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Potsdam-Mittelmark Neues Pflegeheim und betreute Wohnungen
Lokales Potsdam-Mittelmark Neues Pflegeheim und betreute Wohnungen
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14:56 24.09.2015
Frauen an der Kartusche für den Grundstein des Awo-Neubauvorhabens: Linett Schuldt, Christina Nase und Manuela Saß (v.l.) .  Quelle: Claudia Krause
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Werder

 Nicht alle Tage steht das Modell fast schon in Lebensgröße bereit, bevor der offizielle Grundstein für dessen Bau gesetzt wurde. Sei’s drum: Gestern feierte der Awo-Bezirksverband Potsdam bei schönstem Sonnenschein den Start seines umfangreichen Bauvorhabens in Werder im Hamburger Ring. Dort entsteht gegenüber dem Haus „Wachtelwinkel“, das 1989 in DDR-Fertigbauweise errichtet wurde und noch von 74 Senioren bewohnt wird, gerade ein dreigeschossiger Neubau mit 60 stationären Plätzen. Zuvor war der alte Flachbau mit Speisesaal abgerissen worden. Seit Frühjahr laufen bereits die Bauarbeiten.

Die Arbeiterwohlfahrt will insgesamt rund zwölf Millionen Euro an dem Standort unterhalb des Weinberges investieren. Eine Finanzierung der Berliner Volksbank hat die Investition im Zentrum von Werder möglich gemacht und eine Förderung vom Deutschen Hilfswerk kam dazu.

Bis zum Herbst 2016 soll zunächst der Dreigeschosser, vor dessen Rohbau die Grundsteinlegung stattfand, fertig werden. Jeweils 20 alte Herrschaften werden später auf einer Etage wohnen, die auch Gemeinschaftsräume hat. Schon jetzt soll munter um die neuen Zimmer gepokert werden. „Wir beobachten alles ganz genau und freuen uns wahnsinnig auf das neue Haus“, sagte Hausleiterin Linett Schuldt. Die heute 49-Jährige hatte bereits 1991 das alte Haus „mitaufgeschlossen“. Seit zehn Jahren leitet sie den „Wachtelwinkel“, und seit 29 Jahren arbeitet sie bei der Awo.

Der Altbau entspricht längst nicht mehr heutigen Standards und war etwas überholt worden: Aus alten Drei-Bett-Zimmern wurden für zwei Bewohner und als Einzelzimmer umgebaut. Die Fassade sieht scheußlich aus.

 Angesichts des demografischen Wandels und der Nachfrage erweitert die Awo ihren Traditionsstandort nun mit betreutem Wohnen, das Serviceleistungen für jene Rentner einschließt, die ansonsten immer noch in den eigenen vier Wänden gut allein klarkommen. Ist der Neubau im August 2016 fertig, ziehen die Männer und Frauen vom Altbau rüber. Dann lässt die Awo den Plattenbau komplett entkernen, umbauen und mit 40 Zweiraum- und acht Einraumwohnungen ausstatten. Zwei Wohngruppen mit insgesamt 17 Plätzen für Demenzerkrankte sind im ersten Obergeschoss vorgesehen. Im Erdgeschoss bekommen neben Büros für das Leitungsteam wieder Friseur, Fußpflege und Physiotherapie ihre Räume. Neu einziehen werden die Schuldnerberatung und die Awo-Sozialstation vom Schwalbenberg. Ein Verbinder mit Saal und Restaurant schließt später die Lücke zwischen Alt- und Neubau. 2018 soll die gesamte Anlage für gut 140 Senioren fertig sein.

 Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) freut sich besonders, dass „es inmitten des Lebens ist“. Die Awo lobte sie als einen „zuverlässigen Partner“, der mit Kitas, Seniorenheimen und anderen Sozialangeboten „für Rundumversorgung“ steht. Christina Nase, Chefin der Awo Seniorenzentren Brandenburg gGmbH, die auch den „Wachtelwinkel“ betreibt, sieht künftig einen steigenden Bedarf am Betreuten Wohnen, dem man natürlich Rechnung tragen wolle. Wartelisten für die Aufnahme in Seniorenheime wie noch vor fünf Jahren gebe es so allerdings heute nicht mehr, sagte sie.

Die Awo als Betreiber

Die Awo Seniorenzentren Brandenburg gGmbH ist eine Tochtergesellschaft des Awo-Bezirksverbandes Potsdam mit 800 Mitarbeitern.

Die Gesellschaft ist Betreiber von 10 Seniorenzentren mit 850 Plätzen in der stationären Pflege einschließlich Kurzzeit- und Verhinderungspflege.

Es gibt sechs Tagespflegestellen, ebenso viele Sozialstationen und Seniorenwohnen an vier Standorten.

In Werder führt die Awo-Tochter das Seniorenzentrum „Wachtelwinkel“ und „Am Schwalbenberg“ mit insgesamt 148 Bewohnern sowie eine Tagespflege mit 12 Plätzen.

Von Claudia Krause

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