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Potsdam-Mittelmark Neuer Ortsbeirat wird am Sonntag gewählt
Lokales Potsdam-Mittelmark Neuer Ortsbeirat wird am Sonntag gewählt
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11:44 23.06.2017
Der Bad Belziger Ortsteil aus der Vogelperspektive. Quelle: Dirk Fröhlich
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Lütte

Der Bad Belziger Ortsteil Lütte wählt am Sonntag seinen neuen Ortsbeirat. Insgesamt sieben Kandidaten stehen zur Wahl, wie Wahlleiter Heinz Friese bestätigt. Für die SPD treten Rainer Bätz, Anne Böttcher und Herbert Grüneberg an. Von der Wählergruppe „Bürger für Lütte“ gehen neben dem einstigen Ortsvorsteher René Zarbock auch Jörg Säger, Frank Grote und Dennis Stephan an den Start. Drei Mandate sind zu vergeben.

Die Neuwahl des Gremiums ist notwendig geworden, weil Roland Leisegang (parteilos) und Herbert Grüneberg ihre Mandate niedergelegt hatten. Bei Roland Leisegang war die Rückgabe notwendig geworden, weil er seit vergangenem Jahr Bürgermeister von Bad Belzig ist. Herbert Grüneberg hatte dem Ortsbeirat wegen interner Querelen – unter anderem mit René Zarbock – den Rücken gekehrt.

Herbert Grüneberg stellt sich doch wieder zur Wahl

Eine erneute Kandidatur hatte Grüneberg seinerzeit offen gelassen – und sich nun doch dafür entschieden. „Ich bin im Ort von einigen älteren Bewohnern angesprochen worden, ob ich mich nicht doch wieder zur Wahl stellen wolle“, sagt der Ruheständler. „Das hat den Ausschlag für die Kandidatur gegeben.“

Herbert Grüneberg war zwischen 1993 und 2014 selbst Ortsvorsteher in Lütte. Bei der Frage danach, ob er den Posten erneut einnehmen will, bleibt er zurückhaltend. „Wir lassen es erstmal darauf ankommen, wie die Leute bei der Wahl entscheiden“, sagt er. Dass er im neu gewählten Ortsbeirat möglicherweise auch wieder mit René Zarbock zusammenarbeiten müsste, sieht der Lütter gelassen. „Wenn eine zweite Person dabei ist, die mitzieht und ansprechbar ist – wir müssen einfach abwarten.“

Lütte ohne Ortsbeirat ist „ein unhaltbarer Zustand“

Einigkeit herrscht indes darüber, dass es an der Zeit für einen neuen Ortsbeirat ist. „Weil er Anstöße gibt und auf die Belange des Ortes hinweist, ein Ortsbeirat muss gehört werden“, sagt Rainer Bätz. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass der drittgrößte Ortsteil von Bad Belzig ohne Ortsbeirat ist“, findet auch René Zarbock. „Unser Dorf ist nicht handlungsfähig, das ist eine furchtbare Situation.“ Zarbock erhofft sich, dass die drei gewählten Mitglieder dann auch regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen. Und nicht wie zuletzt immer nur zwei Personen – oder gar einer allein.

Klar ist für Zarbock, dass er in erster Linie antritt, um ein Mandat für den Ortsbeirat zu erreichen – und nicht, um erneut Ortsvorsteher zu werden. „Wenn es immer nur darum geht, wer der Lockführer ist, dann wird es schwierig.“ Es müsse abgewartet werden, was sich nach der Wahl ergibt. „Aber es wäre auch schön, wenn es nicht wieder einen Losentscheid gibt“, ergänzt der Lütter. Das Los machte 2010 Herbert Grüneberg und 2014 René Zarbock zum Ortschef.

Gewählt wird von 8 bis 18 Uhr

Exakt 378 Einwohner sind wahlberechtigt. Gewählt werden kann am Sonntag von 8 bis 18 Uhr.

Auch eine Briefwahl war möglich – 16 Wahlberechtigte haben dafür vorab Unterlagen angefordert.

Die letzten Briefe müssen bis Sonntag, 17.45 Uhr, bei Heinz Friese im Rathaus eingetroffen sein. Um 18 Uhr, wenn die Wahllokale schließen, bringt der Hauptamtsleiter die Briefe nach Lütte.

Ambitionen, neuer Ortsvorsteher zu werden, hat im übrigen auch Rainer Bätz. „Na klar, warum nicht?“, sagt der Vorsitzende des Vereins „Altes Haus“. „Aber wir müssen es dem Ergebnis überlassen – ich bin auch glücklich als normales Ortsbeiratsmitglied.“ Der Ortsvorsteher wird aus der Mitte der drei Ortsbeiratsmitglieder erst später gewählt. Einen genauen Termin dafür konnte Heinz Friese noch nicht nennen.

In den Ortsbeirat oder zum Ortsvorsteher kann nur gewählt werden, wer auch seinen Wohnsitz in Lütte hat. Die Kommunalverfassung des Landes Brandenburg regelt, dass der Ortsbeirat aus drei Mitgliedern bestehen muss, um beschlussfähig zu sein. Da Lütte ohne Ortsbeirat war, waren die Bad Belziger Stadtverordneten stellvertretend für die Belange des Dorfes zuständig.

Von Josephine Mühln

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