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Neues Buch über Orte am Schwielowsee

700 Jahre Ferch und Caputh Neues Buch über Orte am Schwielowsee

Im nächsten Jahr begehen Caputh und Ferch ihr 700jähriges Ortsjubiläum. Zur Einstimmung hat die Geltowerin Marianna von Klinski-Wetzel ein Buch über die Geschichte am Schwielowsee bis zum Ende des 17. Jahrhunderts herausgegeben. Die Autorin lebte viele Jahre in Weinheim bei Heidelberg und ist 2002 nach Wildpark-West zurückgekehrt.

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Zu Geltow gehören die Fischotter an der Baumgartenbrücke . Foto :privat

Schwielowsee. Es ist noch ganz früh am Morgen im Haus in Wildpark-West. Doch Marianna von Klinski-Wetzel schreibt schon emsig am Computer. Keine Eintagsfliege, wenn der Geschichtsband, an dem sie gerade arbeitet fast fertig ist. „Dann bin ich so aufgewühlt, dass ich auch gar nicht mehr ruhig und lange schlafen kann“, sagt die 76-Jährige. Und das glaubt man ihr aufs Wort, wenn sie voller Leidenschaft über ihre Forschungen in Archiven und Bibliotheken erzählt.

Im vergangenen Herbst ist ihr neuestes Werk erschienen – zur Einstimmung auf das 700jährige Ortsjubiläum von Ferch und Caputh im April 2017. Ein dreiviertel Jahr hat die studierte Kunstlehrerin, Ehefrau und Mutter von drei erwachsenen Kindern gearbeitet. Auf 156 Seiten und in 49 Abbildungen dreht sich alles um die Geschichte des Schwielowsees und der drei Orte Caputh, Ferch und Geltow bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Von 500 Exemplaren ist schon ein Großteil verkauft. Der 1.Band zur 700jährigen Ortsgeschichte von Werder, an dem die Geltowerin auch mitwirkte, ist bereits vergriffen. Das Buch zum Ursprung der Stadt bieten Händler inzwischen zum doppelten Preis im Internet an. Auch die Geschichte der Wiese Gallin von Marianna von Klinski-Wetzel, erschienen 2007 ist nicht mehr zu haben, auch nicht die erweiterte Auflage.

Die Nachfrage ist groß und motiviert die ehrgeizige Autorin, zu einer dritten Auflage. Und auch diesmal steht der wissbegierigen Kunstlehrerin der Ehemann zur Seite. Genauso wie sie ihn viele Jahre begleitet hatte als der Diplomingenieur für Elektrotechnik unter anderen in der Schweiz, in Brasilien, Südafrika und Weißrussland gebraucht wurde. Er lehrt bis heute als Honorarprofessor und unterstützt so gut er kann bei der Herausgabe ihrer Schriften.

Seit 2002 lebt das Paar in Wildpark-West und hat den Kauf des Hauses und die Rückkehr in den Raum Potsdam Hals über Kopf bis heute nicht bereut. „Wir haben viele Jahre mit den Kindern in Weinheim bei Heidelberg gelebt, Wildpark-West hin und wieder besucht“, sagt Marianna von Klinski-Wetzel. „Aber wir sind in Weinheim nie so richtig angekommen – weil wir hierher gehören.“

Marianna von Klinski-Wetzel ist nicht nur an den Ort ihrer Kindheit in Wildpark-West zurückgekehrt, sondern erforscht nun die Geschichte der Ort

Marianna von Klinski-Wetzel ist nicht nur an den Ort ihrer Kindheit in Wildpark-West zurückgekehrt, sondern erforscht nun die Geschichte der Orte am Schwielowsee und veröffentlicht diese in neuen Werken und Schriften.

Quelle: Greiner

Kaum hatte sich das Paar im Amselweg eingerichtet, stand Gerhard Mieth (1921-2005) vor der Tür und freute sich, seine ehemalige Musterschülerin zu sehen. Mieth übergab der Heimkehrerin seine Forschungen und Unterlagen und bat sie, sein Werk fortzusetzen. Marianna von Klinski-Wetzel nahm die Herausforderung an. Und ihrem Ehemann blieb nicht verborgen, wie sehr sich seine Frau in die Arbeit stürzte. „Weil die Forschungen spannend und aufschlussreich waren“, sagt die Autorin. Bereits bei den Erkundungen zu ihrer Familiengeschichte von 1995 bis 2002 spürte sie, was sie in den Jahren zuvor vermisst hatte. Nun aber ist die Geltowerin in ihrem Element, ihre Augen leuchten, wenn sie über die Geschichte erzählt. Denn die Historie der Orte sei bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts auch die fesselnde Geschichte der Familien Trest, Rochow, von der Groeben und von Hake gewesen.

Zurück nach Geltow

Marianna von Klinski-Wetzel hat vor der Geschichte zum Wandel am Schwielowsee an der aktuellen Chronik von Werder mitgewirkt. Darin ist auch von einem Plan von zwei Inselbrücken die Rede, in Richtung Osten zum Gallin und über die Föhse. 1747 hat König Friedrich der II. das Projekt endgültig abgelehnt.

Die Autorin wurde 1939 in Münster Westfalen geboren, lebte von 1939 bis 1957 in Wildpark-West. Sie besuchte Schulen in Geltow und Potsdam, absolvierte ihr Studium in Berlin-Charlottenburg und wurde Lehrerin für Kunst und Werken. 2002 kehrte sie mit ihrem Mann Professor Peter R. Wetzel an den Ort ihrer Kindheit in Wildpark-West zurück.

Im Selbstverlag veröffentlichte die Autorin 2007/08 „Die Geschichte der Wiese Gallin“.

Von Regine Greiner

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