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Kurzer teurer Weg zum Bahnhof in Struveshof

Radtourismus in Stahnsdorf Kurzer teurer Weg zum Bahnhof in Struveshof

Einen alten Wirtschaftsweg von Sputendorf nach Struveshof will die Gemeinde Stahnsdorf 2017 auch für den Radtourismus ausbauen. Da das Ziel im benachbarten Landkreis Teltow-Fläming liegt, will Stahnsdorf mit der Ludwigsfelde über eine Kostenbeteiligung verhandeln. Die Gesamtkosten für den Ausbau belaufen sich auf einen hohen sechsstelligen Betrag.

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Ein alter Landwirtschaftsweg zwischen Sputendorf und Struveshof ähnlich diesem soll ausgebaut und für den Radtourismus attraktiv gemacht werden.

Quelle: Archiv

Sputendorf. Die Gemeinde Stahnsdorf will vielleicht schon im nächsten Jahr einen alten Landwirtschaftsweg zwischen Sputendorf und Struveshof (Landkreis Teltow-Fläming) für Radfahrer und Wirtschaftsfahrzeuge ausbauen lassen. Der knapp zwei Kilometer lange Weg, der von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird, soll auch touristisch erschlossen werden. „Seit der Inbetriebnahme der neuen Bahnstation in Struveshof fahren viele Sputendorfer mit dem Fahrrad dorthin. Außerdem schließt der Weg an überregionale Radwege an“, ist Sputendorfs Ortsvorsteher Rolf-Denis Kupsch („Wir Vier“) überzeugt, dass die Verbindung gut angenommen wird. Bei der Aufstellung des Stahnsdorfer Bürgerhaushaltes 2015 hatte die Gemeindevertretung beschlossen, die ersten sechs Maßnahmen mit den meisten Stimmen umzusetzen. Der Radweg ist auch darunter.

Derzeit ist der Weg nur auf den ersten 500 Metern mit Betonplatten ausgelegt. Der Rest ist unbefestigt und verwandelt sich nach Regengüssen in eine Schlammwüste. Die einzige Alternative sei ein acht Kilometer langer Umweg über Genshagener Heide, heißt es.

Der neue Rad- und Wirtschaftsweg soll auf der vorhandenen Trasse geführt werden, um die Natur zu schonen, Baumfällungen möglichst zu vermeiden und letztendlich auch Kosten zu sparen. Trotzdem müssten einige Grundstücksstreifen von Privateigentümern angekauft werden, sagte Diplomingenieur Jörn Blank, Geschäftsführer des Stahnsdorfer Ingenieurbüros Aqua-Plan, als er die Ausbauplanung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorstellte. Zwei Drittel des Weges befinden sich auf Stahnsdorfer Gebiet. Das letzte Stück liegt auf der Seite von Struveshof. Stahnsdorf soll bereits mit der Stadt Ludwigsfelde, zu der Struveshof gehört, über eine Kostenbeteiligung verhandeln. Ludwigsfelde soll vorbehaltlich der Haushaltslage im nächsten Jahr zugestimmt haben.

Nach dem Aqua-Plan-Entwurf sollen die alten Betonplatten aufgenommen und der gesamte Weg in einer Breite von 3,50 Metern mit einer Schotterschicht und einer Asphaltdecke ausgebaut werden. Für die Landwirtschaftsfahrzeuge sollen Ausweichmöglichkeiten für den Begegnungsverkehr geschaffen werden. Eine geplante Straßenbeleuchtung für 119 000 Euro wurde aus Kostengründen verworfen. Da am Weg niemand wohnt, würden wohl auch keine Anlieger an den Kosten beteiligt, sagte Blank.

Mehr als 190 Sputendorfer wollen den Radweg

Die Gesamtlänge des geplanten Rad- und Wirtschaftsweges von Sputendorf nach Struveshof beträgt 1690 Meter.

Die Gesamtkosten des Projektes schätzt das Stahnsdorfer Planungsbüro Aqua-Plan auf rund 460 000 Euro.

Der Vorschlag des Radweges erhielt im Bürgerhaushaushalt 2015 insgesamt mehr als 190 Stimmen und landete in der Prioritätenliste auf Platz drei.

Von Heinz Helwig

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