltet.

Rädigke. Rädigke freut sich über eine neue Sehenswürdigkeit: Zum Anlass den zehnten Geburtstages der Fläming-Bibliothek wurde am Wochenende ein Lesesteinweg für Kinder eröffnet. Gestaltet haben ihn die Kinder des Dorfes in einer Görzker Töpferei.

Mit 26 Stationen wartet der Weg auf, sie alle tragen Kacheln mit Motiven aus den jeweiligen Geschichten. Gleich neun der Tonfliesen hat Marie aus Rädigke bemalt. Die neun Jahre alte Grundschülerin hat vorher noch nie auf diesem Material gemalt. „Man braucht vor allem Geschicklichkeit“, sagt sie. Entstanden sind kleine Kunstwerke, die Kinderbuchhelden wie Biene Maja, den kleinen Angsthasen oder den Struwwelpeter zeigen. Zur Einweihung des Wegs haben sich die Mitglieder des Rädigker Lesezirkels als Vorleser betätigt. Sie saßen auf den Steinen und trugen aus den jeweiligen Werken vor.

Die Kacheln entstanden in einer Görzker Töpferei

Die Kacheln entstanden in einer Görzker Töpferei.

Quelle: Uminski

Der Weg reicht nun von der Hauptstraße über die Freiwillige Feuerwehr bis zum Spielplatz am vor einem Jahr eröffneten „Platz für alle“. Zusätzlich zu den Lesesteinen hält ein Aufsteller weiterführende Informationen zu den Kindergeschichten bereit. Die Mitglieder der Fläming-Bibliothek haben damit aber noch nicht genug: „Auf jeden Fall soll der Lesesteinweg über die Jahre erweitert werden“, sagt Vereinsmitglied Anke Frenzel.

Sie feierte mit ihren Vereinskollegen nicht nur den neuen Lesesteinweg. Auch das zehnjährige Jubiläum der schmucken Dorfbibliothek wurde von den Rädigkern und mehr als 30 geladenen Autoren und Gästen im Gasthof Moritz gebührend begangen. „Wir freuen uns, dass es die Bibliothek und unsere Leser nach zehn Jahren noch immer gibt“, sagt Anke Frenzel. Entstanden war die Idee einst am Stammtisch im Gasthaus – dort befindet sich die Bibliothek auch. „Wir wollten ganz gerne im Dorf eine unkomplizierte Möglichkeit zum Lesen haben“, erinnert sich die Rädigkerin. Am Tisch saß damals auch Steffen Gommel, der beim Berliner Fischer Verlag arbeitet. Heute fungiert er als Vereinsvorsitzender und besorgt neuen Lesestoff bei den Verlagen.

Alte, zerlesene Schinken nimmt die Bibliothek hingegen nicht an, regelmäßig werden Bücher aussortiert und an umliegende Bibliotheken verschenkt. „Ich hoffe, dass es so weiter geht und wir immer viele Leser und Kinder haben“, sagt Frenzel. Die Bibliothek wird von den Vereinsmitgliedern ehrenamtlich geführt. Für Frenzel und ihre Kollegen ist das jedoch keine Bürde: „Es macht uns allen tierischen Spaß.“

Von Johanna Uminski

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