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Potsdam-Mittelmark Neues Gerätehaus in Deutsch Bork
Lokales Potsdam-Mittelmark Neues Gerätehaus in Deutsch Bork
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02:15 25.02.2016
Ortsvorsteherin Gabriela Krüger und Feuerwehrchronist Mirko Friedrich am alten Spritzenhaus. Quelle: Koska
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Deutsch Bork

Das neue Feuerwehrgerätehaus in Deutsch Bork soll am alten Spritzenhaus von 1942 entstehen. Das haben der Ortsbeirat und die Mitglieder der Wehr in der mit 20 Bürgern gut besuchten Sitzung des Ortsbeirates am Wochenende beschlossen. Damit scheint der von der Brücker Amtsverwaltung favorisierte Plan eines Anbaus an des Gemeindehaus vom Tisch zu sein. „Ich kann damit nicht leben, wir machen das Gemeindehaus kaputt“, betonte Ortswehrführer Detlef Köppen.

Für den Anbau müssten das Bürgermeisterbüro und der Aufenthaltsraum weichen. Köppen merkte an, dass die labile Deckenkonstruktion keine Berücksichtigung in den 300.000 Euro teuren Planungen von Kornelia Stephan aus dem Wiesenburger Ortsteil Neuehütten gefunden hatte. Als besonders kritisch wurde die Parkplatzsituation gesehen. Im Falle von Familienfeiern würden den Feuerwehrleuten Stellplätze fehlen.

300.000 Euro teure Planung

„Dann kommen wir nicht raus“, sagte Köppen. „Wir haben eine Wehr, wollen sie auch erhalten und weiter betreiben“, sagte Kamerad Jürgen Ganzert. Deshalb schwebt ihm eine dauerhafte Lösung vor am alten Spritzenhaus. Zwar werde diese Variante nochmals rund 100 000 Euro teurer. Doch bliebe sie vergleichbar mit den Kosten der Gerätehäuser in Brück-Gömnigk, Cammer und Linthe.

„Mit dem Anbau würde man das Ensemble im Dorfzentrum zerstören“, sagte Ottheiner Kleinerüschkamp. „Deshalb unterstütze ich den Ortsbeirat“, so der Linther Bürgermeister. „Nach dem Gerätehaus muss auch eine vernünftige Ausrüstung kommen, damit man Einsätze fahren kann“, sagte Kleinerüschkamp. Bisher verfügt die Wehr über einen betagten Barkas.

Kleinerüschkamp unterstützt Beirat

„Da habe ich immer Angst, ob ich überhaupt am Einsatzort ankomme“, witzelte Ganzert. Ähnlich sieht es Ortsvorsteherin Gabriela Krüger. „Die Kameraden wollen alle, werden geschult, aber dann im Ernstfall nicht angefordert“, kritisierte sie die schlechte Ausrüstung. Der Neubau soll nun ohne Einbeziehung des alten Spritzenhauses errichtet werden.

Zwar wünscht sich Ortschronistin Sabine Ganzert, dass der Altbau per Heizungsanschluss zumindest frostfrei gehalten wird. „Ich habe aus der Sitzung mitgenommen, dass der Anbau am Gemeindehaus kein Thema ist“, resümierte Amtswehrführer Uwe Paul. Die neue Fahrzeughalle könnte auf der heutigen Streuobstwiese, die der Gemeinde gehört, gebaut werden. Über einen Flur soll sie mit dem Funktionsgebäude verbunden werden. Dort soll es Umkleideräume für Männer und Frauen und einen Sanitärbereich geben.

Von Andreas Koska

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