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Neues Heim in Bad Belzig

Alte Unterkunft reicht für Asylbewerber nicht aus Neues Heim in Bad Belzig

Die Aufnahme von Flüchtlingen wird auch für den Landkreis Potsdam-Mittelmark immer teurer. Wegen der stetig steigenden Asylbewerberzahlen und der gravierenden Baumängel im Bad Belziger Übergangsheim will die Verwaltung dort zwei neue Gebäude errichten lassen. Bis zu 120 Menschen sollen in der Einrichtung künftig wieder Platz haben.

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Zwei Flüchtlinge im Übergangswohnheim für Asylbewerber in Bad Belzig.

Quelle: Michael Greulich

Bad Belzig. Inzwischen hat der Kreistag Potsdam-Mittelmark abgestimmt. Der Kreis muss allein in diesem Jahr 164 neue Flüchtlinge aufnehmen. Experten erwarten für die kommenden drei Jahre jeweils die gleiche Anzahl an Antragstellern. Nach den Plänen aus dem Landratsamt sollen 2,83 Millionen Euro in den Bau eines neuen Hauptgebäudes mit rund 60 Plätzen sowie Verwaltungsräumen im bestehenden Übergangsheim am Weitzgrunder Weg in Bad Belzig fließen. Zudem ist ein kleineres Wohnhaus aus Fertigteilen – ähnlich wie in Rathenow – vorgesehen.

Das alte Hauptgebäude ist eine Baracke aus DDR-Zeiten. Die im skandinavischen Stil errichteten Doppelhäuser sind 1992 entstanden. Wegen der Schäden ist die Kapazität auf rund 80 Plätze gesunken. „Ich kann es nur begrüßen, dass jetzt neu gebaut wird“, erklärte der Geschäftsführer des kommunalen Betreibers Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein, Roland Leisegang.

Derweil steigen die Kosten der Unterbringung für die Flüchtlinge weiter. Allein in diesem Jahr muss der Kreis nach Verwaltungsangaben rund 1,4 Millionen Euro mehr als geplant ausgeben. Im kommenden Jahr sollen es noch einmal rund 1,3 Millionen Euro über dem bisherigen Ansatz sein. Die Verwaltung Potsdam-Mittelmark hat außerdem Heimplätze und Wohnungen in Teltow und Beelitz-Heilstätten angemietet.

Ähnlich wie in Premnitz hat es auch hier einen Brandanschlag gegeben – in der Silvesternacht 2012/2013. Ein 27-Jähriger soll das Feuer gelegt haben. Der Mann stammt aus dem Landkreis Havelland. Spuren am Tatort sowie Aussagen von Zeugen haben die Polizei zu dem Verdächtigen geführt. Eine Durchsuchung der Wohnung des Mannes lieferte den Ermittlern Beweise. In Übergangswohnheimen in Teltow, Beelitz-Heilstätten und Belzig wohnen in dem Landkreis derzeit 370 Asylbewerber. Weitere 73 Männer, Frauen und Kinder leben nach Angaben von Gertrud Meißner, Leiterin des Fachdienstes Soziales und Wohnen, in vom Kreis angemieteten Wohnungen.

hms/mai

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