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Nichel: Kampf mit dem Strohfeuer

50 Feuerwehrleute im siebenstündigen Einsatz Nichel: Kampf mit dem Strohfeuer

Gegen Feuer hilft Wasser. Zu viel davon kann manchmal aber auch die Arbeit der Feuerwehrleute behindern. Bei einem Strohmietenbrand bei Nichel (Treuenbrietzen) versank die Bergetechnik im aufgeweichten Boden. War ein Blitzeinschlag die Brandursache?

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Dank des zügigen Einsatzes eines Radladers konnte ein Ausbreiten des Feuers verhindert werden.

Quelle: Feuerwehr Niemegk

Nichel. Der späte Sonntag bescherte den Feuerwehrleuten aus Niemegk, Schlalach, Treuenbrietzen und Brück trotz des nasskalten Wetters einen heißen Sommerabend. Punkt 17 Uhr wurden sie zu einem Strohmietenbrand am Rande von Nichel (Treuenbrietzen) gerufen. Bis Mitternacht waren knapp 50 Kräfte im Einsatz.

„Die Lage war wegen des Wetters besonders schwierig“, sagt Niemegks Ortswehrführer Marcel Marohn, der den Einsatz leitete. Das übliche Vorgehen, die brennenden Strohballen mittels Radlader auseinander zu ziehen, um sie zu löschen, scheiterte am aufgeweichten Acker.

Mit dem Radlader ein größeres Feuer verhindert

Ein Nicheler, der den Brand bemerkt hatte, war mit seinem Radlader herbei geeilt und hatte bereits vor dem Eintreffen der Wehren begonnen, die etwa 15 brennenden Ballen von der rund 350 Ballen zählenden Strohmiete zu trennen. „Ihm ist es zu verdanken, dass der Eigentümer der Fläche und des Strohs von einem größeren Schaden verschont blieb“, sagt Marohn. Eigentümer ist eine Agrargenossenschaft aus der Region.

Knapp 50 Einsatzkräfte aus vier umliegenden Orten waren sieben Stunden lang im Einsatz

Knapp 50 Einsatzkräfte aus vier umliegenden Orten waren sieben Stunden lang im Einsatz.

Quelle: Feuerwehr Niemegk

Das brennende Stroh weiter zu verteilen, misslang, weil der Radlader im Boden einsank. Dem zweiten, aus Treuenbrietzen georderten Radlader brach während des Einsatzes die Gabel. Erst dem aus dem Tagebau bei Rietz herbeigerufenem Fahrzeug gelang diese Aufgabe, knapp drei Stunden nach dem Ausbruch des Brandes.

Wie bereits vor wenigen Wochen bei einem ähnlichen Brand bei Treuenbrietzen, entschloss sich der Einsatzleiter, zwei Gruben auszuheben. In diese wurde das brennende Stroh geschoben und mit Erde abgedeckt. „Mit Wasser und Schaum zu löschen, hätte die halbe Nacht und Unmengen von Wasser benötigt“, sagt Marcel Marohn. Er meldete den Brand um 22.30 Uhr als gelöscht. Bis Mitternacht dauerten die Aufräumarbeiten.

Alle drei Stunden muss der Brandort kontrolliert werden

Mit dem Abrücken der Wehren wurde der Eigentümer zum Stellen einer Brandwache verpflichtet. „Mindestens alle drei Stunden muss kontrolliert werden“, sagt Marohn. „Kann der Eigentümer diese Aufgabe nicht übernehmen, übernimmt das Feuerwehr“. Während der Brandeinsatz an sich den Betroffenen nichts kostet, würde er für die Brandwache zur Kasse gebeten.

Über die Brandursache gab es bis Montag keine Erkenntnisse. „Da wir von der Feuerwehr nicht informiert wurden, gehe ich davon aus, dass es keine Anzeichen für eine Brandstiftung gab“, sagt Polizei-Pressesprecherin Jana Birnbaum. Die Feuerwehrleute vor Ort schlossen einen Blitzschlag als Brandursache nicht aus.

Von Uwe Klemens

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