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Potsdam-Mittelmark Neues Feuerwehrauto eingetroffen
Lokales Potsdam-Mittelmark Neues Feuerwehrauto eingetroffen
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16:21 30.05.2018
Das neue Feuerwehrauto für Kloster Lehnin ist angekommen. Bei der Übergabe sind auch Feuerwehrleute aus Kloster Lehnin dabei. Quelle: Foto: privat
Kloster Lehnin

Die Lehniner Feuerwehrleute haben ein neues Fahrzeug im Wert von rund 400 000 Euro erhalten. Es ist der Ersatz für das bei dem tragischen Unfall im September 2017 zerstörte Fahrzeug. Bei dem Unfall auf der Autobahn 2 bei Netzen waren zwei Lehniner Feuerwehrmänner ums Leben gekommen. Das neue Fahrzeug, ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF), hat das Land Brandenburg im Januar in Auftrag gegeben. Die sonst übliche Wartezeit ab Bestellung beträgt etwa anderthalb Jahre.

Die Firmen Rosenbauer Deutschland GmbH und Brandschutztechnik GmbH Leipzig haben nach Angaben von Bürgermeister Uwe Brückner (parteilos) die internen Abläufe so umgestellt, dass das Fahrzeug bereits jetzt an die Gemeinde Kloster Lehnin übergeben wurde.

Große Erleichterung bei der Lehniner Feuerwehr

Für die Lehniner Feuerwehrleute ist das eine große Erleichterung. Sie haben um ein neues Fahrzeug gekämpft nach dem furchtbaren Unfall. Eine schwere Belastung nach dem traumatischen Verlust der beiden Kollegen, unter denen auch der Gemeindewehrführer war.

Denkmal für getötete Feuerwehrkameraden

Der Feuerwehrverein Kloster Lehnin sammelt Geld für ein Denkmal für die getöteten Feuerwehrmänner Sebastian K. (38) und Philipp R. (23). Dafür soll am ersten Todestag der beiden ehrenamtlichen Retter zwei Stelen auf dem Gelände der Feuerwehr Lehnin aufgestellt werden.

7800 Euro kostet das Denkmal. Bisher sind 2400 Euro eingegangen, wie es auf der Gemeinderatssitzung von Kloster Lehnin am Dienstagabend hieß. Auch Lehnins Ortsvorsteher Frank Niewar rief dazu auf, die Spendenaktion zugunsten des Denkmals zu unterstützen. Auch das Rathaus und die Gemeindevertreter appellieren an Bürger und Betriebe, zu spenden. Nähere Infos dazu unter www.klosterlehnin.de/news.

Zunächst hatte das Land Brandenburg den ehrenamtlichen Rettern einen 17-jährigen Einsatzwagen als Ersatz zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Brückner zeigte sich zwar dankbar dafür. Die Empörung der Einsatzkräfte über das Fahrzeug, das nicht einmal über Anschnallgurte für alle Sitzplätze verfügte, indes war groß. Sie gingen im November auf die Barrikaden. Peter Kamolz (Die Linke), Gemeindevertreter von Kloster Lehnin und Berufsfeuerwehrmann in Potsdam, sprach von „blanker Wut der Kameraden“. Er sagte damals öffentlich: „Für uns ist völlig unverständlich, warum die gegnerische Versicherung oder der kommunale Schadensausgleich nicht binnen weniger Wochen in Haftung genommen werden“. Und: „Es ist eine Frechheit, dass das Land uns diesen Schrott zur Verfügung gestellt hat.“

Sogar von bis zu vier Jahren Wartezeit war die Rede

Brückner sagte damals, dass im schlimmsten Fall erst nach vier Jahren ein neues Fahrzeug ausgeliefert werde. Tatsächlich zeigte sich, wie schwierig es war, den zerstörten Wagen zu ersetzen, weil es gleichwertige auf dem Gebrauchtmarkt nicht gibt. Unterstützung erhielten die Lehniner Feuerwehrleute auch von ihren ehrenamtlichen Kollegen im gesamten Land. Es ging eine Welle der Empörung und Solidarität durch ganz Brandenburg.

Im Dezember kam dann der Durchbruch nach einem Krisengespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke, Innenminister Karl-Heinz Schröter (beide SPD) und Bürgermeister Brückner. Die Gemeinde konnte aus Ulm ein Einsatzfahrzeug leasen bis zu dem Zeitpunkt, an dem nun der fabrikneue Wagen ausgeliefert werden würde.

Am Samstag beim Campusfest in Lehnin ist die feierliche Übergabe

Das neue HLF steht bereits in der Feuerwache Lehnin. Am Samstag um 14 Uhr, zur Eröffnung des Campusfestes in der Goethestraße, soll es feierlich an die Feuerwehr übergeben werden.

Die Gemeinde Kloster Lehnin und alle Mitglieder der Gemeindefeuerwehr bedankten sich bei der Landesregierung, dem Landtag, den beteiligten Firmen und dem Zentraldienst der Polizei, teilt das Rathaus in Lehnin mit und spricht von „Rekordzeit“, in der das verunfallte Fahrzeug nun ersetzt werden konnte.

Am 5. September waren Feuerwehrleute aus Kloster Lehnin und Golzow bei einem Einsatz auf der Autobahn. In die Unfallstelle fuhr ein Lastwagen und schleuderte gegen ein Einsatzfahrzeug aus Lehnin. Das stürzte um und begrub zwei Feuerwehrleute.

Von Marion von Imhoff

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