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Niemegk: Hügel des Anstoßes am Kindergarten

Kita-Chefin stiftet Verwirrung Niemegk: Hügel des Anstoßes am Kindergarten

In Niemegk hat Kita-Leiterin Ines Maager jetzt für Verwirrung gesorgt. Hinter dem Kita-Gelände ließ sie eine Lkw-Ladung mit Erdaushub abkippen. Stadtverordnete waren nicht informiert und Anwohner verwundert. Aus dem Haufen soll nun ein Spielhügel für Kinder werden. Noch steckt der Sandberg aber voller Steine und Plastikreste.

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Ines Maager möchte aus diesem Sandhaufen am Niemegker Kindergarten einen Rodelberg machen.

Quelle: Thomas Wachs

Niemegk. Kurz nachdem der große Haufen Sand abgekippt war, schlugen die Wogen im Niemegker Bauausschuss hoch. Hinter dem Gelände des Niemegker Kindergartens „Spatzennest“ lagert nun eine stattliche Ladung Erdaushub von der Baustelle der Grundschule. Den Haufen abkippen ließ Kita-Leiterin Ines Maager nach Abstimmung mit der Amtsverwaltung. Nachdem Nachbarn sich über den plötzlich in die Lücke an der Wittenberger Straße gekippten Berg gewundert hatten, beschwerten sich Stadtverordnete, über das Projekt nicht informiert worden zu sein.

Immerhin schwebt der Kita-Chefin vor, das ohnehin schon abschüssige Gelände mit dem Erdaushub nun weiter anzuheben. So soll für die Kinder ein kleiner Berg entstehen, der im Sommer zum Herunterkullern und im Winter zum Rodeln dienen könnte. „Bei den hiesigen Schneeverhältnissen ist es fraglich, wie oft dieser Berg genutzt wird“, sagte Reyk Schulz (WG Zukunft Niemegk) kürzlich im Bauausschuss. Andere Sitzungsteilnehmer verwiesen auf den 100 Meter von der Kita entfernten Rodelberg am Abenteuerspielplatz.

Nach Absprache mit Bauamtsleiter Thomas Griesbach

In der Sitzung der Stadtverordneten entschuldigte sich die Kita-Chefin und parteilose Abgeordnete am Dienstagabend nun für ihre „spontane Aktion“. Abgesprochen habe sie diese Lieferung lediglich mit Bauamtsleiter Thomas Griesbach. Nicht beteiligt wurden die Abgeordneten. Die mussten sich jedoch Fragen von Bürgern stellen. „Es musste relativ schnell gehen, weil der Aushub an der Schule weg musste“, erklärte Maager während der SVV im Ortsteil Hohenwerbig. Dort legte sie auch eine Skizze vor, wie das gesamte Areal am Betonweg gestaltet werden könnte. Bäume und eine Heckenpflege zum Nachbargrundstück sind geplant.

„Wichtig ist, dass wir unter den Abmaßen bleiben, ab denen eine Baugenehmigung zwingend nötig werden würde“, forderte Bürgermeister Hans-Joachim Linthe (SPD).

Der Kita-Chefin schwebt nun vor, das Gelände mit Hilfe des örtlichen Bauhofes gestalten zu lassen. „Dabei könnten womöglich auch Eltern im Rahmen eines Arbeitseinsatzes helfen“, sagte Ines Maager am Mittwoch bei einem Ortstermin mit der MAZ. Derzeit allerdings ist der Berg noch übersäht mit größeren Steinen, Plastikresten und einigen Eisenteilen. „Das alles müsste vor einer Nutzung als Rodelberg oder Kullerhügel für die Kinder noch aussortiert werden“, forderte Amtsdirektor Thomas Hemmerling. „Irgendwann ist dann Gras drüber gewachsen und alles wieder schön grün“, sagte Ines Maager am Mittwoch.

Von Thomas Wachs

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