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Neuer Schmuck aus der heimischen Schmiede

Werder Neuer Schmuck aus der heimischen Schmiede

Mit neuem Werder-Schmuck will die Goldschmiede Rammelt zur 700-Jahr-Feier der Stadt im nächsten Jahr einmal mehr auf sich aufmerksam machen. Colliers aus dem Hause tragen nicht nur die Glindower Kirschkönigin, sondern auch Werders Blütenkönigin.

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Familie Rammelt in der Werkstatt in der Berliner Straße in Werder.

Quelle: Greiner

Werder. Ein Collier mit der Skyline von Werder hatte bereits 2002 die Goldschmiedemeisterin Beate Rammelt entworfen. Sieben Jahre später riss ein Unfall die Glindower Designerin viel zu früh aus dem Leben. Inzwischen wird die Werder-Kollektion von Sohn Martin Rammelt in seiner Werkstatt mit Geschäft an der Berliner Straße immer wieder neu geschaffen, kreiert und von Kunden gern gekauft. „Bei Männern ist der passende Ring gefragt“, sagt der 32-jährige Geschäftsinhaber. Schon als er gerade mal sieben Jahre alt war, verbrachte er viel Zeit in der Werkstatt seiner Mutter, hatte einfach Spaß daran, was man aus Edelmetall alles so machen kann. Und er probierte gerne selbst, das Metall zu formen.

Die Neugierde und der Ehrgeiz, Neues zu wagen, sind bis heute geblieben. Obwohl er eigentlich Tischler lernte und sich anfangs nicht selbstständig machen wollte, weil er bei seiner Mutter sah, dass der Arbeitstag kein Ende nahm, eröffnete er im November 2008 seine eigene Goldschmiede. Zuvor hatte er schon mit 14 Jahren das Weihnachtsgeschäft im Laden seiner Mutter im Werder-Park hautnah miterlebt. Sie hatte bereits im Juli 1987 die Werkstatt des Goldschmieds Alfons Link in der Brandenburger Straße 1c übernommen. Und damit nahm die Familiengeschichte der Rammelts ihren Lauf. „Darum begehen wir auch im nächsten Jahr das 30-jährige Bestehen des Familienbetriebes“, sagt der Chef, glücklich verheiratet mit Christin und im Sommer stolzer Vater von klein Ben geworden.

Die Insel als Schmuckmotiv

Die Insel als Schmuckmotiv.

Quelle: Greiner

In der Werderaner Schmiede wird aber nicht nur Werders Stadtbild versilbert. Martin Rammelt und seine Mitarbeiterin Goldschmiedin Elisabeth Starke haben auch Kollektionen mit Glindower Ton, Holz aus heimischen Obstbäumen und Sanddornschmuck entworfen und gefertigt. Eine silberne Fischkette, die an Werders uraltes Handwerk erinnert, darf in der Vitrine im Geschäft natürlich nicht fehlen. Auch das Erinnerungsgeschenk der Stadt für Werders Blütenkönigin, eine silberne Blüte, kreiert von Elisabeth Starke, wird seit 2014 jährlich im Geschäft von Martin Rammelt geschaffen.

An der Ton-Serie hat Opa Wolfram Anteil, der mit 81 Jahren den regionalen Bodenschatz zu winzigen Ziegelchen formt, damit sie in der Glindower Manufaktur gebrannt werden können. Die Sanddornschmuckstücke werden mit Korallen-Kügelchen verziert und auf verschiedenen Messen und Märkten in der Region angeboten.

 

Heimisches Holz für Ketten und Ringe

Erstmals hat die Werkstatt von Martin Rammelt ein Collier mit Holz vom heimischen Apfelbaum verfeinert, nun soll ein weiteres Stück mit Holz des Kirschbaums folgen.

Das neue Schmuckstück aus der Schmiede an der Bundesstraße 1 zur 700-Jahr-Feier von Werder im nächsten Jahr ist noch nicht vollendet, soll aber zur nächsten Ausstellung in der Stadtgalerie vom 16. November bis 8. Januar erstmals präsentiert werden. Das Einzelstück soll auch an die Weintradition Werders erinnern.

Handwerkskunst aus der Goldschmiede soll künftig auch in einem Online-Shop zu haben sein. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Schmuckmotive sind neben Werders Insel, Früchte der Region, oder Fische, die eine Bootsmesse bereichert haben.

Natürlich wird im Hause Rammelt der Halsschmuck gepflegt, den seit Jahren die Glindower Kirschkönigin trägt. Das Unikat war einst von Beate Rammelt gestaltet worden. Zur 700-Jahr-Feier von Werder präsentiert Martin Rammelt bei einer Ausstellung in Werders Stadtgalerie vom 16. November bis 8. Januar 2017 ein neues Schmuckstück mit vielen typischen Details die Werder ausmachen – in Miniatur, einzigartig und von besonderem Glanz.

Und wenn Martin Rammelt mal nicht in der Schmiede sitzt, kann man ihn in der Freizeit in seiner Tischlerei antreffen. Denn das einst gelernte Handwerk hat für ihn seinen unvergleichlichen Reiz nie verloren.

Von Regine Greiner

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