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Neues Innenleben für alte Saftfabrik

Werder Neues Innenleben für alte Saftfabrik

Wo ab 1889 auf Werders Insel Obstkonserven produziert wurden, ziehen im Oktober die ersten Mieter in ihre Lofts ein. Nach der Sanierung des Industriedenkmals am Ufer der Föhse gleicht keine der acht Wohnungen der anderen, Hofgarten sowie Wasser- und Kirchturmblick inklusive.

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Der Hofgarten hat schon jetzt, noch ohne Bepflanzung, seine besonderen Reize.

Quelle: Greiner

Werder. Die Hülle der alten Lendelschen Saftfabrik auf Werders Insel hat ihren Charme behalten. Das Innenleben des Denkmals ist dagegen nicht wiederzuerkennen. Gegenwärtig wird noch gebaut, verlegt, gehämmert und montiert. Die Handwerker müssen sich sputen, denn im Oktober wollen die ersten Mieter der insgesamt acht Lofts einziehen. „Es sind auch junge Familien mit Kindern dabei“, sagt Ralf Tomm, der im Auftrag des Bauherren das Geschehen auf der Baustelle überwacht. „Die Mieter kommen vor allem aus Berlin und Potsdam, aber auch aus Werder“, sagt Tomm.

Wo ab 1889 Friedrich Wilhelm Lendel Obstkonserven vor allem für den Berliner Markt produzierte, ließ die Argos Real Estate GmbH mit Sitz in der Hauptstadt in den vergangenen Monaten ein einzigartiges Wohnensemble hinter historischen Industriemauern entstehen. „Die Käufer und Mieter konnten zwischen Wohnungen von 54 bis 147 Quadratmetern Größe entscheiden“, sagt Tomm. Natürlich musste ein Fahrstuhl eingebaut werden, und im Obergeschoss ist ein romantischer Hofgarten mit Rundbögen entstanden. Die neuen Bewohner können über die Havel bis zur legendären Bismarckhöhe oder auf die historische Inselstadt mit Heilig Geist Kirche schauen. In den Kellergewölben wird der künftige Veranstaltungssaal noch umgebaut, gegenwärtig haben die Wohnungen Vorrang.

Auf dem Innenhof setzen Mitarbeiter einer Firma für Landschaftsbau aus Brandenburg das kleine Pflaster in den Sand. Über ihren Köpfen streckt sich der stillgelegte Industrieschornstein in den Himmel. Die Rankelpflanzen haben Platz ohne Ende und Zeit, denn der Turm, 30 Meter hoch, bleibt. An der Hofseite warten uralte Obstpressen und Korkmaschinen der Lendel-Fabrik darauf, ihren Platz im künftigen Veranstaltungssaal zu bekommen. Bei Tomm steht das Telefon kaum still, die Bauarbeiten und abschließenden Reinigungsarbeiten an den vielen Fenstern wollen gut koordiniert sein. Mittendrin melden sich Mieter, die ihren Einzug kaum erwarten können. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Pläne so umsetzen konnten und es auch bald geschafft haben“, sagt Tomm. Er beziffert die Investitionen auf einen einstelligen Millionenbetrag, ohne genauere Angaben machen zu wollen. Gegenüber den neuen Wohnungen sind die Ferienzimmer regelmäßig gut gebucht. Der kleine Regionalladen hat sich laut Tomm nicht rentiert, die Vermietung des Lendelhauses für Hochzeiten oder Events dagegen kommt an. Auch das Kosmetikstudio im Untergeschoss des Gutshauses hat sich gut etabliert. Zwei Werderaner Maler machen mit ihren Kunstwerken den Mix im Denkmal komplett.

Von Regine Greiner

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