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Neues Buch zur Dorfgeschichte wird vorgestellt

Lühnsdorf Neues Buch zur Dorfgeschichte wird vorgestellt

Ein zweites Buch zur Lühnsdorfer Ortsgeschichte wird am Mittwoch vorgestellt. Es erzählt unter anderem von einem politisch brisanten Vorfall im Jahr 1976. Damals verlor ein sowjetischer Düsenjet in Dorfnähe eine Granate. Insgesamt spiegelt sich die Lühnsdorfer Ortsgeschichte auf 130 Seite und in 80 Bildern.

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Lühnsdorfer Ortegeschichte bietet nun auch der zweite Band der Chronik.

Quelle: Christiane Sommer

Lühnsdorf. Mit mehr als 80 Bildern, die die Entwicklung von Lühnsdorf eindrucksvoll dokumentieren, hat der druckfrisch erschienene Fortsetzungsband zur Ortsgeschichte einiges zu bieten. Am Mittwoch soll die 130 Seiten umfassende Dokumentation vorgestellt werden. Fritz Moritz und Bärbel Kraemer, die Autoren des Gemeinschaftswerkes, hoffen auf viele Interessierte Besucher im Saal des alten Gasthofes.

Für den neuerlichen geschichtlichen Abriss haben sie viele interessante Themen ausgewählt. Dass die Entwicklung der Feuerwehr bis in die Gegenwart für das neue Buch aufgearbeitet wird, war Herzenswunsch von Fritz Moritz. Er gestaltete die Entwicklung der Ortsfeuerwehr über Jahrzehnte als Wehrleiter aktiv mit, war im Altkreis Belzig als Sachverständiger für elektrotechnische Anlagen nach Bränden und nach der politischen Wende als Amtsbrandmeister tätig.

Während dieser Zeit hat Moritz viel erlebt. So auch politisch Brisantes: „1976 führten sowjetische Luftstreitkräfte Übungsflüge mit tief fliegenden Düsenjets durch. Dabei hatte sich eine Bunker brechende Granate von einem der Düsenjäger gelöst und war in ein Getreidefeld zwischen dem Dahnsdorfer Weg und dem Gehöft Hähndel eingeschlagen. Aufgrund des weichen Untergrundes erfolgte vermutlich keine große Detonation der Granate.

Dennoch begann das Getreide rund um die Einschlagstelle zu brennen. Das Feuer wurde schnell gelöscht und der Einschlagkrater gesichert. Mit der Polizei kamen sowjetische Offiziere vom Luftwaffenstützpunkt Jüterbog. Von diesem Vorfall hat die Öffentlichkeit nie etwas erfahren“, erzählt Fritz Moritz.

Der Blick in die Vergangenheit erlaubt ferner Begegnungen mit einem Pfarrer der des Jagdfrevels beschuldigt wurde. Erzählt wird zudem von einem Küstermord und den verantwortungsvollen Aufgaben eines „Utbimmlers“ (Ausbimmler). Außerdem sind die medizinische Versorgung, das gesellschaftliche Leben im Dorf, Jagdangelegenheiten und weitere Themen aufgearbeitet.

Fritz Moritz und Bärbel Kraemer hoffen, dass auch ihr zweiter Band zur Lühnsdorfer Ortsgeschichte mit dem Titel „Ein Dorf schreibt Geschichte“ vielfach den Weg in die Bücherregale findet, damit der heimatgeschichtlichen Dokumentation bald weitere Bände folgen können. An Material, das nur darauf wartet gedruckt zu werden, mangel es den Autoren nicht.

Buchvorstellung: 14. Juni, 19 Uhr, im alten Gasthofsaal der Familie Bergholz in Lühnsdorf.

Von Christiane Sommer

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