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Neuer Markt: Rewe will in Bad Belzig bauen

Einzelhandel Neuer Markt: Rewe will in Bad Belzig bauen

Die Rewe-Gruppe zieht es offenbar nach Bad Belzig zurück. Sie will an der Brücker Landstraße, unweit des Lidl-Marktes ihr Einkaufszentrum errichten. Dirk Borgwardt aus Damelang, dem das Grundstück des ehemaligen Getreidehandels gehört, wird es veräußern, wie er auf MAZ-Anfrage bestätigt hat.

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Auf dem ehemaligen Getreidehandel könnte der Markt entstehen.

Quelle: Dirk Fröhlich

Bad Belzig. Die Rewe-Gruppe zieht es offenbar nach Bad Belzig zurück. Sie will an der Brücker Landstraße, unweit des Lidl-Marktes ihr Einkaufszentrum errichten. Dirk Borgwardt aus Damelang, dem das Grundstück des ehemaligen Getreidehandels gehört, wird es veräußern, wie er auf MAZ-Anfrage bestätigt hat. Eigene Ideen zur Entwicklung des 2450 Quadratmeter großen Areals hätten sich nicht mit vertretbarem Aufwand realisieren lassen, berichtet er.

An dem Standort wird für die nun in Rede stehende Ansiedlung die Erarbeitung eines Bebauungsplanes notwendig sein. Das hat Christoph Grund erklärt. Dessen ungeachtet befürworteten die Mitglieder des Hauptausschusses bei einer Enthaltung von Uta Hohlfeld (Linke) in dieser Woche das Vorhaben und forderten die von ihm geführte Bauverwaltung auf, es konstruktiv zu begleiten. „Wenngleich sich daraus kein Anspruch auf Baurecht ableiten lässt“, wie der Fachamtsleiter betonte. Nicht weniger als 1750 Quadratmeter an Verkaufsfläche sind seinen Aussagen zufolge geplant.

Das Einzelhandelsgutachten von 2009 und vor allem die Ausschlussliste für das Innenstadt-relevante Sortiment gelte es zu beachten und nötigenfalls zu aktualisieren. Die bislang im Hohen Fläming nicht präsente Handelskette habe ihrerseits ein Angebot der Vollversorgung in Aussicht gestellt, wie es insbesondere die zahlreichen Discounter in Bad Belzig und Umgebung nicht bieten könnten. „Es ist gut, wenn sich auf dem Ruinenfeld bald etwas tut“, sagt CDU-Fraktionschef Wolfgang Terp. „Außerdem belebt Konkurrenz das Geschäft.“

Edeka-Vorhaben gebremst

Die von Edeka geplante Erweiterung am Busbahnhof in Bad Belzig von 960 auf 1600 Quadratmeter Verkaufsfläche ist vorerst ins Stocken geraten. Die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark hat einen negativen Vorbescheid ausgestellt.

Demnach müssten die Auswirkungen der Investition auf die Umgebung in einer Bauleitplanung untersucht werden. Gemeint sind in dem Fall, wie es heißt, vor allem ansässiges Gewerbe und weniger die Fragen von Naturschutz oder Emissionen an dem eigentlich schon etablierten Standort.

Das Immobilien-Unternehmen der Mindenener Handelskette prüft noch, ob es den behördlich empfohlenen Weg einschlägt oder auf juristischem Wege zu Baurecht gelangen will.

Eigentlich war die bauliche Fertigstellung für nächstes Jahr ins Auge gefasst.

Ähnlich sieht es Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) mit Blick auf die Entwicklung beim aktuellen Monopolisten mit seinen Filialen am Busbahnhof und im Klinkengrund. Mehr noch erhofft sie sich stabilisierende Wirkung für die weiteren Märkte in der Nachbarschaft. Laut Bürgermeisterin sei das im Einklang mit der Rolle als Mittelzentrum zu sehen.

Der Gewerbeverein ist in der Bewertung der Pläne zurückhaltender. „Wenn es um eine Ansiedlung geht, die Geld nach Bad Belzig bringt, wäre es sehr zu begrüßen“, sagt Simone Lüdicke. Die Vorsitzende ahnt, dass es lediglich um eine Neuaufteilung der Kundschaft geht, bei der oft genug die Ansässigen verlieren. „Trotz der getroffenen Regelungen: Jede Ansiedlung außerhalb des Zentrums geht zu Lasten der Läden in der Altstadt.“

Der großflächige Einzelhandel an der Stelle bleibt jedenfalls in Bewegung. Von einst acht Supermärkten gibt es aktuell noch sechs. So hat die Fleischerei Dennis Baumgardt das vor zwei Jahren von Aldi aufgegebene Gebäude erworben. „Noch ist nichts spruchreif“, lautet seine Antwort auf die Frage, was der Eigentümer damit anfangen will. Derweil sich Penny, was zur Rewe-Gruppe gehört, im vergangenen Herbst nach 25 Jahren aus der Kur- und Kreisstadt zurückgezogen hatte

Von René Gaffron

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