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Potsdam-Mittelmark Neues Auto für die Freiwillige Feuerwehr
Lokales Potsdam-Mittelmark Neues Auto für die Freiwillige Feuerwehr
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13:20 03.12.2017
Neues Auto für die junge Löschgruppe in Bergholz: Freude darüber herrscht bei Ortswehrführer Axel Stechow, Paikea Wähnert, Paul Dietrich Franz Wegener  und Joshua Wähnert (v.l.n.r.). Quelle: Christiane Sommer
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Bergholz

Die im Gefahrenabwehrbedarfsplan der Stadt Bad Belzig festgeschriebene Erneuerung des Fahrzeugbestandes samt Einsatztechnik der Freiwilligen Feuerwehr Bergholz ist erledigt. Am Freitagabend erhielten die Blauröcke des 100 Einwohner zählenden Dorfes einen nagelneuen Mannschaftstransportwagen und einen neu aufgebauten Tragkraftspritzenanhänger. Bad Belzigs Bürgermeister, Roland Leisegang (parteilos), übergab im Ortsteil den Schlüssel des Kleinbusses.

Für dessen Anschaffung waren 45 000 Euro eingeplant. Jetzt wurde das Auto jedoch nicht gekauft, sondern per Leasing finanziert. Fünf Jahre lang werden die Bergholzer mit ihm zu Einsätzen und Wettkämpfen fahren können. Mit Blick auf die vor zwei Jahren wiederbelebte Kinder- und Jugendwehr besorgte die Kommune zusätzlich Sitzkissen für den Nachwuchs. „Damit die Sicherheit gewährleistet ist, wenn die Borner Kinder zu den Übungsstunden nach Bergholz geholt werden“, erklärt Ordnungsamtsleiterin Petra Isa Tersch das Extra. Der neue Ford hat mit der Schlüsselübergabe gleichzeitig den alten Transporter der Bergholzer Wehr abgelöst. „Der VW T4 geht zur Ortsfeuerwehr nach Hagelberg/Klein Glien“, erklärt Stadtwehrführer Olaf Beelitz. Mit seinen vier Sitzplätzen sei der 1991 vom Band gelaufene Volkswagen wiederum direkt „passgerecht für die vier aktiven Kameraden der dortigen Wehr.“

Zum neuen Auto für die FFW Bergholz gehört auch ein neu aufgebauter Anhänger. Quelle: Christiane Sommer

In Bergholz ist die Freude über das neue Auto samt neu aufgebautem Anhänger riesig. Mit seinen neun Sitzplätzen ist er geradezu ideal für die jüngsten Floriansjünger. Sie waren prompt die ersten, die am Freitagabend mit dem neuen Auto mitfahren durften. Bad Belzigs Bürgermeister konnte sich am Freitagabend vor Ort selbst noch ein Bild von der Begeisterung des Nachwuchses aus den beiden Flämingdörfern machen.

Schon sieben Einsätze

Axel Stechow steht seit 2015 an der Spitze der Ortsfeuerwehr von Bergholz.

Die Wehr wurde 1934 gegründet.

Heute zählt sie 21 aktive Mitglieder. Zwei davon leben im Nachbardorf Borne. Die dortige Löschgruppe ist bereits vor zehn Jahren aufgelöst worden.

Chef der Kinder- und Jugendwehr ist seit 2015 Domenic Mählis. Aktuell lernen sechs Kinder- und Jugendliche aus beiden Dörfern das Einmaleins der Feuerwehr, weitere Interessierte sind willkomen.

Von Januar bis Dezember 2017 mussten die Bergholzer Blauröcke bereits sieben mal nach Alarm ausrücken. Im vergangenen Jahr wurde sie hingegen lediglich viermal zu Einsätzen gerufen.

Vor zwei Jahren hatte man sich dort entschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen. Weil weder in Borne noch in Bergholz die Zahl der Kinder- und Jugendlichen gereicht hätte, um eigene Jugendgruppen aufzubauen, gründete man kurzerhand eine gemeinschaftliche, die Ortsgrenzen übergreifende Nachwuchsabteilung.


Joshua Wähnert aus Bergholz ist von Anfang an mit dabei. „Es macht immer Spaß. Nur Knotenbinden, das mache ich nicht so gerne“, erzählt der Elfjährige. „Ich mache Knotenkunde gern“, bemerkt indes die 13-jährige Emely Gävert aus Borne, die am Freitag zu den ersten Mitfahrern im neuen Auto gehörte. Paul Dietrich spricht dann aus, worauf der Nachwuchs „brennt“. „Wir wollen endlich mal ein Feuer löschen“, sagt der Neunjährige. Bis es soweit ist, müssen sich die Mädchen und Jungen jedoch noch etwas in Geduld üben und mit der sicheren Entfernung vorlieb nehmen. Wie am Freitagabend, als sich der Nachwuchs im Anschluss an die Fahrzeugübergabe mit seinen Eltern an der Feuerschale auf den Advent einstimmte. Ohnehin sind die Trainingsstunden bei der Feuerwehr auch ohne Feuer immer spannend, finden Maximilian Gävert, Paikea Wähnert und Franz Wegener.

Ortswehrführer Axel Stechow, Jugendwart Domenic Mählis und Ortsvorsteher Bernd Näthe haben bei so viel Begeisterung jedenfalls allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Von Christiane Sommer

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