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Potsdam-Mittelmark Neuer Ortswehrführer in Glindow
Lokales Potsdam-Mittelmark Neuer Ortswehrführer in Glindow
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18:46 20.02.2017
Artfremde Einsätze werden auch bei der Glindower Feuerwehr immer häufiger – anders als bei diesem Stall-Brand im vergangenen Jahr springen sie häufig als Tragehilfe oder für Türnotöffnungen ein.
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Glindow

Bodo Nickel (57) ist der neue Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Glindow. Seine Kameraden haben den Mann, der seit 41 Jahren bei der Feuerwehr tätig ist, in der vergangenen Woche gewählt. Sein Vorgänger war bereits vor einiger Zeit aus Glindow weggezogen. Nickel besetzte zuvor zehn Jahre lang den Posten des Vize-Ortswehrführers und wird nun durch seine Stellvertreter Heiko Fengler und Stefan Bohnebuck unterstützt.

Bodo Nickel ist seit 41 Jahren freiwillig im Dienst der Feuerwehr. Quelle: Privat

Derzeit zählt die Wehr 21 Mitglieder – zu wenige, um speziell am Tage in ausreichender Stärke ausrücken zu können. „Zwischen 8 und 16 Uhr gibt es ein Loch, weil wir natürlich alle berufstätig sind und manche auch nicht einfach los können, wenn sich der Pieper meldet“, sagt Konrad Lorentz, langjähriges Mitglied der Feuerwehr in Glindow.

In den vergangenen drei Jahren konnten nur zwei Kameraden gewonnen werden. Deshalb will sich Nickel in seiner Amtszeit unter anderem auch darauf konzentrieren, neue Mitglieder für die Einsatzabteilung zu gewinnen. Auch Schichtarbeiter seien gern gesehen, da sie die Bereitschaft am Tage erhöhen.

Um die Einsätze besser bewältigen zu können, haben die Wehren in Werder Löschzüge gebildet. Glindow arbeitet mit Plessow und Plötzin zusammen. Diese Zugausbildung will Nickel intensivieren. Wichtig sei es in Hinblick auf die Mitgliedergewinnung zudem, den Dialog mit den Vereinen und Einwohnern in Glindow zu verstärken. „Wir brauchen Zuspruch in der Bevölkerung. Den Leuten muss auch bewusst werden, dass wir einen Engpass haben“, so Lorentz. Aber nicht nur Feuerwehrleute werden gesucht, sondern auch Helfer und andere Interessierte, die einen Förderverein für die Wehr gründen wollen und können. „Wir sind einige der einzigen Wehren hier in der Umgebung, die keinen hat“, sagt Lorentz.

An der Jugendarbeit hapert es nicht, denn die Glindower Feuerwehr zählt zwölf Kinder und Jugendliche. Doch jetzt kommt Lorentz zufolge eine Durststrecke, denn die nächsten werden erst 2019 in den aktiven Dienst übergehen und gleichen dann gerade so die Verluste aus, die es gibt, wenn Mitglieder das 65. Lebensjahr erreichen oder umziehen.

Von Luise Fröhlich

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